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Europa Report – Schicksalhafte Reise zum Jupitermond

03 Nov

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Europa Report

Von Volker Schönenberger

Science-Fiction // Was geschah mit Mission „Europa One“? Monate nach dem Start der Rakete zum Jupitermond Europa ist der Kontakt zur Erde abgebrochen. Das Team, bestehend aus zwei Piloten (Anamaria Marinca, Daniel Wu) und vier Wissenschaftlern, wollte herausfinden, ob es auf Europa Leben gibt. Unter der Eisdecke des Trabanten wird ein Ozean vermutet, zudem waren dort ungewöhnliche Wärmezonen entdeckt worden.

Die Hoffnung auf eine Rückkehr von „Europa One“ und das Überleben der Crewmitglieder ist längst zerstoben, als Filmaufnahmen freigegeben werden, die vom Raumschiff aus die Erde erreicht haben. Nun erfährt die Weltöffentlichkeit von der Ursache für den Abbruch der Kommunikation und dem Schicksal der Besatzung. Gezeigt wird, wie die beiden Ingenieure Andrei Blok (Michael Nyqvist) und James Corrigan (Sharlto Copley, „Elysium“) für eine Außenreparatur das Raumschiff verlassen. Die Menschheit bekommt mit dem Bildmaterial ebenfalls zu sehen, wie die „Europa One“ schließlich ihr Ziel erreicht, unter Schwierigkeiten landet und ein Loch durch die Eisdecke bohrt.

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Raum ist in der kleinsten Hütte

Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der die US-Weltraumbehörde NASA offenbar Vergangenheit und durch privatwirtschaftlich geführte Unternehmen abgelöst worden ist. Ein solches Unternehmen ist Europa Ventures. Der Filmverleih von „Europa Report“ hat der fiktiven Raumfahrt-Firma als Virales-Marketing-Maßnahme sogar eine eigene Internetpräsenz spendiert.

„Europa Report“ bekam in Deutschland keinen regulären Kinostart. Wohl dem, der das mit ruhiger Hand inszenierte Science-Fiction-Abenteuer beim diesjährigen Fantasy Filmfest auf der großen Leinwand geschaut hat. Zwar erreicht der Film nicht die Bildgewalt von „Gravity“, trotzdem ist der Weltraum-Schauwert von „Europa Report“ hervorzuheben. Speziell eine – tragische – Szene allerdings bringt dann doch die Intensität von „Gravity“, aber wir wollen nicht spoilern. Als weitere Vergleichswerke für die Stimmung seien Duncan Jones’ „Moon“ (2009) und – logisch – „2001 – Odyssee im Weltraum“ (1968) genannt. Stanley Kubricks Klassiker wird mit einer kurzen musikalischen Hommage Tribut gezollt.

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Corrigan macht sich für den Außeneinsatz bereit

Die Geschichte ist schlüssig und glaubwürdig, die Inszenierung wirkt plausibel mit ein paar Abstrichen beim Found-Footage-Einsatz – die Bilder der Expedition wirken doch alle etwas zu professionell gefilmt. Eine derartige Mission in der Realität in nicht allzu ferner Zukunft erscheint möglich. Auch die Wahl Europas als Ziel der Mission ist naheliegend, gilt der Jupitermond doch als einer der Himmelskörper unseres Sonnensystems, auf dem noch am ehesten Leben zu finden sein kann. „Europa Report“ bemüht sich insofern um Realismus, bleibt aber gleichzeitig fast durchweg fesselnd. Das ist intelligente Science-Fiction ohne Effekthascherei.

Veröffentlichung: 22. Oktober 2013 als Blu-ray 3D, Blu-ray und DVD

Länge: 90 Min. (Blu-ray), 87 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Europa Report
USA 2013
Regie: Sebastián Cordero
Drehbuch: Philip Gelatt
Besetzung: Sharlto Copley, Christian Camargo, Embeth Davidtz, Anamaria Marinca, Michael Nyqvist, Daniel Wu, Karoline Wydra, Dan Fogler
Zusatzmaterial: Making-of „Visual Effects“, Bio-/Filmografien, Fotogalerie (Filmszenen / Hinter den Kulissen), Fakten & Informationen Jupitermonde, Originaltrailer, deutscher Trailer, Trailershow, Wendecover, Schuber
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2013 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshot & Trailer: © 2013 Ascot Elite Home Entertainment

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