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Num8ers Station – Killer Cusack kriegt die Krise

22 Jan

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The Num8ers Station

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // An sich ein Routineauftrag für CIA-Agent Emerson Kent (John Cusack): die Eliminierung einer Zielperson nebst Leibwächtern und Zeugen. Doch bei einer jungen Frau bekommt er Hemmungen, sein Chef Grey (Liam Cunningham) muss den Mord für ihn erledigen.

Der dienstmüde Kent wird an einen Zahlensender im englischen Suffolk versetzt, der verschlüsselte Geheimdienstinformationen überträgt. Dort freundet er sich mit Katherine (Malin Åkerman) an, die für die Station als Ansagerin arbeitet. Der vermeintlich harmlose Posten entpuppt sich eines Tages als Todesfalle: Bei ihrer Ankunft am Zahlensender werden Kent und Katherine beschossen. Die beiden können sich in die Station retten und verbarrikadieren. Kent fordert Hilfe an. In vier Stunden soll sie eintreffen.

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Katherine und Kent werden beschossen

Einigermaßen fesselnd ist der Thriller ja geraten, einen bleibenden Eindruck hinterlässt er aber nicht. Das Setting in der verbarrikadierten Numbers Station bringt immerhin etwas düster-spannende Atmosphäre. Die Angreifer kommen schnell ins Bild und sind recht eindimensional geraten. Ihr Absichten bleiben eine Weile unklar, interessieren aber ohnehin nicht recht. Als sie zutage treten, löst das auch nur Schulterzucken aus. Die Beziehung zwischen Katherine und Kent ist ebenfalls nicht dazu angetan, mit den beiden mitzufiebern. So ist „The Num8ers Station“ ein Thriller von der Stange, der nach einmaliger Sichtung bald vergessen ist.

Ach, Cusack, was hattest du mal für wunderbar charmante Rollen! Der Auftragsmörder beim Klassentreffen in „Grosse Pointe Blank“ (1997), der Romantiker auf der Suche nach der vom Schicksal vorherbestimmten Liebe in „Weil es dich gibt“ (2001), der Plattensammler beim Abklappern der Ex-Freundinnen in – natürlich – „High Fidelity“ (2000), um nur drei zu nennen. Okay, auch sein Part als Edgar Allan Poe in „The Raven“ (2012) war nicht schlecht, der Film um die letzten Tage des Schriftstellers stimmungsvoll und schön anzuschauen. Dass ein auf die 50 zugehender Schauspieler nicht mehr den unbeschwerten Sonnyboy spielt, ist einzusehen. Mittlerweile häufen sich bei John Cusack aber belanglose Rollen wie diese. Auch die Verkörperung eines Serienkillers in „Frozen Ground“ war eher Konfektionsware. Als Richard Nixon in „Der Butler“ war Cusack nur einer von vielen. Warten wir ab, ob ihm David Cronenberg in „Maps to the Stars“ ein paar neue Facetten entlocken kann. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit John Cusack sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 24. Januar 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 92 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: The Num8ers Station
USA/GB/BEL 2013
Regie: Kasper Barfoed
Drehbuch: F. Scott Frazier
Besetzung: John Cusack, Malin Åkerman, Liam Cunningham, Lucy Griffiths, Richard Brake, Bryan Dick, Joey Ansah
Zusatzmaterial: Making-of, Trailer, BD-Live, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Universum Film GmbH

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Foto & Packshot: © 2014 Universum Film GmbH

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