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The Twilight Zone – Unwahrscheinliche Geschichten – Die gesamte erste Staffel: Erwarten Sie das Unerwartete!

02 Dez

TwilightZone_BD_Cover

Von Dirk Ottelübbert

There is a fifth dimension, beyond that which is known to man. It is a dimension as vast as space and as timeless as infinity. It is the middle ground between light and shadow, between science and superstition, and it lies between the pit of man’s fears and the summit of his knowledge. This is the dimension of imagination. It is an area which we call the Twilight Zone.

TV-Mystery-Serie // Die sonore Stimme, welche die obigen Worte am Beginn jeder Episode vorträgt, gehört dem Serienschöpfer Rod Serling (1924 – 1975) höchstpersönlich. Mit höheren, wenn auch nicht jenseitigen Sphären war der in Syracuse, New York, geborene Autor gewissermaßen vertraut: Er diente im Zweiten Weltkrieg als Fallschirmjäger. Womöglich stellte Serling auch deswegen gleich in der „Twilight Zone“-Pilotfolge „Where Is Everybody?“ („Die leere Stadt“) einen Luftwaffensoldaten in den Mittelpunkt – einen sehr, sehr einsamen. Zuvor hatte sich der bullige Mann mit den markanten schwarzen Augenbrauen unter anderem als Boxer durchgeschlagen. Serlings Autorenkarriere begann beim Radio, fürs noch junge Medium Fernsehen schrieb er die Drehbücher für die Dramen „Patterns“ und „Requiem for a Heavyweight“. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört die Ko-Autorenschaft von „Planet der Affen“ (1968).

TwilightZone Still (2)Mit seiner Mystery-Serie „The Twilight Zone“ wandte er sich 1959 dem phantastischen Genre zu. Bis zum Jahr 1965 liefen fünf Staffeln, die makabren, oft wendungsreichen Geschichten stammen mehrheitlich aus Serlings Feder: Er schrieb 89 von insgesamt 151 Episoden. Die Storys der je halbstündigen Folgen bieten Endzeit- und andere Sci-Fi-Szenarien, Schauergeschichten und gelegentlich leicht moralinsaure Märchen und Melodramen. Häufig merken die Figuren, dass sie über magische Gaben verfügen: Stückeschreiber West (Keenan Wynn) lässt in „A World of His Own“ („Requiem für eine Serie“) per Diktiergerät seine Figuren zu realem Leben erwachen.

Oft wird den Menschen ein Herzenswunsch erfüllt, und im Anschluss erleben sie dessen zerstörerische Kehrseite. Andere, wie etwa der herzensgute Straßenhändler Lou Bookman (Ed Wynn) in „One for the Angels“ („Das Geschäft mit dem Tod“), sehen sich mit düsteren Mächten konfrontiert: Mr. Death (Murray Hamilton), Gevatter Tod persönlich, tritt auf, um Lou abzuberufen. Der handelt einen besonderen Deal mit dem Sensenmann aus. Dies ist übrigens eine der Folgen, die mit einer ordentlichen Prise Humor daherkommen. Lou und Mr. Death tauschen einige geistreiche Kurzdialoge aus. Und als Lou von seinem schwarzgekleideten Besucher einen Beweis einfordert, seufzt der leicht genervt auf und berührt mit der Hand eine Blume auf dem Fensterbord, die blitzartig das Köpfchen sinken lässt!

Die Liste der bekannten Namen vor und hinter Kamera ist (nicht nur) in Staffel 1 lang: Unter den Darstellern finden sich Martin Balsam, Ida Lupino, Dan Duryea, Gig Young, Burgess Meredith, Patrick Macnee und Vera Miles. Auf dem Regiestuhl saßen u. a. Robert Parrish, Mitchell Leisen und Ralph Nelson (weitere Namen siehe unten). Im deutschen Fernsehen flimmerte die Serie im ZDF ab Juni 1968 über die Bildschirme, unter dem etwas ungelenken Titel „Unwahrscheinliche Geschichten“.

TwilightZone Still (1)Rod Serling gewann mit der „Twilight Zone“ unter anderem einen Golden Globe (1963) sowie zwei Primetime Emmy Awards. Im Jahr 1965 lief die Serie aus, knapp 20 Jahre später entstand mit „Twilight Zone: The Movie“ (deutscher Titel: „Unheimliche Schattenlichter“, 1983) eine von Steven Spielberg produzierte Kinoversion mit vier Episoden. Spielberg selbst inszenierte eine davon, die anderen Macher waren die damaligen Regie-Hipster Joe Dante („Gremlins“), John Landis („Blues Brothers“) und George Miller („Mad Max“). 1985 gab’s ein Reboot der Serie mit drei Staffeln, 2002 einen weiteren Wiederbelebungsversuch mit lediglich einer Staffel.

