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Gewinnspiel: 2 x Deep Fear – Tauch um dein Leben! auf Blu-ray

Verlosung

Eine Seglerin rettet im Karibischen Meer zwei Schiffbrüchige. Die Situation eskaliert nicht zuletzt dank einiger hungriger Haifische. Die Busch Media Group hat den Horrorthriller „Deep Fear – Tauch um dein Leben!“ (2023) für hiesige Heimkinos veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank, auch im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Los geht’s

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Christoph Leos Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 10. Dezember 2023, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Teilnahmebedingungen

Aufgrund gesteigerten Portoaufkommens gilt für die Gewinnspiele im Gewinnfalle die Übernahme des Portos als Teilnahmevoraussetzung. In diesem Fall werden 1,60 Euro fällig. Ich versichere euch, dass „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor völlig unkommerziell ist und ich mit dem Blog keinerlei Einnahmen generiere.

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, auch das erhöhte Porto für den Versand ins Ausland zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von drei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Rezension von „Deep Fear – Tauch um dein Leben!“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2023 by Volker Schönenberger

 

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Ronin – Ich hab noch einen Koffer in Paris

Ronin

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // Was ist ein MacGuffin? Ein Objekt, das eine Filmhandlung vorantreibt, weil es für die Figuren wichtig ist, ohne dass es für die Erzählung wirklich nützlich ist. So kann es vorkommen, dass das Filmpublikum gar nicht erfährt, was genau dieses Objekt ist. Paradebeispiel dafür: der leuchtende Inhalt des Koffers in Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ (1994). Oder das Filmpublikum erfährt es, nicht jedoch die Personen, die danach gesucht haben – Beispiel „Citizen Kane“ (1941), wo die Ergründung der Bedeutung des letzten Wortes „Rosebud“ des von Regisseur Orson Welles verkörperten Zeitungsmoguls erfolglos bleibt und wir Filmguckerinnen und Filmgucker ihrer erst in der letzten Einstellung gewahr werden. Sogar Personen können MacGuffins sein, wie man an „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ (2015) sieht, wo ein gewisser Luke Skywalker gesucht wird. Den Begriff MacGuffin hat kein Geringerer als Alfred Hitchcock populär gemacht, der das Stilmittel in seinen Regiearbeiten oft und gern verwendet hat, etwa in „Die 39 Stufen“ (1935) – dort ist die titelgebende Geheimorganisation der MacGuffin. In „Der zerrissene Vorhang“ (1966) ist es eine wissenschaftliche Formel für ein Raketenabwehrsystem. Weitere Beispiele für MacGuffins finden sich bei Wikipedia.

Ein Koffer als MacGuffin

In John Frankenheimers „Ronin“ (1998) ist der MacGuffin einmal mehr ein Koffer – ein Aluminiumkoffer, um genau zu sein. Seinen Inhalt verrät die Irin Deidre (Natascha McElhone) den fünf Männern nicht, die sie in Paris anheuert, den Koffer zu beschaffen: den Strategen Sam (Robert De Niro) aus den USA, den Franzosen Vincent (Jean Reno), zuständig fürs Organisieren von allem, was so gebraucht wird, den Deutschen Gregor (Stellan Skarsgård), einen IT-Spezialisten, den Briten Spence (Sean Bean), der es mit Waffen hat, und Larry (Skipp Sudduth), den Fahrer.

Der Koffer befindet sich in Nizza in den Händen einer Organisation, mit der nicht zu spaßen ist. Der Hinterhalt will gut geplant sein.

