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Machete Don’t Joke – Machete Kills

16 Dez

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Machete Kills

Kinostart: 19. Dezember 2013

Von Volker Schönenberger

Action // Wer erinnert sich noch an „Machete don’t text“? Eine nette kleine Anspielung darauf zeigt in der Fortsetzung, dass Machete mit der Zeit geht. Darüber hinaus lernen wir nun auch: „Machete don’t tweet.“ „Machete don’t fail.“ „Machete don’t smoke.“ „Machete don’t joke.“ Und vor allem: „Machete happens.“

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Charmeur Machete mit seinem besten Stück

Ein schäbiger Trailer für einen billigen Grindhouse-Film eröffnet den Exploitation-Abend: „Machete Kills Again … in Space!“ Jawohl, den dritten Teil der Trilogie wird’s offenbar geben, angekündigt hatte Robert Rodriguez ihn bereits vor dem Dreh des zweiten. Nun ja, man mag von derlei Franchise-Auswüchsen halten, was man will, „Machete“ war als Fake-Trailer des Grindhouse-Double-Features von Rodriguez und Quentin Tarantino unterhaltsam, als eigenständiger Film dann nicht minder. Also gönnen wir uns den Spaß ein drittes Mal (wenn’s ihn denn geben wird).

Hoppla – fehlt da nicht erst noch etwas? Klar – Teil 2: „Machete Kills“. Zu Beginn wird dem ebenso feingeistigen wie redseligen Dauerlächler Machete (Danny Trejo) übel mitgespielt: Seine Freundin Sartana (Jessica Alba) stirbt an einer Kugel im Kopf, er selbst wird aufgehängt. Ein Anruf des US-Präsidenten (Carlos Estevez aka Charlie Sheen) befreit den Langmesser-Träger vom Strick. Im Gegenzug soll Machete die USA vor einer nuklearen Bedrohung durch den mexikanischen Schurken Mendez (Demian Bichir) retten. Es stellt sich heraus, dass der den Auslöser einer auf Washington gerichteten Atomrakete operativ an sein Herz angeschlossen hat. Hört das Herz auf zu schlagen, macht sich die Bombe auf den Weg.

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Beeindruckend: das Waffenarsenal von Miss San Antonio

Erwartungsgemäß tummeln sich in „Machete Kills“ diverse finstere Gestalten, die gegenüber Machete mit ein paar Ausnahmen keine guten Absichten haben. Da ist beispielsweise die sadistische Bordellmutter Desdemona (Sofia Vergara), die mit ihren Prostituierten auf die Jagd geht. Sie ist fein bewaffnet mit einem Maschinenpistolen-BH sowie einer Gemächt-Pistole – Moment mal! Genau, die kennen wir aus „From Dusk Till Dawn“ an Sex Machine alias Tom Savini (der wieder einen Gastauftritt hat) und aus „Desperado“, wo sie Antonio Banderas nützlich war.

Auch Mendez’ Mitarbeiter Zaror (Marko Zaror) erweist sich als schwer totzukriegender Geselle. Dann gibt’s den Killer Chamäleon, gespielt von Walton Goggins („The Shield“). Oha, der trägt seinen Namen zu Recht, nun nimmt er die Maske ab und entpuppt sich als … Holla ho, der ist ja auch nur Maske, darunter verbirgt sich … Und noch einer. Wo soll das nur hinführen? Da wird man ja ganz gaga … Als letzter Fiesling von eminenter Bedeutung sei der Geschäftsmann Luther Voz (Mel Gibson) genannt. Zum Glück für Machete gibt’s aber auch Luz (Michelle Rodriguez), die nach wie vor ein Auge auf ihn geworfen hat. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass sie nur noch eines hat.

Action, Explosionen, Schießereien, Blut, abgetrennte Körperteile und sonstige Metzeleien sind die Hauptbestandteile des Films, der insofern dem Vorgänger treu bleibt. Es splattert nicht zu knapp, die 16er-Altersfreigabe durch die FSK kommt einigermaßen überraschend. Schade, dass es sich in erster Linie um am Computer generierten Splatter handelt. Handgemacht sieht’s einfach besser aus.

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Luz riskiert für Machete einiges

Nicht nur das erwähnte Chamäleon liefert Überraschungen, auch andere Figuren enthüllen im Verlauf Unerwartetes. Ob all das in irgendeiner Form logisch ist, ist ohne Bedeutung, es soll Spaß machen, was es meist auch tut. Die von Mel Gibson und Carlos Estevez alias Charlie Sheen verkörperten Figuren allerdings wirken etwas verschenkt. Die Aussage, dass „Machete Kills“ das Niveau des Vorgängers hält, mag für manche Grund genug sein, ihn zu meiden. Sie verpassen dann, wie Machete zu Dr. Seltsam und Luz à la Han Solo in den Kälteschlaf befördert wird. Am Ende gibt’s dann auch ein Finale, das die Tür zu Teil 3 schlüssig (haha) ganz weit aufstößt. Warten wir ab, ob Rodriguez denn auch hindurchgehen wird. Aber vorher mit ganz viel Bier im Rucksack ab in den Kinosaal zu „Machete Kills“!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von und/oder mit Mel Gibson und/oder Danny Trejo sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 107 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Machete Kills
USA/RUS 2013
Regie: Robert Rodriguez
Drehbuch: Kyle Ward, Robert Rodriguez, Marcel Rodriguez
Besetzung: Danny Trejo, Mel Gibson, Carlos Estevez, Michelle Rodriguez, Demian Bichir, Sofia Vergara, Lady Gaga, Antonio Banderas, Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Tom Savini, Jessica Alba
Verleih: Universum Film

Copyright 2013 by Volker Schönenberger

Fotos & Trailer: © 2013 Universum Film

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