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Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt: Zu Unrecht untergegangen

03 Apr

Atlantis-Cover

Gastrezension von Matthias Holm

Zeichentrick-Abenteuer // Betrachtet man sich die Filmografie des großen Disney-Studios, fällt eine Sache auf: Von „Tarzan“ (1999) bis „Küss den Frosch“ (2009) hat das Studio zwar zehn Zeichentrickfilme produziert, allerdings ist nicht ein Film dabei, den man als großen Klassiker in Erinnerung hat. Nun werden die Filme eben dieser zehn Jahre nach und nach auf Blu-Ray veröffentlicht. Einer davon ist „Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“.

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Bauchfrei war schon 1914 angesagt

Es ist das Jahr 1914 und der junge Wissenschaftler Milo hat einen großen Traum: Er möchte eine Expedition zusammenstellen, um das sagenumwobene versunkene Inselreich Atlantis zu finden. Die Suche nach Geldgebern erweist sich als schwierig, doch dann stellt ihm der exzentrische Mr. Whitmore, ein Freund von Milos Großvater, alles zur Verfügung: Mannschaft, U-Boot, Forschungsutensilien. Nach einigen Schwierigkeiten und hohen Verlusten schafft es die Truppe tatsächlich, die versunkene Stadt zu finden. Doch welche Ziele verfolgt der der Expeditionsleiter Commander Rourke?

Das Studio von Micky Maus ist mit „Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ ein großes Risiko eingegangen. Zwar ist der Film immer noch kindgerecht, allerdings gibt er sich viel erwachsener als die Musical-Filme aus den 90ern. Es wird nicht gesungen, die Liebesgeschichte bleibt im Hintergrund und der Protagonist blutet sogar zweimal (auch wenn das nie von langer Dauer ist).

Das Abenteuer orientiert sich bei der Geschichte offensichtlich an den Romanen von Jules Verne. Das geht sogar soweit, dass das Forschungs-U-Boot wie eine Version von Kapitän Nemos „Nautilus“ aussieht. Das Tempo des Films ist dabei durchgängig hoch. Es gibt viele Action-Szenen, was den Film allerdings sehr gehetzt wirken lässt. Kaum sind die Forscher in Atlantis angekommen, muss auch schon wieder etwas Besonderes passieren. Ein wenig mehr Ruhe hätte hier und da gutgetan.

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Die sehen aber nicht nach Forschern aus

Das verdirbt ein wenig den Spaß an dem ansonsten guten Film – ähnlich wie der unsägliche Abspann-Song der „No Angels“. Der Zeichenstil ist interessant und unkonventionell, die Figuren allesamt liebenswürdig (mit Ausnahme des gelegentlich nervigen Hauptcharakters). „Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ reicht zwar nicht an die großen Filme aus dem Hause Disney heran, sein Nischendasein hat er allerdings auch nicht verdient.

Am selben Tag wie „Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ erscheinen bei uns auch die Disney-Animationsfilme „Ein Königreich für ein Lama“ (2000), „Der Schatzplanet“ (2002), „Die Kühe sind los“ (2004) sowie der aktuelle „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ (2013) erstmals auf Blu-ray.

Veröffentlichung: 3. April 2014 als Blu-ray

Länge: 95 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch, Spanisch, Flämisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Holländisch, Spanisch
Originaltitel: Atlantis – The Lost Empire
USA 2001
Regie: Gary Trousdale, Kirk Wise
Drehbuch: Tab Murphy
Deutsche Stimmen: Stephan Kampwirth (Milo), Reiner Schöne (Rourke), Berno von Cramm (Whitmore), Maria Schrader (Kida), Udo Wachtveitl (Vinny)
Zusatzmaterial: Zusätzliche Szenen, Wie spricht man Atlantisch?
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment

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Was hat es mit dem Kristall auf sich?

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Walt Disney Studios Home Entertainment

 

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