Gefallene Samurai, gefallene Agenten

Um nach dem MacGuffin auch gleich den Filmtitel zu erklären: Die Männer, Söldner, wenn man so will, sind wie Rōnin – jene Samurai des feudalen Japans, die ihren Herrn oder auch nur ihren Status verloren hatten und nun umherzogen und sich als Söldner verkauften oder kriminell wurden. Die Protagonisten in „Ronin“ entstammen offenbar einer vergangenen Ära, sie sind Relikte des Kalten Krieges, ehemalige Agenten unterschiedlicher Mächte, ihrer Existenzberechtigung beraubt. Diese leicht tragisch-melancholische Stimmung zieht sich bei aller Action durch den Film. Und es gibt sogar eine direkte Anspielung auf die Rōnin, genauer: auf die 47 Rōnin, die Anfang des 18. Jahrhunderts den Tod ihres Herrn rächten, ein in Japan mythisch überhöhtes Ereignis. Jean-Pierre (Michael Lonsdale), ein Freund Vincents, den dieser mit Sam nach einiger Zeit aufsucht (aus Gründen), bastelt gern Miniaturen und hat ein Ensemble der 47 Rōnin in seinem Haus stehen.

Es gibt reichlich Action zu sehen, und ein Gutteil davon besteht aus Verfolgungsjagden, drei an der Zahl, alle von stattlicher Länge. Regisseur John Frankenheimer („The Train – Der Zug“) kam dabei zweifellos seine bei den Dreharbeiten des Rennfahrerfilms „Grand Prix“ (1966) gewonnene Erfahrung zugute. Der französische Kameramann Robert Fraisse („Duell – Enemy at the Gates“) filmt die „Ronin“-Verfolgungsjagden schweißtreibend. In rasanten Schnittfolgen bekommen wir unterschiedliche Perspektiven zu sehen, inklusive der subjektiven Kamera, welche die Raserei hautnah erlebbar macht. Mal blicken wir aus dem Autoinneren heraus durch die Windschutzscheibe, mal eher von der Kühlerhaube aus unmittelbar auf die Fahrbahn. Gedreht wurde tatsächlich in den Straßen von Paris und Nizza. Laut Trivia der Internet Movie Database wurden dabei 80 Autos zerstört. Angesichts der Bilder eine glaubhafte Zahl.

Unsere Kati

Knackige Schießereien bringen weitere Adrenalinschübe, auch ein paar überraschende Wendungen und Intrigen halten die Spannung hoch. Als Deidres Hintermann Seamus O’Rourke tritt Jonathan Pryce („Brazil“) in Erscheinung, und der Ire O’Rourke wird noch wichtig werden. In einer kleinen Nebenrolle ist zudem die deutsche Eiskönigin Katarina Witt zu sehen; sie spielt die russische Eiskunstläuferin Natacha Kirilova, die in Paris bei einer Eislaufgala auftritt. Dass sie die Geliebte des russischen Mafioso Mikhi (Féodor Atkine) ist, rückt sie in einer denkwürdigen Szene in den Fokus des Geschehens.

„Ronin“ wurde wiederholt mangelnder Tiefgang attestiert. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber der Fokus auf Action überspielt das vorzüglich. Und zum Ende rundet eine Enthüllung die Geschichte sehr gut ab.

Mediabook von capelight pictures

Nach der Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival von Venedig im September 1998 spielte „Ronin“ an den weltweiten Kinokassen rund 70 Millionen Dollar ein, was den Actionthriller angesichts seines Produktionsbudgets von 55 Millionen Dollar nur zu einem moderaten Erfolg macht. Mit enorm kurzer Vorlaufzeit angekündigt, veröffentlicht capelight pictures das Werk nun als Mediabook mit UHD Blu-ray und Blu-ray nebst Bonus-Blu-ray. Das kommt ebenso überraschend wie die eine oder andere Wendung des Films, passt also (ich wusste bereits seit zehn Tagen Bescheid, sonst hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt kaum diesen Text veröffentlichen können). Das Bild hat mir ausgezeichnet gefallen (ich habe die Blu-ray gesichtet). Das Zusatzmaterial auf der zweiten Blu-ray enthält alle Boni der bisherigen Veröffentlichungen (Auflistung siehe unten). Neues Material ist nicht dabei, aber letztlich lassen die Featurettes keine Wünsche offen. Im Booklet findet sich ein Text mit dem Titel „Zwischen Action und Existenzangst – John Frankenheimers tragische Agenten in RONIN“. Die mir bis dato nicht bekannte Autorin Kathrin Horster weiß, wovon sie schreibt, und weiß auch zu schreiben. Ihr Text hat obendrein ein professionelles Korrektorat/Lektorat erhalten, bei capelight nach meiner Beobachtung sowieso Standard. Insofern ist das Mediabook insgesamt einmal mehr seinen Preis wert, so meine bescheidene Ansicht. Wer die üblichen Preise für Filme in Mediabooks für überteuert hält, darf diese Gegenmeinung gern vertreten. Richtig oder falsch gibt es hier nicht, es bleibt die individuelle Entscheidung jedes Filmfans, wieviel er ausgeben will. Wobei es im Falle von „Ronin“ diesmal keine parallele Veröffentlichung einer Blu-ray und/oder DVD im herkömmlichen Softcase gibt, wie es capelight pictures sonst oft handhabt. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

