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Das Geheimnis meines Erfolges – Geld oder Liebe? Beides!

18 Jan

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Komödie // Mensch, den hab’ ich damals doch im Kino geschaut. 1987? Bin ich wirklich schon so ein alter Sack? Lassen wir das. Funktionieren diese 80er-Yuppie-Komödien auch jenseits nostalgischer Gefühle von Kerlen wie mir, die sich an ihre Jugend erinnern? Moment – will ich mich überhaupt an meine Jugend erinnern? Was soll’s, auf zum Selbstversuch, ab in den Blu-ray-Player mit der Rezensions-Disc.

Das Bild ist schon mal klasse. Stammt der Film wirklich von 1987? Die Neusichtung bringt sogleich eine Erkenntnis, die ich entweder seinerzeit nicht mitbekommen oder im Anschluss verdrängt habe: In Minute Vier sind ganz kurz die Top-Models Cindy Crawford und Tatjana Patitz zu sehen – wohl als Ausblick auf die unbegrenzten Möglichkeiten, die sich dem von Michael J. Fox verkörperten Landei Brantley Foster in New York City bieten. Brantley ist von Kansas in den Big Apple gekommen, um sein Glück zu machen.

Der Start ist wenig ermutigend: Sein Apartment ist eine Bruchbude, der ihm zugesagte Job existiert schon nicht mehr. Glücklicherweise befinden wir uns in der Sorte Film, in der das Happy-End programmiert ist. Auf dem Weg dorthin muss sich Brantley mit einem entfernt verwandten kaltherzigen Karrieristen von Onkel (Richard Jordan) und einer notgeilen – zum Glück nur angeheirateten – Tante (Margaret Whitton) herumschlagen, bevor er zum beruflichen Erfolg auch die große Liebe in Gestalt der aparten Karrierefrau Christy Wills (Helen Slater) findet. War das jetzt zu viel verraten? Egal, ist doch eh alles vorhersehbar.

Noch ein Gastauftritt – sogar deutlich schöner als der der beiden Models: Nach einer guten Stunde sehen wir Mercedes Ruehl in einer kaum eine Minute langen Szene als weise Barfrau Sheila. Vier Jahre später erhielt sie für ihre Nebenrolle in „König der Fischer“ einen Oscar.

Von der Postzentrale in die Konzernführung – naiver geht’s nimmer. Okay, über das Bett der Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden, das kann hinhauen. Den Selbstversuch spare ich mir aber. Das Zeitalter der Yuppies und Dinks gilt nicht gerade als Gipfel der Warmherzigkeit im Berufsleben. Die Aufsteigerkomödie hätte durchaus Potenzial für satirische Spitzen, erschöpft sich aber darin, letztlich doch das Hohelied des wirtschaftlichen Erfolgs zu singen und ein Leben im Luxus als erstrebenswertes Gut zu verkünden.

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Brantley sucht im Big Apple sein Glück

Was in den Achtzigern nett anzuschauen war, ist immerhin auch heute ein kurzweiliges Vergnügen, auch wenn nicht alle Gags zünden. Brantleys Kollege Fred Melrose (John Pankow) ist mit einigen Texten für ein paar Schmunzler gut, einige amüsante Ideen hat der Film obendrein zu bieten. Die Verführungsszene im Swimming-Pool inklusive Badehosenklau mit dem Score aus „Der weiße Hai“ zu untermalen – nicht schlecht. Apropos Soundtrack: „Sometimes the Good Guys Finish First“ von Pat Benatar, „Walking on Sunshine“ von Katrina and the Waves (ein Wohlfühlsong vor dem Herrn), „Oh Yeah“ von Yello und vor allem „Don’t Ask the Reason Why“ von Restless Heart – was für eine Schnulze mit ganz viel 80er-Tünche! Die Musik kann man wahlweise fein oder fürchterlich finden. Ach was – entscheiden wir uns für fein!

Der Berufsjugendliche Michael J. Fox und Helen Slater sind ein sympathisches Paar. Am Ende ist „Das Geheimnis meines Erfolges“ für mich dann doch eher ein nostalgischer Spaß gewesen als ein herausragendes Filmerlebnis. Aber Spaß ist mehr als manch aktuelle Komödie zu bieten hat.

Veröffentlichung: 17. Januar 2014 als Blu-ray

Länge: 110 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Secret of My Success
USA 1987
Regie: Herbert Ross
Drehbuch: Jim Cash, Jack Epps Jr., AJ Carothers
Besetzung: Michael J. Fox, Helen Slater, Richard Jordan, Margaret Whitton, John Pankow
Zusatzmaterial: Interviews mit Michael J. Fox, deutscher Trailer, Originaltrailer, Bildergalerie
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2014 by V. Beautifulmountain
Foto & Packshot: © 2014 Koch Media

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