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Der Hobbit – Smaugs Einöde: Ein fabelhaftes Abenteuer

10 Dez

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The Hobbit: The Desolation of Smaug

Kinostart: 12. Dezember 2013

Gastrezension von Florian Schneider

Fantasy-Abenteuer // Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen der Herr-der-Ringe-Saga und der Hobbit-Trilogie: Während Peter Jackson für die Ring-Saga trotz Überlängen den Inhalt der Bücher bei Weitem nicht vollständig in die Filme packen konnte, handelt es sich beim Hobbit um eine relativ kurze Geschichte, die in ihrer filmischen Adaption einige Erweiterungen erfährt. Ein Nachteil ist das nicht, denn Jackson gelingt es ausgezeichnet, die ursprüngliche Geschichte spannend und extrem unterhaltsam auszuschmücken. Dies gilt bislang besonders für den zweiten Teil „Der Hobbit – Smaugs Einöde“. Ob auch hier die alte Regel gilt, dass die zweiten Teile von Mehrteilern oft die besten sind (vgl. die beiden „Krieg der Sterne“-Trilogien, „Lethal Weapon“, „Indiana Jones“ und „Zurück in die Zukunft“), wird sich zwar erst nach dem Erscheinen des dritten Teils erweisen, doch soviel steht jetzt schon fest: „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist ein richtig guter Film geworden und stellt vergleichbares aktuelles Blockbuster-Kino wie „Iron Man 3“ und „Thor – The Dark Kingdom“ locker in den Schatten.

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Bilbo geht im Düsterwald auf Spinnenjagd

Waren die Action-Sequenzen im ersten Teil teilweise arg unübersichtlich und beinahe schon ermüdend, flutscht es jetzt so richtig – Tempo, Timing und Dynamik reißen einen vom Sitz, die Spezialeffekte sind atemberaubend und der Drache Smaug (gesprochen von Benedict Cumberbatch) verspeist ein digitales Kunstwerk wie Gollum locker zum Frühstück. Hach, der Drache – auf ihn warten wohl viele Zuschauer des ersten Teils bereits sehnsüchtig, doch das Warten lohnt nicht nur, auch die Wartezeit gestaltet sich äußerst kurzweilig.

Die Truppe um den „Meisterdieb“ Bilbo Beutlin (Martin Freeman), den Zauberer Gandalf (Ian McKellen) und die Zwergentruppe mit ihrem Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) ist weiter unterwegs zum Einsamen Berg, in dessen Eingeweide nicht nur ein altes Zwergenreich liegt, sondern auch der Drache Smaug haust. Bereits zu Beginn des Films erfahren wir nun auch den eigentlichen Zweck der Reise: Bilbo soll für Thorin den Arkenstein wiederbeschaffen. Dieser Edelstein ist ein Symbol der Zwergenkönige, sein Besitz würde Thorin dazu legitimieren, die Zwergenvölker unter seiner Herrschaft zu vereinen. Doch bevor Bilbo den Versuch wagen kann, dem ungeheuerlichen Smaug den Stein abzujagen, muss die Truppe erst einmal die beschwerliche Reise zum Einsamen Berg bewältigen. Dass Gandalf, während der Rest der Truppe mit Spinnen, Waldelben und Orks konfrontiert wird, dem Geheimnis des finsteren Nekromanten auf die Spur kommen will, macht das Abenteuer umso beschwerlicher.

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Ein Ork kommt selten allein

Eine der wirklich gelungenen Erweiterungen, die Regisseur Peter Jackson der ursprünglichen Geschichte hinzugefügt hat, ist das Wiedersehen mit dem Elben Legolas (Orlando Bloom) aus der „Herr der Ringe“-Trilogie. Nachdem dieser die Zwerge erst bei seinem Vater, dem Waldelbenkönig, im Verlies festsetzt, entwickelt er sich im weiteren Verlauf zu einem wichtigen Helfer und gnadenlosen Orkkiller. Man darf gespannt sein, wie Jackson seine Rolle im dritten Teil weiter entwickeln wird.

Apropos Orkkiller: Für eine Freigabe ab 12 Jahren wird ganz schön derbe gehackt, aufgespießt, gemetzelt und geköpft, aber dies sei nur am Rande erwähnt. Fazit bleibt, dass „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ eine deutliche Steigerung zum ersten Teil darstellt und in allen Belangen runder und unterhaltsamer geraten ist.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Cate Blanchett und/oder Benedict Cumberbatch sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen bzw. Schauspieler aufgelistet.

Länge: 161 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: The Hobbit: The Desolation of Smaug
USA/NZ 2013
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh. Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro, nach einem Roman von J. R. R. Tolkien
Besetzung: Martin Freeman, Ian McKellen, Benedict Cumberbatch, Luke Evans, Orlando Bloom, Evangeline Lilly, Cate Blanchett, Mikael Persbrandt, Stephen Fry, Richard Armitage, Ken Stott, Graham McTavish, William Kircher, James Nesbitt, Stephen Hunter, Dean O’Gorman, Aidan Turner, John Callen, Manu Bennett, Sylvester McCoy
Verleih: Warner Bros. Pictures Germany

Copyright 2013 by Florian Schneider

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Legolas ist wieder da!

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Gandalf macht sich auf, das Geheimnis um den Nekromanten zu lüften

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Von den Waldelben können die Zwerge vorerst keine Hilfe erwarten

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Die Flucht aus der Elbenfestung gelingt

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Das Ziel vor Augen: Die Zwergenfeste am Einsamen Berg

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Gandalf kann seinen Gefährten nicht beistehen

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Thorin (r.) bittet Bilbo, zur Tat zu schreiten

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2013 Warner Bros. Ent.

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