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The Garden of Words – Kurz und schön

28 Mrz

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Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Melodram // 46 Minuten kurz ist „The Garden of Words“. Da überlegt man sich glatt zweimal, ob man sein sauer verdientes Geld dafür hergibt. Wer es tut, bekommt allerdings auch 46 wunderbare Minuten, dessen melancholische Geschichte nur von der Schönheit der animierten Bilder übertroffen wird.

Der Schüler Takao hat einen ungewöhnlichen Traum: Er möchte Schuhmacher werden. Immer, wenn es vor Beginn der Schule in Tokio regnet, schwänzt er die ersten Stunden und setzt sich in den Pavillon eines Parks, um Entwürfe zu zeichnen. Eines Tages trifft er dort auf eine Frau, die morgens bereits Bier trinkt und Schokolade isst. Die beiden nähern sich allmählich an, bald schon freuen sie sich über die starke Regenzeit. Doch der Sommer kommt immer näher.

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Takao liebt den Regen

Die Geschichte um die beiden Regenliebhaber wirkt trotz – oder wegen – der sehr kurzen Laufzeit ruhig und getragen. Die aufregendste Szene ist da wohl eine kurze Schlägerei, die allerdings recht einseitig ausfällt. Es ist zudem hilfreich, wenn man als Zuschauer ein wenig Wissen über die japanische Kultur und Haikus, eine japanische Art des Gedichtes, mitbringt.

Es ist eine schöne Story, über Menschen, die versuchen, ihre Träume zu verwirklichen oder versuchen, eben diese Träume wiederzufinden. Doch getoppt wird diese Geschichte von den Kunstwerken von Bildern, die sie erzählen. Jede Einstellung strotzt vor Details und sieht unfassbar gut aus. Besonders das Wasser und der Regen wirken äußerst realistisch. Zur Rezension lag lediglich die DVD vor; es ist davon auszugehen, dass die Blu-Ray noch eine Schippe drauf legen kann.

Als Extras gibt es außer Interviews auch den sechsminütigen Kurzfilm „Proud Future Theater“, in dem es um die Entfremdung einer Tochter von ihrem Vater geht. Ähnlich wie der Hauptfilm schafft es die Story, dem Zuschauer am Ende ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

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Kann man sich das als Poster drucken lassen?

Der Song „Rain“ am Ende von „The Garden of Words“ ist als Sinnbild für den Film gut gewählt. Unaufgeregt gelingt es ihm, den Zuschauer mit einem warmen und schönen Gefühl aus dem Film zu führen. Wer glaubt, dass Animes immer gleich Fantasy-Action sein müssen, bekommt hier ein wunderbares Gegenbeispiel. Wenn der Preis stimmt, sollte man sich als Anime-Freund „The Garden of Words“ auf jeden Fall anschauen.

Veröffentlichung:
28. März 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 46 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Koto no ha no niwa
JAP 2013
Regie: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Zusatzmaterial: Kurzfilm „Proud Future Theater“, Filmografie von Makoto Shinkai mit Previews, Interviews mit Makato Shinka und japanischen Sprechern, bewegtes Storyboard, Trailer
Vertrieb: AV Visionen GmbH

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Selbst die Zeichnungen in den Zeichnungen sehen fantastisch aus

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Makoto Shinkai / Comix Wave Films / AV Visionen GmbH

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