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Sharktopus – Zähne und Tentakel

08 Mrz

Sharktopus-Cover

Gastrezension von Matthias Holm

Horror-Action // Hai-Horror ist der Hit unter Trash-Liebhabern. So ziemlich jede Version wurde abgegrast: Haie im Supermarkt, Haie als Geister, Haie im Tornado, Haie im Sand, Haie im Schnee. Riesenhaie, Haie mit zwei Köpfen. Da wurde es allmählich Zeit, den Hai mit anderen Kreaturen zu kreuzen. Heraus kommt: der Sharktopus – 50 Prozent Hai, 50 Prozent Oktopus, 100 Prozent tödlich!

Wie bei den meisten Filmen dieser Gattung ist die Story eher zu vernachlässigen. Es geht um ein Gen-Experiment für die Armee, das natürlich außer Kontrolle gerät. Also muss der gut aussehende Söldner Andy Flinn (Kerem Bursin) ran, um das Genexperiment wieder einzufangen.

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Der Sharktopus greift an

Aber mal ehrlich – wen interessiert bei dieser Art Film die Story? Wichtig ist der Trash-Faktor. Und der ist bei Sharktopus hoch: Das Monster ist herrlich schlecht getrickst. Dazu gehört auch, dass S11, so der Codename der Kreatur, anscheinend seine Größe ändern kann: Mal scheint er riesig wie ein großes Boot zu sein, nur um kurz darauf locker in eine winzige Lagune zu passen.

Auch bei den Schauspielern wird dem Freund des schlechten Geschmacks einiges geboten: Außer gut auszusehen kriegen sie nämlich wenig hin. Am meisten Spaß macht der einst für „Runaway Train“ Oscar-nominierte Eric Roberts. Seine schauspielerische Leistung mit „Autopilot“ zu umschreiben, wäre geschmeichelt.

Leider hat der Film eine kleine Schwäche: Er versucht, eine Geschichte zu erzählen. Statt munter drauflos zu splattern oder mehr aberwitzige Einfälle, wie den Tod einer Bungeejumperin, einzubauen, kriegen die Figuren zu viele Dialoge. Wären diese noch ein bisschen dämlicher, hätte das durchaus Unterhaltungswert. Da das aber nicht der Fall ist, lassen all diese Unterhaltungen den Film etwas zäh geraten – trotz seiner moderaten Lauflänge von knapp 90 Minuten.

Bei derlei Macken ist es verwunderlich, dass der Film in 3D eine gute Figur macht. Während sämtliche Bildfehler beibehalten wurden, gibt das 3D eine schöne Plastizität, auch wenn man sich bei einem solchen Partyfilm ein bisschen mehr Spektakel à la Pop-Out-Effekte etc. erwartet hätte.

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Powered by Photoshop

Letzten Endes ist „Sharktopus“ natürlich kein guter Film – im Gegenteil. In einer Trash-Sammlung darf er dennoch nicht fehlen – von denen gibt es ja mit Sicherheit welche. Und wer nicht genug bekommen kann: Es sind bereits zwei Fortsetzungen angekündigt, in denen der Sharktopus gegen andere Mischwesen antreten soll: In Teil zwei geht es gegen eine Kreuzung aus Pterodaktylus und Pfeilhecht, im unter dem Titel „Sharktopus vs. Mermantula“ geplanten Abschluss der Trilogie gegen eine Mensch-Piranha-Tarantel-Kreatur. Na denn …

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Roger Corman sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, auch solche, bei denen er Produzent war wie in diesem Fall.

Veröffentlichung: 6. März 2014 als 3D Blu-ray, 16. Februar 2012 als Blu-ray und DVD

Länge: 88 Min. (Blu-ray), 85 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
USA 2010
Regie: Declan O’Brien
Drehbuch: Mike MacLean
Besetzung: Héctor Jiménez, Sara Malakul Lane, Eric Roberts, Kerem Bursin, Liv Boughn
Zusatzmaterial: Trailer
Vertrieb: Tiberius Film

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Ja – solche Bilder gibt’s häufiger

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Tiberius Film

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