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Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten: So geht 3D richtig

17 Dez

Dinosaurier_3D-Hauptplakat

Gastrezension von Matthias Holm

Kinostart: 19. Dezember 2013

Computertrick-Abenteuer // Dinosaurier sind schon faszinierend. Obwohl sie vor langer Zeit ausgestorben sind, finden Paläontologen immer wieder neue Fossilien und rekonstruieren daraus, wie die Erde damals aussah. Auch auf Kinder wirken Dinosaurier beinahe magisch anziehend, oder wer fand als kleines Kind den Tyrannosaurus Rex oder den Stegosaurus nicht cool? Die BBC-Serie „Walking with Dinosaurs“ hat diese Faszination nun auf die Kinoleinwand gebracht – mit tollen visuellen Effekten, aber einer unnötigen Geschichte.

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Patchi und sein Freund Alex

Der Pachyrhinosaurus Patchi hat’s nicht leicht: Erst schlüpft er als letztes aus dem Ei, dann ist er auch noch der Kleinste und hat Probleme, an das von Mama gebrachte Essen zu kommen. Sein großer, deutlich stattlicher gebauter Bruder Bruto kommt da schon eher nach dem Vater, dem Herdenführer. Doch Patchi findet in dem Vogel Alex einen Freund, mit dem er zusammen die urzeitliche Welt erkundet. Obendrein verliebt er sich in das Dino-Weibchen Juniper. Als der Winter einbricht, muss die Herde gen Süden ziehen. Eine beschwerliche Reise beginnt.

Die gesamte Rahmenhandlung um Patchi, seinen Bruder Bruto, das Mädchen Juniper und den vorlauten Vogel Alex hätte man sich im Grunde sparen können. So wird der Eindruck vermittelt, man wolle die Tiere vermenschlichen. Das geht auch dadurch in die Hose, dass ausschließlich diese vier Hauptfiguren sprechen – und das noch nicht mal mit Mundbewegungen, sondern lediglich durch eingesprochene Texte aus dem Off. Die Kleinsten unter uns wird das allerdings eher wenig stören. Für sie ist die Geschichte vom kleinen Patchi aufregend gestaltet, der kleine Dino macht allerlei Entdeckungen, während er immer größere Prüfungen bestehen muss, um zu überleben.

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Die hübsche Saurierdame Juniper (r.) hat’s Patchi angetan

Es ist ganz angenehm, Otto Waalkes einmal nicht als „Ice Age“-Faultier Sid zu hören. Er hat hörbar Spaß an der Rolle des Vogels, der gern witzige Kommentare von sich gibt, sich allerdings auch leicht von Essen ablenken lässt. So hat Alex die meisten Lacher als witziger Sidekick völlig zu Recht auf seiner Seite. Die anderen Sprecher arbeiten das Drehbuch samt den den Urzeittieren in den Mund gelegten vermeintlich witzigen Sprüchen eher routiniert ab. Es wirkt aber etwas merkwürdig, dass die ausgewachsenen Dinosaurier immer noch die gleichen Stimmen haben wie als Babys.

Während die Kleinen bei der Geschichte mitfiebern, können die Großen die Technik bestaunen. Bei den Dreharbeiten sind die gleichen Kameras zum Einsatz gekommen, die bereits bei „Avatar“ und „Life of Pi“ für offene Münder gesorgt haben. Auch hier zahlt es sich aus: Die Landschaftspanoramen sehen atemberaubend aus. Den Animatoren muss ebenfalls Respekt gezollt werden. Zu jeder Zeit sieht man, wie viel Liebe im Detail herrscht. Wenn die, später in die aufgenommen Hintergründe eingefügten, Dinosaurier laufen, sieht man die Muskeln (oder auch das Fett) sich mit bewegen, bei Detailaufnahmen kann man förmlich die Schuppen zählen. In Kombination ergibt das ein großartiges Erlebnis, die Dinosaurier sehen teilweise ziemlich real aus. Da stört es dann auch nicht, wenn kurze Segmente im Film mehrfach verwendet werden.

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Die Herde muss weiter

Wer über die Weihnachtszeit einen Film zum Kinobesuch mit der ganzen Familie sucht und keine Lust auf den nächsten Disney-Film hat, der ist mit „Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten“ gut bedient. Ein rundum netter Familienfilm.

Länge: 88 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Originaltitel: Walking with Dinosaurs 3D
GB/USA/AUS 2013
Regie: Barry Cook, Neil Nightingale
Drehbuch: John Collee
Deutsche Stimmen: Otto Waalkes, Patrick Roche, Manuel Straube, Marie-Christin Morgenstern
Originalstimmen: John Legiuzamo, Justin Long, Tiya Sircar, Skyler Stone
Verleih: Constantin Film Verleih GmbH

Copyright 2013 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2013 Constantin Film Verleih GmbH

 

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