„Ronin“ hat sich seinen Ruf als Actionklassiker redlich erarbeitet. Bleibt die Frage: Was war denn nun in dem Koffer?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von John Frankenheimer haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Natascha McElhone unter Schauspielerinnen, Filme mit Sean Bean, Robert De Niro, Jonathan Pryce, Jean Reno und Stellan Skarsgård in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 7. Dezember 2023 als 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (UHD Blu-ray & 2 Blu-rays) und 2-Disc Edition Steelbook (UHD Blu-ray & Bonus-Blu-ray), 25. Februar 2008 als Blu-ray, 24. Oktober 2008 als DVD in der „Cash, Crime & Characters“ Edition (mit 29 anderen Filmen der United Artists Collection), 27. Dezember 2006 als Special Edition DVD im Steelbook, 17. November 2003 als DVD in der „Robert De Niro Collection“ (mit „Wie ein wilder Stier“ und „Fesseln der Macht“), 5. Oktober 2004 als 2-Disc Gold Edition (2 DVDs), 1. Januar 2010, 4. September 2006, 1. Januar 2004 und 16. Juli 1999 als DVD

Länge: 122 Min. (Blu-ray), 116 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Ronin
GB/F/USA 1998
Regie: John Frankenheimer
Drehbuch: J. D. Zeik, David Mamet (als Richard Weisz)
Besetzung: Robert De Niro, Jean Reno, Natascha McElhone, Stellan Skarsgård, Sean Bean, Skipp Sudduth, Jonathan Pryce, Michael Lonsdale, Katarina Witt, Jan Tríska, Ron Perkins, Féodor Atkine, Bernard Bloch, Tolsty, Lionel Vitrant, Katia Tchenko
Zusatzmaterial 2023: Audiokommentar von Regisseur John Frankenheimer, deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer, „Im Schneideraum“ (18:09 Min.), „Natascha McElhone – Die Arbeit einer Schauspielerin (13:22 Min.), „Die Komposition der Musik“ (11:22 Min.), „Riskante Fahrmanöver“ (14:50 Min.), „Filmen auf der Überholspur“ (17:01 Min.), „Durch das Objektiv“ (17:12 Min.), „Die Venedig-Interviews“ (19:49 Min.), alternatives Filmende (1:45 Min.), 24-seitiges Booklet
Zusatzmaterial zuvor (variiert je nach Veröffentlichung): siehe 2023, Bildergalerie, Trailershow bei Einlegen der Disc
Label 2023: capelight pictures
Vertrieb 2023: Al!ve AG
Label/Vertrieb zuvor: MGM / Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2023 by Volker Schönenberger

Unterer Mediabook-Packshot: © capelight pictures,
gruppierter Blu-ray- und DVD-Packshot: © MGM / Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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I Bought a Vampire Motorcycle – Der blutsaugende Dämon im Zweirad

