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Das Filmjahr 2013 – meine Top 15 (III)

01 Jan

Lassen wir die Katze aus dem Sack – hier sind meine Top Fünf (Klick auf den Titel führt wie gehabt zu den Rezensionen):

5. Evil Dead

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Evil Dead, © 2013 Sony Pictures Home Entertainment

Nu’ isses passiert: Das Remake der Mutter aller Waldhütten-Horrorfilme ist mit Wirkung vom 29. November 2013 auf dem Index gelandet. Das ist angesichts der bei „Evil Dead“ zu sehenden Gewaltexzesse nicht verwunderlich. Der Terrorfilm ist grimmig und ironiefrei, ein blutiges Stück Fleisch, das mit Kettensäge, Nagelpistole und anderen Utensilien bearbeitet, durchgekaut und ausgespuckt wird. Der Gott des Gemetzels wird seine helle Freude gehabt haben – ich hatte meine ebenfalls.

4. Inside Llewyn Davis

And now for something completely different: ein ganz wunderbares cineastisches Highlight von den Coen-Brüdern. Wir begleiten einen begabten, aber lebensuntüchtigen Sänger durch New York City. Nebenbei wirft „Inside Llewyn Davis“ einen Seitenblick auf die Folkrock-Szene des Jahres 1961 an der US-Ostküste. Mein Gastautor Dirk Ottelübbert hat das Werk beim Filmfest Hamburg gesehen und zauberhafte Worte über eine zauberhafte Tragikomödie gefunden.

3. Elysium

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Elysium, © 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

Mein Film des Jahres – so dachte ich nach Besuch der Pressevorführung. Nun ist er doch nur auf Rang 3 gelandet, macht aber nichts bzw. umso besser – da hatte ich nach „Elysium“ noch zwei besondere Kinoerlebnisse (mit Rang 4 sogar drei). Matt Damon kämpft sich als dem Tode geweihter Held wider Willen im Jahr 2154 von der krisenzerfurchten Erde auf eine Raumstation für die High Society – das ist ein kluger Kommentar zu den heute schon zu beobachtenden Abschottungstendenzen der Reichen. Der Fokus des Films liegt auf Action, dennoch ist er tiefgründig genug, um anhand eines futuristischen Szenarios zum Nachdenken über das Hier und Heute anzuregen – eine der Aufgaben intelligenter Science-Fiction.

2. Only Lovers Left Alive

Was für ein seltener Glücksfall: Da sitzt man als ausgewiesener Horrorfan in der Pressevorführung eines Vampirfilms, der überhaupt keine Horrorelemente enthält – und kommt aus der Begeisterung gar nicht mehr heraus. Jim Jarmuschs melancholischer Blick auf ein vampirisches Liebespaar ist ganz großes Kino und gehört in jede Bestenliste, die den Namen verdient haben will. Tilda Swinton und Tom Hiddleston sind hinreißend. Meine Gastautorin Anja Rohde hat ihre eigene Begeisterung in formidable Formulierungen gefasst – es ist ihr Film des Jahres.

1. Gravity

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Gravity, © 2013 Warner Bros. Entertainment Inc.

Als Egozentriker alter Schule habe ich keine Probleme damit, mich selbst zu zitieren: Näher dran am Gefühl eines schwerelosen Weltraumspaziergangs kann man mit einem Film nicht sein als bei „Gravity“. Das ist der Grund, weshalb er auf Rang 1 steht. Für weitere Anmerkungen verweise ich auf meine Kinorezension, mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen.

Das waren meine 15 Topfilme des Filmjahrs 2013. Vielleicht wäre der eine oder andere von mir ignorierte nach Sichtung in der Liste aufgetaucht, aber das ist eine müßige Spekulation. Fürs Filmjahr 2014 hat sich übrigens schon jetzt ein Kandidat für die Top Fünf, wenn nicht Top Drei, gezeigt: „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Das neue Kinojahr beginnt vielversprechend.

Zustimmung, Widerspruch, Ergänzungen, Kritik, eine eigene Liste – im Kommentarfeld stets willkommen.

Rang 15 bis 11
Rang 10 bis 6
Rang 5 bis 1

Copyright 2013 by V. Beautifulmountain

 
3 Kommentare

Verfasst von - 2014/01/01 in Film, In eigener Sache

 

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3 Antworten zu “Das Filmjahr 2013 – meine Top 15 (III)

  1. V. Beautifulmountain

    2014/01/01 at 13:44

    Auch ’ne feine Liste. THE PLACE BEYOND THE PINES war auch ein Kandidat für mein Ranking und wäre an einem anderen Tag vielleicht auch drin gelandet. OBLIVION muss ich mir wohl doch mal geben. Hatte zur Pressevorführung keine Zeit oder keine Einladung. Als zahlender Gast gehe ich nur noch selten ins Kino (heute Abend mal wieder: DAS ERSTAUNLICHE LEBEN DES WALTER MITTY in der Originalfassung – aber da bin ich sogar eingeladen) und auf Blu-ray bzw. DVD ist OBLIVION bislang an mir vorbeigegangen.

     
    • belmonte

      2014/01/01 at 14:26

      Oblivion hat eine tolle Ästhetik, aber die Story ist schwach.

       
  2. Marco

    2014/01/01 at 13:24

    Ok, gar nicht so einfach eine Rangfolge zu bilden. Ich bringe es auch von Haus aus nur auf 10. Hier sind sie:

    10 – Olympus Has Fallen (Einfach Popcornkino vom Feinsten und am Ende gewinnen „die Guten“)
    9 – Before Midnight (Wenn Worte 90 Minuten unterhalten können, ist das eine Leistung)
    8 – Django Unchained (Typischer Tarantino mit allem Zipp und Zapp – allein mir fehlt die Abwechslung)
    7 – Zero Dark Thirty (spannend, Kontrovers, irritierend)
    6 – Evil Dead (So müssen Remakes aussehen, Tschaka!)
    5 – Oblivion (großartige Bilder und düstere Vision, perfekt auf der großen Leinwand)
    4 – Der Hobbit – Smaugs Einöde (solider Jackson mit bahnbrechenden Schlussakkord)
    3 – Gravity (Unglaubliche Bilder, intensives Schauspiel, für sowas wurde das Kino erfunden)
    2 – World War Z (Zombie mal anderns, aber nicht minder spannend und aufreibend)
    1 – The Place beyond the Pines (intensives Independent-Kino at its best, Geht sowas von unter die Haut…)

     

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