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Man of Steel (3D) – Superman fliegt wieder

18 Jun

Man of Steel

Kinostart: 20. Juni 2013

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Action // Superheldenkino geht an sich immer. Und wenn’s einmal nicht geht, wie 2006 mit Bryan Singers „Superman Returns“, dann versucht es Hollywood einfach ein paar Jahre später erneut. Es wäre doch gelacht, wenn es misslänge, mit dem größten aller Superhelden ein neues Franchise aufzubauen. Warner Bros. und Legendary Pictures haben für „Man of Steel“ Zack Snyder auf den Regiestuhl gesetzt. Snyder ist für atemraubendes Kino bekannt – siehe „Dawn of the Dead“, „Watchmen“ und „300“. Und auch wenn seine jüngste Regiearbeit „Sucker Punch“ kontrovers aufgenommen wurde, so verspricht Snyders bisherige Filmographie doch auf jeden Fall einen interessanten Ansatz.

Nach Christopher Reeve, Dean Cain und anderen übernimmt diesmal Henry Cavill („Die Tudors“) die Rolle des Journalisten Clark Kent alias Kal-El alias Superman, der seine übermenschlichen Fähigkeiten in den Dienst des Guten stellt. Jahre zuvor war er als Kleinkind auf die Erde gelangt und von einem braven Ehepaar (Diane Lane, Kevin Costner) großgezogen worden. Kent muss gegen zwei Überlebende seines Heimatplaneten Krypton antreten, die mit finsteren Absichten auf die Erde gekommen sind: General Zod (Michael Shannon, „Take Shelter“) und dessen bösartige Partnerin Faora (Antje Traue, „Pandorum“).

Dem Blogger war es leider nicht möglich, vorab die Pressevorführung von „Man of Steel“ zu besuchen. Er bat jedoch seinen Kollegen Andreas, ihm ein paar Zeilen zur kritischen Würdigung des Films zu liefern. Dessen Vergnügen war allerdings kein ungetrübtes: Auf der Habenseite stünden die ebenso lauten wie brachialen Actionsequenzen. Doch wenn sich beim großen Finale Superman und Zod gegenseitig durch Wolkenkratzer schleudern und dabei fast ganz Metropolis in Schutt und Asche gelegt werde, stelle sich schnell das bekannte „300“-Syndrom ein: Am Anfang mag all das noch spektakulär wirken, doch nach kurzer Zeit treten enorme Ermüdungserscheinungen auf. Man kann es Zack Snyder zugute halten, dass er sich gezielt von den bunten Bildern der Marvel-Konkurrenz abhebt; doch bei aller Düsternis muss man bei einer so aalglatten Heldenfigur einfach ein wenig Humor unterbringen, sonst bleibt Superman auch für den Zuschauer, das, was er eigentlich ist: ein Alien von einem fernen Planeten ohne jegliche menschliche Züge. Fazit: Es hätte groß werden können. Vielleicht klappt es ja bei der bereits bestätigten Fortsetzung von „Man of Steel“ besser.

Christopher Nolan, Regisseur der jüngsten Batman-Trilogie, produzierte den Film. Er war auch an der Entwicklung der Story beteiligt. Im Interview hat er allerdings betont, es sei definitiv Zack Snyders Film, was Hauptdarsteller Henry Cavill bestätigt hat.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Zack Snyder sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Amy Adams in der Rubrik Schauspielerinnen, Filme mit Michael Shannon in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 143 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Man of Steel
USA/KAN/GB 2013
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: David S. Goyer
Besetzung: Henry Cavill, Amy Adams, Kevin Costner, Diane Lane, Russell Crowe, Michael Shannon, Laurence Fishburne
Verleih: Warner Bros. Pictures Germany

Copyright 2013 by Volker Schönenberger

Trailer: © 2013 Warner Bros. Entertainment Inc.

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