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Parker – Jason Statham als Profidieb

05 Jul

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Parker

Von Volker Schönenberger

Actionkrimi // Die prall gefüllte Kirmeskasse lockt. Profidieb Parker (Jason Statham) erledigt den Raub der gesammelten „Ohio State Fair“-Einnahmen präzise mit seinen neuen Partnern (u. a. Michael Chiklis, „The Shield“), auch wenn die nicht ganz nach seinen Anweisungen handeln. Kurz darauf erleichtern sie ihn gar um seinen Anteil an der Beute und lassen ihn – vermeintlich tot – am Straßenrand liegen. Doch Parker überlebt und folgt den Schurken nach Palm Beach, wo sie einen ungleich lukrativeren Raubzug planen. Um die Gegend auszukundschaften, gibt er sich gegenüber der Immobilienmaklerin Leslie Rodgers (Jennifer Lopez) als reicher Texaner auf der Suche nach einem luxuriösen Anwesen aus.

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Parker (Jason Statham) kundschaftet Palm Beach aus

Jason Statham weiß, was seine Fans mögen – und das bedient er verlässlich. Mit „Parker“ wird er keine neuen Anhänger gewinnen, aber die alten bei der Stange halten. In der Titelrolle muss er einiges einstecken. Verrat und Loyalität sind Parkers Themen, bei aller kriminellen – auch tödlichen – Energie behält er sein Ethos bei. Jennifer Lopez’ Rolle hingegen wirkt etwas unausgegoren. Einerseits soll’s zwischen ihrer Figur und Parker gehörig knistern, andererseits wirkt es etwas bieder und kokett, wenn sie offenbar dringend nach Mr. Right sucht, weil die biologische Uhr tickt.

Sowohl der Kirmes- als auch der Palm-Beach-Coup sind routiniert aufgezogen und inszeniert. Der Film ist eben eine Arbeit von der Stange mit bewährten Versatzstücken. „Parker“ ist insofern kein Meilenstein in Stathams Filmographie, die knapp zwei Stunden vergehen dank einiger fesselnder Momente dennoch zügig.

Bei dem Actionkrimi handelt es sich um eine Verfilmung des Romans „Irgendwann gibt jeder auf“ (Originaltitel: „Flashlife“), den Donald E. Westlake unter dem Pseudonym Richard Stark veröffentlicht hat – wie all seine Romane mit dem Protagonisten Parker. Dies ist allerdings das erste Mal, dass der Name der Figur unverändert geblieben ist. In „Point Blank“ agierte Lee Marvin 1967 als Walker, in „Payback“ Mel Gibson 1999 als Porter, um nur zwei Beispiele zu nennen.

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Leslie Rodgers (Jennifer Lopez) verguckt sich in ihren vermeintlichen Kunden

„Parker“ markiert die erste Regiearbeit seit drei Jahren für Taylor Hackford („Ein Offizier und Gentleman“, „Ray“). In einer Nebenrolle als Vater von Parkers Freundin ist Nick Nolte zu sehen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jason Statham sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 11. Juli 2013 als Blu-ray und DVD (auch als Blu-ray-Steelbook exklusiv bei Saturn)

Länge: 119 Min. (Blu-ray), 115 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Parker
USA 2013
Regie: Taylor Hackford
Drehbuch: John McLaughlin, nach dem Roman von Donald E. Westlake
Besetzung: Jason Statham, Jennifer Lopez, Michael Chiklis, Wendell Pierce
Zusatzmaterial: Making-of, Die Ursprünge von Parker, gebrochene Genicke und blutige Fäuste, Wer ist Parker? – Trailer, Blick hinter die Kulissen, Darstellerinfos, Trailer „Parker“ in Deutsch und Englisch, Audiokommentar von Regisseur Taylor Hackford
Vertrieb: Highlight Constantin

Copyright 2013 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2013 Constantin Film

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