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Gangsters – Aufstieg und Fall eines Bankräubers

28 Aug

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Edwin Boyd

Von Volker Schönenberger

Krimidrama // Fällt in Kanada der Name Edwin Alonzo Boyd, wissen viele Menschen damit etwas anzufangen. Der Veteran des Zweiten Weltkriegs verübte ab 1949 allein oder mit diversen Kumpanen zahlreiche bewaffnete Banküberfälle in Toronto und Umgebung. Nach zweimaliger Gefangennahme und wiederholter Flucht wurde Boyd schließlich nach seiner erneuten Festsetzung zu mehrfach lebenslanger Haft verurteilt. 1962 auf Bewährung entlassen, nahm er eine neue Identität an, unter der er bis zu seinem Tod 2002 lebte.

Das biografische Krimidrama „Gangsters“ beginnt damit, dass Boyd (Scott Speedman, „Underworld“) seinen Job als Busfahrer aufgibt, weil er damit seine Frau Doreen (Kelly Reilly) und die beiden Kinder ohnehin mehr schlecht als recht versorgen kann. Ohne berufliche Perspektive entschließt er sich zu seinem ersten Banküberfall, der mehr zufällig einen glücklichen Ausgang nimmt. Fortan verlaufen die Raubzüge besser – bis eines Tages die Polizei vor der Bank wartet. Im Knast lernt Boyd den Bankräuber Lenny Jackson (Kevin Durand) und dessen Spießgesellen kennen. Jackson überzeugt Boyd, den Ausbruch zu wagen.

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Der Sprung über den Banktresen wird zu Boyds Markenzeichen

Der sorgfältig ausgestattete Film zeichnet Boyds Leben als Bankräuber und Knastflüchtling mit ein paar der Dramaturgie geschuldeten Freiheiten achtsam nach. Das ist auf einer soliden Ebene spannend, ohne überdurchschnittlich packende Höhepunkte zu bieten. Etwas sonderbar wirkt bisweilen der Kontrast zwischen der Leichtigkeit einiger Bankraubsequenzen und der Tragik, auf die Boyd, seine Familie und seine Kumpane unaufhaltsam zusteuern. Andererseits kann man derartige Brüche im Film auch einfach als erfrischend bewerten. Die Schauspieler agieren versiert, ohne ausgesprochen zu beeindrucken. Unter den Nebendarstellern sei Brian Cox („Blood“) erwähnt, der Boyds traurigen Vater mimt. „Gangsters“ kommt ohne drastische Gewaltdarstellung aus und erscheint bei uns ohne den Umweg über die Lichtspielhäuser fürs Heimkino – das ist auch völlig ausreichend.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Brian Cox, Kevin Durand und Scott Speedman haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 30. August 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 101 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Edwin Boyd
Alternativtitel: Citizen Gangster
KAN 2011
Regie: Nathan Morlando
Drehbuch: Nathan Morlando
Besetzung: Scott Speedman, Kelly Reilly, Kevin Durand, Joseph Cross, Brian Cox
Zusatzmaterial: Making-of, deutscher Trailer, Originaltrailer, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2013 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2013 Koch Media

 

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