I Bought a Vampire Motorcycle

Von Volker Schönenberger

Horrorkomödie // Der Plot, der auf einen Bierdeckel passt. An sich sagt der Titel schon alles aus: Wir haben also einen Typen, der sich ein vampirisches Motorrad gekauft hat. Soso. Geben wir dem Ganzen aber doch etwas inhaltliche Tiefe mit auf den Weg: In dunkler Nacht beschwört ein satanistischer Priester (Brendan Donnison) irgendwo im englischen Birmingham einen Dämon. Einer Bande von Motorradrockern gefällt gar nicht, dass das auf Gelände stattfindet, das sie als das ihre erachtet. Folge: Der Priester bekommt vom Anführer Roach (Andrew Powell) per Armbrust einen Pfeil verpasst (so macht man das eben als Rocker). Auch eins der Motorräder wird von einem Pfeil getroffen. Nun fährt der Dämon erst in den Leichnam des Priesters, dann gar ins Motorrad. Seltsam? Aber so steht es geschrieben …

Über einen Gebraucht-Bike-Höker landet das Zweirad des Typs Norton Commando bei Nick Oddy (Neil Morrissey) – My friends call me Noddy! Der bringt es zur Reparatur zu seinem Kumpel Buzzer (Daniel Peacock), der erst einmal die Tankkappe stiebitzt. Das kostet ihn den Kopf. Fortan sehen sich Noddy und seine Freundin Kim (Amanda Noar) mysteriösen und bedrohlichen Ereignissen ausgesetzt.

Das Motorrad mag keinen Knoblauch

Dämon oder Vampir – so genau muss man das nicht nehmen. Jedenfalls entwickelt das Motorrad ein mörderisches Eigenleben, hat aber dank seines vampirischen Dämons – wahlweise dämonischen Vampirs – eine ausgeprägte Abneigung gegen Knoblauch. Das zeigt sich beispielsweise, wenn die auf dem Sozius wartende Kim Noddy beim Asia-Imbiss zuruft, er möge Knoblauchgarnelen bestellen. Merke: Motorrad hört mit! Auch die ausgeprägte Knoblauchvorliebe des Mordermittlers Inspector Cleaver (Michael Elphick) wird noch eine Rolle spielen, ebenso die bekannte Abneigung von Vampiren gegen Sonnenlicht.

Von der Vampirkomödie ins Kinderprogramm

Das Motiv des zwei Vampirzähne in den Hals schlagenden Blutsaugers wiederum setzt Regisseur Dirk Campbell auf recht eigenwillige Weise um. „I Bought a Vampire Motorcycle“ blieb seine einzige Arbeit, die es immerhin im englischen Sprachraum in ein paar Kinos geschafft hat. Er ist bis heute fürs englische Fernsehen tätig und dreht dort vornehmlich Episoden für Kinder- und Jugendserien, etwa „Eine lausige Hexe“ (seit 2017), „Moon and Me“ (seit 2019) und „Biff & Chip“ (seit 2021).

„I Bought a Vampire Motorcycle“ kommt „very British“, daher, zumindest beim Akzent der auftretenden Personen. Sie gehören natürlich nicht der „Upper Class“ an, sondern der „Working Class“, was die Dialoge weniger elaboriert denn bodenständig macht. Das verleiht der Horrorkomödie englischen Charme. Ebenso die Tatsache, dass sich im Hinterzimmer eines Pubs eine Sammlung von Ritterutensilien befindet, sodass eine zünftige Kneipenschlägerei zeitweise sogar in einen Schwertkampf ausartet. Derlei Skurrilitäten hat die Horrorkomödie einige zu bieten. Untermalt von einem billigen Rockmusik-Score, versteht sich.

„Star Wars“-Prominenz als Exorzist

Gut, wenn man in der Gemeinde einen Priester hat, der sich auf Exorzismen versteht. Diesen verkörpert kein Geringerer als Anthony „C-3PO“ Daniels! Der Geistliche verliert erst einmal ein paar Finger, als er versucht, das Motorrad mitten am Tag aus Noddys Garage ins Freie zu schieben. Aber davon lässt sich ein wackerer Exorzist natürlich nicht unterkriegen. So entwickelt sich „I Bought a Vampire Motorcycle“ zu einer schrägen Nummernrevue, bei der nicht jeder Gag sitzt, die aber jederzeit einen Schenkelklopfer hervorbringen kann. Erst recht beim Showdown in der Turnhalle, in dessen Nebenraum sich sogar eine Sonnenbank (!) befindet. Bei dem trashigen Zungenschlag bleibt kein Auge trocken. Einige Male geht es hübsch blutig zu, was die FSK-18-Freigabe durchaus rechtfertigt. Weil die Gewalt comichaft-überzogen daherkommt, würde eine Nachprüfung heute vielleicht sogar eine Herabstufung auf FSK 16 bringen, aber dazu sah Lizenznehmer Wicked Vision offenbar keinen Anlass. Warum auch?

