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Ojemine: Vindicator

29 Dez

Vindicator-Cover

The Vindicator

Von Volker Schönenberger

SF-Horror-Action // Billige Synthie-Klänge, sonderbare Klamotten, Uralt-Anzeigen auf Computer-Bildschirmen – wir müssen uns in einem Actionfilm der 80er-Jahre befinden. „Vindicator“ beschert uns eine hochintelligente Vision von – Moment, vertan. „Vindicator“ beschert uns üblen Trash mit billigen Spezialeffekten. Kaum zu glauben, dass in den Credits Stan Winston mit seinen Studios als Schöpfer der Titelfigur genannt ist – jener Stan Winston, der für technisch herausragende Produktionen wie „Aliens – Die Rückkehr“, „Predator“, „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ an den Effekten gearbeitet hat, um nur einige zu nennen. Ob er für „Vindicator“ ein paar Produktionsabfälle aus dem zwei Jahre zuvor entstandenen „The Terminator“ verwendet hat? Als Bewerbungsreferenz für spätere Projekte wird Winston den Film kaum genutzt haben.

Pam Grier reißt es auch nicht raus

Der Vindicator ist halb Mensch, halb Maschine – ein künstlicher Astronaut (!), erschaffen aus den Überresten des Wissenschaftlers Carl Lehman (David McIlwraith), der vermeintlich bei einer Explosion in der Forschungseinrichtung starb, für die er arbeitete. Sein verbrecherischer Boss Alex Whyte (Richard Cox) hat sich den beinahe toten Körper Lehmans unter den Nagel gerissen, um seine Forschungen am lebenden Menschen zu beenden. Ein Aggressionsmodul lässt den Vindicator auf Berührungsreize umgehend mit tödlicher Gewalt reagieren. Dumm nur, dass eine Mitarbeiterin Whytes die Fernsteuerung vom Körper der Mensch-Maschine entfernt. Er bricht aus, streunt fortan als Rächer durch die Gegend und nimmt aus der Ferne Kontakt zu seiner schwangeren Frau Lauren (Teri Austin) auf. Das ist ganz großes Kino – Verzeihung: ganz kleines Video. Um etwas Positives zu sagen: Blaxploitation-Queen Pam Grier ist zu sehen. Immerhin etwas, auch wenn ihre Rolle als Vindicator-Jägerin Hunter (haha) keine Begeisterungsstürme verursacht. Ihr Ende ist dann auch weitgehend sinnfrei – verzeiht den kleinen Spoiler!

Man mische etwas Frankenstein mit einer Prise RoboCop und einer Portion Terminator, entferne jegliches Niveau – heraus kommt der Vindicator. Für Freunde billigster 80er-Action mag der Film die Sichtung wert sein, aber niemand soll hinterher behaupten, von „Die Nacht der lebenden Texte“ nicht gewarnt worden zu sein.

Die Filme der Reihe „Horror Cult Uncut“ – erschienen am 11. Januar 2013:

01. Audrey Rose – Das Mädchen aus dem Jenseits
02. Carrie – Des Satans jüngste Tochter
03. Chucky – Die Mörderpuppe
04. Amityville Horror
05. Der Affe im Menschen
06. Das Ding aus dem Sumpf
07. Die Frösche
08. Die Körperfresser kommen
09. Lifeforce – Die tödliche Bedrohung
10. Lord of Illusions
11. Return of the Living Dead
12. Ravenous – Friss oder stirb
13. Die, Monster, Die! Das Grauen auf Schloss Witley
14. Das Pendel des Todes
15. Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes
16. Die Rückkehr des Dr. Phibes
17. Theater des Grauens
18. Vindicator

Länge: 92 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch
Originaltitel: The Vindicator
KAN 1986
Regie: Jean-Claude Lord
Drehbuch: Edith Rey, David Preston
Besetzung: Richard Cox, Pam Grier, Maury Chaykin, Stephen Mendel, Micki Moore, David McIlwraith, Teri Austin
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2013 by V. Beautifulmountain
Packshot: © 2013 Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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