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Captain Phillips – Piraten vor Somalia

12 Nov

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Captain Phillips

Kinostart: 14. November 2013

Von Volker Schönenberger

Action-Abenteuer // Richard Phillips war im April 2009 Kapitän des Containerfrachters „Maersk Alabama“. Auf der Fahrt nach Mombasa (Kenia) enterten vier somalische Piraten das Schiff östlich der Küste Somalias. Phillips geriet dabei in Geiselnahme. Der Angriff gilt als erste Kaperung eines US-Schiffs durch Piraten seit dem frühen 19. Jahrhundert.

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Die echte „Maersk Alabama“

In Paul Greengrass’ („Green Zone“) Verfilmung der Ereignisse agiert Tom Hanks gewohnt souverän in der Titelrolle als Kapitän. Zu Beginn fährt Phillips daheim zum Flughafen und verabschiedet sich von seiner Ehefrau (Catherine Keener). An Bord der „Maersk Alabama“ erhält er Warnungen vor Piraten, lässt daraufhin frühzeitig die Sicherheitsroutinen checken und Probealarm geben. Kurz darauf ortet der Radar tatsächlich zwei Kleinboote mit bewaffneten Männern, die sich schnell nähern. Eins davon schafft es tatsächlich längsseits zum Containerschiff, den vier Insassen gelingt es, an Bord zu kommen.

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Der Anblick verheißt nichts Gutes

„Captain Phillips“ ist adrenalingeladenes Spannungskino, nicht mehr und nicht weniger. Niemand möge einen – gar kritischen – Kommentar darüber erwarten, wie der globalisierte Kapitalismus die moderne Piraterie gebiert, das ist offenbar nicht Greengrass’ Absicht gewesen. Was aus somalischen Fischern Piraten macht – etwa illegale Überfischung ihrer Gewässer durch internationale Fischfangflotten –, wird kurz angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt. Als fesselndes Action-Abenteuer erzielt der Film allerdings seine Wirkung – auch über zwei Stunden hinweg nahezu ohne Längen. Greengrass kommt dabei zweifellos seine u. a. mit „Die Bourne Verschwörung“ und „Das Bourne Ultimatum“ gesammelte Thrillererfahrung zugute.

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Klar zum Entern!

Nicht nur Hanks Schauspiel überzeugt, besonders die Darsteller der vier Piraten verleihen dem Spektakel nachhaltige Authentizität. Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed und Mahat M. Ali sind Laiendarsteller ohne jede Erfahrung als Schauspieler. Gemeinsam absolvierten die vier Männer ein wochenlanges Intensivtraining, um die Fertigkeiten somalischer Piraten zu lernen – Führen eines Kleinboots, Entern eines Großfrachters über eine schmale Leiter etc. Zu diesen eher handwerklichen Dingen kam die Aufgabe, die Piraten nicht als eindimensionale Schurken zu verkörpern, sondern als einfache Menschen, die eine – nicht näher zu erläuternde – Hintergrundgeschichte zu ihren Taten treibt. Gelöst haben sie dies durchweg bravourös.

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Die Piraten gelangen an Bord …

Gemäß Presseheft entstanden drei Viertel des Films auf See. Die „Rolle“ der „Maersk Alabama“ übernahm dabei das baugleiche Frachtschiff „Alexander Maersk“, das zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nur wenige Aufträge hatte. Die Maersk Line als weltweit größte Containerschiff-Reederei unterstützte die Dreharbeiten. Als Zerstörer „USS Bainbridge“ fungierte die „USS Truxtun“.

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… und übernehmen das Schiff

Das Drehbuch zum Film entstand nach Richard Phillips’ Erlebnisbericht „A Captain’s Duty – Somali Pirates, Navy SEALs and Dangerous Days at Sea“, in deutscher Übersetzung erschienen unter dem Titel „Höllentage auf See – In den Händen von somalischen Piraten – gerettet von Navy SEALs“.

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Captain Phillips gerät in Gefangenschaft

Tom Hanks bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Geschenkt ist noch zu teuer (1986)
Meine teuflischen Nachbarn (1989)
Terminal (2004)
Captain Phillips (2013)
Saving Mr. Banks (2013)
Ein Hologramm für den König (2016)
Inferno (2016)
Sully (2016)

Länge: 134 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Captain Phillips
USA 2013
Regie: Paul Greengrass
Drehbuch: Billy Ray, nach einem Roman von Richard Phillips und Stephan Talty
Besetzung: Tom Hanks, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat M. Ali, Catherine Keener
Verleih: Sony Pictures Releasing

Copyright 2013 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2013 Sony Pictures Releasing
Foto „Maersk Alabama“: Laura A. Moore, US Navy

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