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Die Legende vom Lone Ranger – Goldene Himbeeren und Karriereende

12 Jul

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The Legend of the Lone Ranger

Von Volker Schönenberger

Western-Abenteuer // Obacht! An dieser Stelle geht’s nicht um den Film „Lone Ranger“ mit Johnny Depp.
Die Rezension der Jerry-Bruckheimer-Produktion um den maskierten Rächer wird pünktlich vor dem Kinostart am 8. August bei „Die Nacht der lebenden Texte“ zu lesen sein. Im Vorfeld des Blockbusters nutzt Koch Media die Gelegenheit, die 1981er-Kinoversion der Lone-Ranger-Geschichte auf Blu-ray und DVD unters Volk zu bringen.

Als Kind muss John Reid 1854 in Texas ansehen, wie Gangster seine Eltern auf der Farm der Familie massakrieren. Der Indianerjunge Tonto bringt John zu seinem Stamm, wo ihn nach einer Weile Johns großer Bruder Dan Reid (John Bennett Perry) abholt, ein angesehener Texas Ranger. Dan schickt John nach Detroit, wo er bei einer Tante aufwächst. Jahre später kehrt John (Klinton Spilsbury) als Anwalt zurück nach Texas. Nach dem Mord am Verleger der örtlichen Zeitung schließt er sich Dan und dessen Rangers an, die die Täter verfolgen. Doch die Reiter geraten in einen Hinterhalt des ruchlosen Butch Cavendish (Christopher Lloyd, „Zurück in die Zukunft“). Nur John überlebt. Sein indianischer Freund Tonto (Michael Horse) findet den Schwerverletzten.

Obwohl die Figur des Lone Ranger zum Kulturgut der Vereinigten Staaten zählt, war der Film an den Kinokassen eher ein Rohrkrepierer. Von seinem 18-Millionen-Dollar-Budget spielte er nur zwei Drittel ein. Es fällt in der Tat schwer, viel Positives über den Streifen zu sagen. Die Banalität eines Billig-Westerns mag immerhin als Kontrast zur kommenden Big-Budget-Produktion aus dem Hause Bruckheimer dienen – ein Kuriosum zum Schmunzeln ob dieses eher dilettantischen Umgangs mit der Ikone Lone Ranger durch Hollywood.

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Rächer in der Nacht: Tonto und der Lone Ranger

Hauptdarsteller Klinton Spilsbury erhielt für seine Rolle 1982 zwei Goldene Himbeeren: als schlechtester Schauspieler und als miesester neuer Star. Ungleich schwerer wog, dass sein Part nach dem Dreh neu eingesprochen wurde, Spilsbury im Film somit gar nicht zu hören ist. Seine Karriere endete ebenso abrupt, wie sie begonnen hatte – „Die Legende vom Lone Ranger“ blieb sein einziger Film. Für Tonto-Darsteller Michael Horse war es ebenfalls das Filmdebüt. Er konnte sich in der Folge immerhin als Nebendarsteller fürs Fernsehen etablieren.

Regisseur William A, Fraker hatte sich bereits als Kameramann einen guten Namen gemacht. „Die Legende vom Lone Ranger“ war seine dritte und letzte Kino-Regiearbeit. Für die Musik zeichnet der fünffache Oscar-Preisträger John Barry verantwortlich, der sich dafür aber ebenfalls eine Goldene Himbeere einhandelte. Jason Robards hat eine Nebenrolle als US-Präsident Ulysses S. Grant.

Veröffentlichung: 12. Juli 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 97 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Legend of the Lone Ranger
USA/GB 1981
Regie: William A. Fraker
Drehbuch: Ivan Goff, Ben Roberts, Michael Kane, William Roberts
Besetzung: Klinton Spilsbury, Michael Horse, Christopher Lloyd, John Bennett Perry, Matt Clark, Jason Robards, Juanin Clay
Zusatzmaterial: Bildergalerie, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2013 by Volker Schönenberger
Foto & Packshot: © 2013 Koch Media

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