Der Gastblogger gibt zu, bislang lediglich ein halbes Dutzend Episoden der ersten „Twilight Zone“-Staffel – und der Serie überhaupt! – gesehen zu haben; auf jeden Fall hat er gestaunt, wie geschlossen und gut getimt die Geschichten inszeniert sind, wie ideenreich geschrieben und wie nuanciert gespielt. Nicht unerwähnt bleiben soll die knackig scharfe Blu-ray-Bildwiedergabe und die schöne Edition der Box – schwarz mit silbernem Prägedruck, enthaltend sechs Discs. Wir freuen uns auf die zweite Staffel, deren Veröffentlichung für März 2014 geplant ist.

Die Episoden der ersten Staffel:

Disc 1:
01. Die leere Stadt (Originaltitel: Where Is Everybody?)
02. Das Geschäft mit dem Tod (One for the Angels)
03. Mr. Dentons zweite Chance (Mr. Denton on Doomsday)
04. 16mm Traumwelt (The Sixteen-Millimeter Shrine)
05. Vielleicht in der Sommernacht (Walking Distance)
06. Die Rücktrittsklausel (Escape Clause)

Disc 2:
07. Gefangen in der Einsamkeit (The Lonely)
08. Alle Zeit der Welt (Time Enough at Last)
09. Die Macht der Träume (Perchance to Dream)
10. Das Geisterschiff (Judgment Night)
11. Der Testflug (And When the Sky Was Opened)
12. Der Hausierer (What You Need)

Disc 3:
13. Der Mann mit den tausend Gesichtern (The Four of Us Are Dying)
14. Und der Name sei Erde (Third from the Sun)
15. Wie ein Pfeil im Wind (I Shot an Arrow into the Air)
16. Der Anhalter (The Hitch-Hiker)
17. Der letzte Dollar (The Fever)
18. Flug ohne Wiederkehr (The Last Flight)
19. Die Farbe des Todes (The Purple Testament)

Disc 4:
20. Friedhof der Träume (Elegy)
21. Spiegelbilder (Mirror Image)
22. Die Monster der Maple Street (The Monsters Are Due on Maple Street)
23. Das Doppelleben (A World of Difference)
24. Lang lebe Walter Jameson (Long Live Walter Jameson)
25. Samuel Conrad und die Reise zum Mars (People Are Alike All Over)
26. Die Zeitmaschine (Execution)
27. Traum vom Comeback (The Big Tall Wish)

Disc 5:
28. Mister Valentines Neuanfang (A Nice Place to Visit)
29. Das Kind auf der Treppe (Nightmare as a Child)
30. Nicht nach Fahrplan (A Stop at Willoughby)
31. Für ein Dollar Liebe (The Chaser)
32. Der Mann mit der Trompete (A Passage for Trumpet)
33. Mr. James B. W. Bevis (Mr. Bevis)
34. Goldfingerhut (The After Hours)
35. Baseball mit Herz (The Mighty Casey)
36. Requiem für eine Serie (A World of His Own)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Vera Miles haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgeführt.

TwilightZone Still (4)

Veröffentlichung: 22. November 2013 als 6-Blu-ray-Box und 6-DVD-Box

Länge: 932 Min. (Blu-ray), 895 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Twilight Zone
USA 1959/1960
Regie: diverse
Drehbuch: diverse, u. a. Rod Serling, Charles Beaumont, Richard Matheson
Besetzung: Earl Holliman, Martin Landau, Ron Howard, Jack Warden, Rod Taylor, Vera Miles, Inger Stevens, Warren Oates, Claude Akins, Kevin McCarthy, Roddy McDowall, Jack Klugman, u. v. m.
Zusatzmaterial: Audiokommentare zu diversen Episoden, unveröffentlichter Pilotfilm „The Time Element“, 18 Radio Dramas, isolierte Filmmusik zu den Episoden, Promos, Ausschnitt der Verleihung der Emmy-Awards, alte Ton- Interviews u. a. mit Mitgliedern von Cast und Crew u. v. m.
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2013 by Dirk Ottelübbert
Fotos & Packshot: © 2013 Koch Media

 

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