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Need for Speed – Gib Gas, ich will Spaß

18 Mrz

NfS-Plakat

Need for Speed

Kinostart: 20. März 2014

Von Volker Schönenberger

Action // Schon mal ein Videospiel der „Need for Speed“-Reihe gespielt? Ich schon – von Teil 2 (1997) bis Teil 10 („Most Wanted“, 2005) hab’ ich mich an sieben oder acht Versionen des Arcade-Racers versucht, mal am PC, mal an der PlayStation 2. Nun also der Film zur Game-Reihe. Klares Urteil: Die Macher der Kino-Adaption haben sich die Spiele ganz genau angeschaut und deren Geist und Rennspaß perfekt eingefangen.

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Lasst die Reifen qualmen und quietschen!

Die Boliden im Film sind hochtourige Muscle-Cars und europäische Supersportwagen unterschiedlicher Marken: Ford Mustang, Ford Gran Torino, Chevrolet Camaro, Pontiac GTO, Lamborghini Sesto Elemento, Bugatti Veyron, McLaren P1 – zum Zungeschnalzen. Auch die Rennsequenzen des Films erinnern mit ihren unterschiedlichen Streckenführungen und Straßenverhältnissen nicht zufällig an die Spiele. Mal geht’s durch Großstadt-Straßen, dann über endlos scheinende Highways und über staubige Pisten abseits des Asphalts. In den „Hot Pursuit“-Teilen der Spielreihe taucht Polizei auf – viel Polizei. Die ebenfalls mit mächtig vielen Pferdestärken ausgestatteten Fahrzeuge der Ordnungshüter verrichten ihre Verfolgungsjagden gern im Pulk. Polizeiwagen blockieren die Straße, Polizei-Hubschrauber versuchen aus der Luft, die illegalen Rennen zu stoppen. All das findet sich auch im Kinofilm. Sogar ein Supersprung ist auf der Leinwand zu bewundern – in den Spielen ein Feature für massig Bonuspunkte.

Nun ist Werktreue gegenüber einem Videospiel nicht automatisch ein Qualitätskriterium für einen Actionfilm. Bei „Need for Speed“ jedoch ist sie es: Die Rennszenen sind rasant und knackig, sie sorgen für schweißnasse Hände und offenstehende Münder.

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Ein Ass hinterm Lenkrad: Tobey Marshall

Ach ja – eine Handlung gibt’s auch. Sie dient – was sonst? – lediglich als Aufhänger für die Inszenierung der Rennszenen und ist insofern sekundär, kurz angerissen sei sie dennoch: Mechaniker Tobey Marshall (Aaron Paul, „Breaking Bad“) fährt in seiner Heimat in der Provinz gern illegale Straßenrennen. Als der ehemalige NASCAR-Rennstar Dino Brewster (Dominic Cooper, „Captain America – The First Avenger“) dort nach Jahren wieder auftaucht, kommen alte Konflikte wieder hoch – er hatte Tobey seinerzeit dessen Freundin Anita (Dakota Johnson) ausgespannt. Eins führt zum anderen, eine riskante Wette endet tragisch, was Tobey in den Knast bringt. Nach seiner Entlassung wollen Tobey und Dino an einem illegalen Straßenrennen in Kalifornien teilnehmen, das der schwerreiche Monarch (Michael Keaton) organisiert hat. Tobey muss allerdings erst einmal von der Ostküste aus die USA durchqueren. Auf seinem Beifahrersitz: die aparte Julia Maddon (Imogen Poots, „Drecksau“). Dino setzt alles daran, Tobeys Teilnahme zu verhindern …

Fast & Furious 6“ und einige andere Teile der Reihe mit Vin Diesel und Paul Walker haben deutlich mehr inhaltliche Substanz zu bieten – und die sind ja selbst nicht unbedingt tiefgründig. Aber vernachlässigen wir einfach die Handlung von „Need for Speed“ und erfreuen wir uns an der waghalsigen Action. Die macht nämlich einfach Spaß. Ein No-Brainer im positiven Sinne.

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Ein Mustang hebt ab

Abschließend ein Wort zu 3D: Zu Beginn des Films ist die dritte Dimension kaum zu bemerken, bis weit ins erste Rennen hinein bleibt sie unauffällig. Dann jedoch fällt mit dem Umfahren eines Einkaufswagens mit den Habseligkeiten eines Obdachlosen der Startschuss zu einer fulminanten 3D-Umsetzung. Die Tiefenwirkung im Bild ist klasse und was da von der Leinwand in den Kinosaal prasselt – Respekt! Also ab in den Kinositz, anschnallen, zurücklehnen, in die Armlehnen krallen und – Action!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Michael Keaton sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 130 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Need for Speed
USA 2014
Regie: Scott Waugh
Drehbuch: George Gatins
Besetzung: Aaron Paul, Imogen Poots, Dominic Cooper, Michael Keaton, Scott Mescudi, Dakota Johnson
Verleih: Constantin Film Verleih GmbH

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Skandal! Die Polizei greift ins Rennen ein

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Filmplakat & Fotos: © 2014 Constantin Film Verleih GmbH

 

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