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Trance – Gefährliche Erinnerung: Wer verarscht hier wen?

14 Dez

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Trance

Von Matthias Holm

Thriller // Danny Boyle hat’s wieder geschafft. Der Mann, der anscheinend im jeden Genre zu Hause ist, hat einen fesselnden Heist-Thriller zustande gebracht, der mit drei hochkarätigen Schauspielern in Gestalt von James McAvoy, Vincent Cassel und Rosario Dawson in den Hauptrollen punktet.

Details zur Story sollen hier nicht verraten werden; ähnlich wie bei „Inception“ packt der Film den Zuschauer mehr, je weniger er über die Story weiß. Die wenigen Sätze zum Inhalt in der seinerzeitigen Rezension zum Kinostart im Blog reichen völlig aus. Eine weitere Parallele zu Christopher Nolans Traumfilm ist die Verwischung von Wirklichkeit und Einbildung. Irgendwann können der Protagonist Simon (McAvoy) und auch der Zuschauer nicht mehr unterscheiden, was real und was Fiktion ist. Hinzu kommt, dass anscheinend jeder etwas vom großen Gewinn abhaben möchte. So ist „Trance“ ein Verwirrspiel auf zwei Ebenen gleichzeitig, die jedoch beide plausibel aufgelöst werden.

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Welches Spiel treibt Elizabeth?

Zu erwähnen ist auch die Musik: Boyle versteht es wie kein Zweiter, seine Handlung mit dem richtigen Score zu untermauern. Hier werden die Charaktere stets von tief wummernden Bässen getrieben, die sich auch beim Zuschauer tief ins Mark pumpen.

Die drei Hauptdarsteller dürfen zeigen, was sie können. Dass Vincent Cassel schauspielern kann, war schon länger klar, aber es ist immer wieder eine Freude, ihn in als Gangster zu beobachten. James McAvoy („Drecksau“) muss eine wahre Tour de Force durchmachen und zeigt allein mit seiner Mimik wohl sämtliche Gemütsregungen, die ein Mensch nur haben kann. Und auch Rosario Dawson, die dem Rezensenten bisher eigentlich immer unsympathisch war, macht eine tolle Figur (Im doppelten Sinne).

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Simon erinnert sich an nichts mehr

„Trance“ ist ein Film, bei dem es sich lohnt, ihn mehrmals zu schauen. Wer Danny Boyles Ästhetik mag und Lust auf einen spannenden, doppelbödigen Thriller hat, kann bedenkenlos zugreifen. Blu-ray und DVD enthalten übrigens ein Easter Egg mit dem Titel „Trance Unravelled“, das die Ereignisse in knapp sieben Minuten chronologisch zeigt. Wer nach Ende des vollständigen Films noch verwirrt ist, kann sich damit vielleicht einige Fragen beantworten.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Danny Boyle sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit James McAvoy in der Rubrik Schauspieler.

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Hübscher Rahmen, aber kein Gemälde

Veröffentlichung: 6. Dezember 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Türkisch u. a.
Originaltitel: Trance
GB 2013
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge
Besetzung: James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson
Zusatzmaterial: Entfallene Szenen, Die Entstehung des Films, Danny Boyles Filme, Kurzfilm „Eugene“ von Spencer Susser, Original Kinotrailer, Easter Egg
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2013 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2013 Twentieth Century Fox Home Entertainment

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