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The Call – Leg nicht auf: Hochspannung im Handynetz

09 Jul

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The Call

Kinostart: 11. Juli 2013

Von Florian Schneider

Thriller // Wie sieht wohl ein Ort aus, an dem die ganze Angst, Not und Verzweiflung einer Millionenstadt ihren akustischen Widerklang finden? Wer in New York die 911 wählt, landet an solch einem Ort: in der allgemeinen Notrufzentrale des NYPD – des New York Police Department. Hunderte Mitarbeiter, sogenannte „Unified Call Takers“, koordinieren dort die Anrufe der Hilfesuchenden, leisten telefonische Ersthilfe und schicken Hilfe in Form von Polizei, Krankenwagen oder Feuerwehr. Mittels ausgefeilter Computertechnik und eines zentralen Informationssystems wird der jeweilige Einsatzort dabei in der Regel automatisch lokalisiert.

Die Anfangssequenz von „The Call“ liefert eine faszinierende Totale dieses hektisch flirrenden Bienenstocks, um uns schließlich eine der Protagonistinnen im Einsatz vorzustellen: Jordan Turner (Halle Berry) weiß, dass mit jedem neuen Anruf etwas Unerwartetes passieren kann, doch bislang hat sie immer in Sekundenbruchteilen die richtigen Entscheidungen getroffen. Als sie schließlich aber doch aufgrund einer Kurzschlusshandlung Entführung und Tod eines Teenagers verantworten muss, zieht sich Jordan aus dem aktiven Dienst zurück. Fortan arbeitet sie als Mentorin für die jüngeren Kollegen. Dann schlägt der Entführer erneut zu – und wieder ist es Jordan, die mit dem Entführungsopfer telefonisch in Kontakt steht.

Spannend und hochspannend, was uns Brad Anderson („The Machinist“, 2004) in den ersten zwei Gängen seines Thriller-Horror-Menüs serviert. Bereits mit „Transsiberian“ hat der Regisseur 2008 sein Faible für klassischen Suspense à la Hitchcock bewiesen – und auch in „The Call“ gibt es wunderbare Einfälle, die die Spannungsschraube immer enger ziehen. Natürlich werden sie an dieser Stelle nicht verraten werden.

Leider fällt der dritte Gang, die Horror-Nachspeise „Buffalo Bill“, qualitativ deutlich ab. Spannend und unkonventionell wäre es gewesen, die Geschichte konsequent zu Ende zu erzählen – mit Halle Berry weiter am Telefon und nicht als Einzelkämpfer-Plagiat von Clarice Starling alias Jodie Foster.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Abigail Breslin sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgeführt.

Länge: 94 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: The Call
USA 2013
Regie: Brad Anderson
Drehbuch: Richard D’Ovidio
Besetzung: Halle Berry, Abigail Breslin, Morris Chestnut, Michael Eklund, Roma Maffia
Verleih: Universum Film (Squareone)

Copyright 2013 by Florian Schneider
Plakat: © 2013 Universum Film

 

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