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Curse of Chucky – Die Mörderpuppe ist wieder da

31 Okt

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Horror // Seit 1988 treibt die hässliche Mörderpuppe Chucky ihr filmisches Unwesen. Außerhalb der Horrorfangemeinde mögen die mit eher schmalem Geldbeutel abgedrehten Streifen nur wenig Anklang finden, viele Horrorfans mögen die Reihe aber offenbar – sonst gäbe es kaum sechs Teile. Der blutrünstige Chucky stand bisweilen im Mittelpunkt von Kontroversen, in denen den Filmen vorgeworfen wurde, sie würden Jugendliche zu Gewalttaten verleiten. Das gilt besonders für „Chucky 3“, der Anfang der 90er-Jahre gar für zwei Morde in England verantwortlich gemacht werden sollte.

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Per Paket kommt eine sonderbare Puppe ins Haus

In „Curse of Chucky“ gelangt Chucky per Paket zu der im Rollstuhl sitzenden Nica (Fiona Dourif). Kurz darauf stirbt Nicas Mutter, anscheinend ein Unfall. Die liebe Familie rückt an, um Nica zur Seite zu stehen und sich ein Stück vom Erbschaftskuchen zu sichern. Nicas Nichte Alice (Summer H. Howell) schließt Chucky sogleich ins Herz, nicht ahnend, dass die vermeintlich harmlose Puppe ein psychopathischer Killer ist.

Die in den USA als „unrated“ vermarktete härteste Fassung von „Curse of Chucky“ kommt in Deutschland auf Blu-ray und DVD ungeschnitten mit einer 16er-Altersfreigabe daher. Das ist auch völlig in Ordnung. In der ersten Hälfte des Films passiert ohnehin wenig, und die durchaus vorhandenen blutigen Effekte in der zweiten Hälfte sind auszuhalten. Splatterfans werden womöglich eher enttäuscht sein, auch wenn die eine oder andere nette Idee zu sehen ist. Da beispielsweise Rollstuhlfahrerin Nica in ihren Beinen nichts spürt, kann sie damit einen gepflegten Axthieb aushalten.

Für den sechsten Teil der Reihe gilt vermutlich das Gleiche wie für die Vorgänger: „Curse of Chucky“ wird außerhalb der Horrorgemeinde niemanden zum Fan der Mörderpuppe mutieren lassen, innerhalb aber seine Anhänger finden. Hochklassig ist anders, der Film passt sich dem eher durchschnittlichen Niveau der Reihe an. Sofern einem Chucky-Freund nun ob der Verwendung der Vokabel „durchschnittlich“ vor Zorn der Kamm schwillt, darf der „Die Nacht der lebenden Texte“ gern verdammen, sich aus Trotz den Film zulegen – und wird den Kauf vermutlich nicht bereuen. Zugegeben: Im einigermaßen gut sortierten Horrorregal des Bloggers befindet sich überhaupt kein Chucky-Film. Die Prämisse der Puppe mit mörderischem Eigenleben ist einfach nicht jedermanns Sache – und meine schon mal gar nicht. Insofern ist das Fazit „braucht man nicht“ am Ende subjektiver als bei manch anderer Rezension in diesem Blog.

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Chucky findet neue Opfer

In der Original-Sprachfassung leiht wie gewohnt Brad Dourif („Einer flog übers Kuckucksnest“) der Mörderpuppe die Stimme. Fiona Dourif, die Darstellerin der Nica, ist seine Tochter. In einer in Schwarzweiß inszenierten Rückblende gegen Ende des Films taucht Dourif als Psychopath Charles Lee Ray gar in persona auf, und wir erfahren, wie es seine Seele in eine hässliche Puppe verschlagen hat. Diese Sequenz gehört zu den Höhepunkten des Films.

Chuckys Filmographie:

1. Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
2. Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da (1990)
3. Chucky 3 (1991)
4. Chucky und seine Braut (1998)
5. Chuckys Baby (2004)
6. Curse of Chucky (2013)

Veröffentlichung: 24. Oktober 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 97 Min. (Blu-ray), 93 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, nur Blu-ray: Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, nur DVD: Türkisch, Russisch
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
USA 2013
Regie: Don Mancini
Drehbuch: Don Mancini
Besetzung: Chantal Quesnelle, Fiona Dourif, Danielle Bisutti, A Martinez, Brad Dourif
Zusatzmaterial: Unveröffentlichte Szenen, Gag Reel, Making-of, Chucky wird zum Leben erweckt, Chuckys Vermächtnis, Storyboard-Vergleich
Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Copyright 2013 by V. Beautifulmountain
Fotos & Packshot: © 2013 Universal Pictures Home Entertainment

 

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