Mediabook von Wicked Vision

Eine 2002 hierzulande veröffentlichte DVD trägt den etwas willkürlich gewählten Titel „Iron Thunder“, sie ist aber vergriffen und ohnehin von minderer Qualität. Wicked Vision hat „I Bought a Vampire Motorcycle“ aufpoliert und dabei Bild und Ton generalüberholt ins 4K-Zeitalter überführt. Heraus kam 2019 ein feines Mediabook mit üppigem Bonusmaterial (Auflistung siehe unten). Die vier ansprechenden Covervarianten sind im Handel vergriffen, auf dem Sammlermarkt aber mit etwas Glück noch zu üblichen Mediabookpreisen zu finden. Für Preisbewusste hat Wicked Vision den Film im September 2023 als Dual-Disc-Set im Scanavo-Case veröffentlicht. Das Booklet mit einem ausführlichen Text von Cristoph N. Kellerbach fehlt darin, das Bonusmaterial der Scheiben ist aber vollständig. Das Dual-Disc-Set ist unter anderem im Online-Shop von Wicked Vision verfügbar.

Am 8. Dezember bei SchleFaZ

Wer gar kein Geld ausgeben will, übe sich bis zum 8. Dezember 2023 in Geduld. An dem Abend strahlt Tele 5 das Werk ab 22:20 Uhr als zweiten Teil der finalen Adventsstaffel von „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ aus. Die bewährten „SchleFaZ“-Moderatoren Oliver Kalkofe und Peter Rütten werden „I Bought a Vampire Motorcycle“ zweifellos ein paar bissige Kommentare angedeihen lassen. Wobei ich den Film ein paar Unzulänglichkeiten zum Trotz so recht gar nicht als „SchleFaZ“-Kandidaten sehe. Die Prämisse ist einfach herrlich originell, dabei herrlich absurd. Wer A-Liga-Vampirhorror à la „Bram Stoker’s Dracula“ erwartet, dem ist sowieso nicht zu helfen. Nicht einmal mit einem Holzpflock durchs Herz.

Die Filme der „Collector’s Series“ der Wicked Vision Distribution GmbH haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Veröffentlichung: 15. September 2023 als Dual-Disc-Set (Blu-ray & DVD), 6. Dezember 2019 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD, 4 Covermotive à 222 Exemplare), 1. September 2002 als DVD

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 101 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: I Bought a Vampire Motorcycle
Alternativtitel: Iron Thunder
GB 1990
Regie: Dirk Campbell
Drehbuch: Mycal Miller, John Wolskel
Besetzung: Neil Morrissey, Amanda Noar, Michael Elphick, Anthony Daniels, Andrew Powell, George Rossi, Daniel Peacock, Midge Taylor, David Daker, Burt Kwouk, Brendan Donnison, Graham Padden
Zusatzmaterial Mediabooks & Dual-Disc-Set: Audiokommentar mit Regisseur Dirk Campbell, den Drehbuchautoren John Wolskel und Mycal Miller sowie Darsteller Alan Frank, Dokumentation „We Made a Vampire Motorcycle“, Featurette „The Vampire’s Lair“, Featurette „Where are They Now?“, 4 TV-Clips, Originaltrailer, nur Mediabooks: 32-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach, nur Cover C: Autogrammkarte des Cover-Illustrators Ralf Krause, nur Dual-Disc-Set: Wendecover mit Alternativmotiv
Zusatzmaterial DVD: Trailershow
Label/Vertrieb Mediabook: Wicked Vision Distribution GmbH
Label DVD: Laser Paradise

Copyright 2023 by Volker Schönenberger

Gruppierte Packshots: © Wicked Vision Distribution GmbH

 

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