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Die Rückkehr des Dr. Phibes – Leichen pflastern seinen Weg

06 Jan

Rueckkehr_Phibes-Cover

Horror // Untrennbar verbunden mit Vincent Price – das gilt für etliche Filme. Nennt man den Titel oder die von ihm verkörperte Figur, kommt umgehend der ebenso würdevolle wie theatralische Horror-Schauspieler in den Sinn. François Delambre aus „Die Fliege“ nebst Fortsetzung ist ein Beispiel dafür, Nicholas Medina aus „Das Pendel des Todes“, auch Prince Prospero aus „Die Maske des Roten Todes“, um nur einige zu nennen. Eine seiner letzten derart prägenden Figuren – bald darauf legte er als Edward Lionheart in „Theater des Grauens“ noch fulminant nach – ist seine zweifache Verkörperung des Dr. Anton Phibes in „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes“ von 1971 und seiner 1972er-Fortsetzung.

Zu Beginn des Sequels rekapituliert eine Stimme aus dem Off die Ereignisse von vor drei Jahren. Phibes hatte sich nach seiner Mordserie damals selbst neben seine tote Frau gelegt und einbalsamiert in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Eine seltene Mondkonstellation setzt nun einen Mechanismus in Gang, der ihn erwachen lässt. Begierig, seine geliebte Victoria ebenfalls ins Leben zurückzuholen, muss er feststellen, dass ihm ein dafür erforderlicher Papyrus gestohlen worden ist. Mithilfe seiner Assistentin Vulnavia (Valli Kemp) holt er es sich zurück, was einen arglosen Butler das Leben kostet. Das antike Dokument weist den Weg zum Fluss des Lebens in Ägypten, dessen Wasser Unsterblichkeit verheißt. Auf der Suche danach geht Phibes gewohnt ideenreich über Leichen.

Selbstzweckhafter Horror?

Die Fortsetzung hält jederzeit das Niveau des Vorgängers, was Originalität der Morde, die ebenso sinistre wie überkandidelte Ausstrahlung der Titelfigur, den schwarzen Humor und die Atmosphäre angeht. Phibes deklamiert seine Texte herrlich pathetisch. Das Lexikon des internationalen Films hält das Sequel zwar für schwächer, weil es schon in die Richtung selbstzweckhafter Horrorschocker gehe, die eklige Grausamkeiten und deutlichen Sadismus bebildern. Das muss uns aber angesichts solch origineller Tötungsszenarien wir dem Schraubstockbett nicht weiter stören.

In Teil 1 hatte Virginia North Phibes’ Assistentin Vulnavia gespielt, war aber aufgrund ihrer Schwangerschaft verhindert, den Part in der Fortsetzung erneut zu übernehmen. Für sie übernahm Valli Kemp. An sich war Vulnavia in „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes“ getötet worden. Darum scherte man sich allerdings nicht, ihre Wiederkehr bleibt unerklärt.

Vincent Price bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Die Fliege (1958)
House on Haunted Hill (1959)
Schrei, wenn der Tingler kommt (1959)
Die Verfluchten (1960)
Das Pendel des Todes (1961)
Die Maske des Roten Todes (1964)
Stadt im Meer (1965)
Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)
Die Rückkehr des Dr. Phibes (1972)
Theater des Grauens (1973)
Das Haus der langen Schatten (1983)

Die Filme der Reihe „Horror Cult Uncut“ – erschienen am 11. Januar 2013:

01. Audrey Rose – Das Mädchen aus dem Jenseits
02. Carrie – Des Satans jüngste Tochter
03. Chucky – Die Mörderpuppe
04. Amityville Horror
05. Der Affe im Menschen
06. Das Ding aus dem Sumpf
07. Die Frösche
08. Die Körperfresser kommen
09. Lifeforce – Die tödliche Bedrohung
10. Lord of Illusions
11. Return of the Living Dead
12. Ravenous – Friss oder stirb

Veröffentlichung 6. Dezember 2013:

13. Die, Monster, Die! Das Grauen auf Schloss Witley
14. Das Pendel des Todes
15. Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes
16. Die Rückkehr des Dr. Phibes
17. Theater des Grauens
18. Vindicator

Länge: 85 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Holländisch
Originaltitel: Dr. Phibes Rises Again
GB/USA 1972
Regie: Robert Fuest
Drehbuch: Robert Fuest, Robert Blees
Besetzung: Vincent Price, Peter Cushing, Robert Quarry, Hugh Griffith, Terry Thomas, John Thaw
Zusatzmaterial: Original Kinotrailer, Wendecover
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2013 by Volker Schönenberger
Packshot: © 2013 Twentieth Century Fox Home Entertainment

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