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The Return of the First Avenger – Captain is Back

24 Mrz

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Kinostart: 27. März 2014

Von Matthias Holm

Fantasy-Action // Es dauert nicht mehr lange. Nur noch zwei Filme trennen die Comic-Fans dieser Welt von der nächsten großen Vereinigung der Marvel-Helden in „Avengers: Age of Ultron“. Doch bevor es mit James Gunns „Guardians of the Galaxy“ in die Tiefen des Weltalls geht, muss der patriotischste aller Helden eine Verschwörung innerhalb von S.H.I.E.L.D aufdecken. Dabei stellt sich Captain America in allen Belangen deutlich besser an als in seinem ersten Solo-Abenteuer.

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Streit zwischen Black Widow und dem Captain

Steve Rogers (Chris Evans), auch bekannt als Captain America, hat die Ereignisse aus „The Avengers“ gut verarbeitet und geht seiner Arbeit als S.H.I.E.L.D-Agent nach. Bei einer Rettungsmission entdeckt er, das Black Widow (Scarlett Johansson) anscheinend andere Anweisungen als er bekommen hat. Nach einem Streit mit Direktor Nick Fury (Samuel L. Jackson) und einigen Verwicklungen macht S.H.I.E.L.D plötzlich Jagd auf den Captain. Zusammen mit Black Widow und seinem neuen Freund Sam Wilson alias Falcon (Anthony Mackie) macht er sich auf, um eine Verschwörung aufzudecken, die die ganze Welt bedroht. Doch einer steht dem kleinen Team entscheidend im Weg: Der Attentäter „Winter Soldier“.

Nach der Star-Wars-meets-Marvel-SF-Action aus „Thor – The Dark Kingdom“ befinden wir uns also wieder ganz auf der Erde. Hier gibt es keine Aliens, lediglich eine Hand voll Supersoldaten. Da passt es, dass ein „normaler“ Bösewicht nach einem Tritt von Captain America gern mal ein paar Meter durch die Luft fliegt. Generell ist die Action eher bodenständig gehalten, es wird lediglich geprügelt und geschossen und Autos werden zu Schrott gefahren. Gäbe es die „Blues Brothers“ nicht, „The Return Of The First Avenger“ wäre ein heißer Kandidat für die meisten kaputten Vehikel in einem Film. Highlights sind natürlich die Aufeinandertreffen von Captain America und dem Winter Soldier, dessen Identität allen Comic-Fans kein Geheimnis sein dürfte.

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Der Winter Soldier klaut anscheinend gern Schilde

Auch die Geschichte ist viel bodenständiger, als man es von den Marvel-Filmen seit „The „Avengers“ gewohnt ist. Im Grunde wird hier nämlich eine klassische Spionage-Mission ausgeführt, mit allem was dazu gehört: Vertrauensbrüche, Verkleidungen, Verrat. Dementsprechend düster kommt auch der Film rüber, trotz vieler locker-flockiger Sprüche. Die Regie-Brüder Anthony und Joe Russo tun gut daran, den großen Bösewicht nur etwa bis zur Mitte des Films im Dunkeln zu lassen. Und wem der große Plot-Twist an dieser Stelle unwahrscheinlich erscheint (wie dem Rezensenten): Genau das ist nach dem Zweiten Weltkrieg passiert.

Inzwischen haben sich die Kinogänger an die Figuren aus dem Marvel-Universum gewöhnt. Daher ist es schön zu sehen, wie einige Figuren wie Black Widow alias Natascha Romanov oder Nick Fury sich langsam weiter entwickeln und neue Facetten zeigen. Das kann man von der Hauptfigur leider nicht behaupten: Chris Evans bleibt als Captain America eindimensional und langweilig. Er ist weiterhin der amerikanische Gutmensch, der versucht, sich an die neue Welt mit Mobiltelefonen und Internet zu gewöhnen, einschließlich Musikempfehlungen (Auf seiner Kennenlern-Liste steht beispielsweise „Nirvana“). Da dürfen eine patriotische Rede und eine selbstlose Heldentat gegen Ende natürlich nicht fehlen. Nicht nur an dieser Stelle hätte man den Autoren mehr Mut zu radikaleren und konsequenteren Maßnahmen gewünscht. Eine weitere Enttäuschung ist Oscar-Preisträger Robert Redford. Er spielt seinen Alexander Pierce so gelangweilt, dass man den Eindruck gewinnt, er werde gleich einschlafen.

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Warum greift S.H.I.E.L.D seinen besten Soldaten an?

Da wir gerade bei den negativen Aspekten sind: Schleichwerbung war schon immer Teil der Filmindustrie. Doch nie war sie so offensichtlich wie in diesem Fall. Es ist schon fast peinlich, wenn zwei Chevroltes nebeneinander halten, nur damit die Kamera ihre Embleme viel zu lange zeigen kann. Von dem Hacken eines Geheimcodes in einem Apple-Store (!!) ganz zu schweigen.

Am Ende trüben diese Negativaspekte den Filmgenuss aber nur gering. Nach dem Abschluss der Handlung werden neue Freunde und Feinde in Stellung gebracht und in einer der beiden obligatorischen Post-Credit-Szenen bekommt der Zuschauer einen ersten Blick auf die möglichen Gegenspieler in „Avengers – Age of Ultron“. Nach dem eher lahmen und zähen ersten „Captain America“-Film hat Steve Rogers mit einer spannenden Geschichte und viel Fausteinsatz bewiesen, dass er im Kino Spaß machen kann. Geht doch.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Scarlett Johansson sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Samuel L. Jackson und/oder von oder mit Robert Redford in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 128 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Captain America – The Winter Soldier
USA 2014
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely, nach der Comicvorlage von Joe Simon and Jack Kirby
Besetzung: Chris Evans, Scarlett Johansson, Cobie Smulders, Sebastian Stan, Emily VanCamp, Samuel L. Jackson, Robert Redford, Hayley Atwell, Dominic Cooper, Stan Lee
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2014 Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH / Marvel

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