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Force of Execution – Der Stich des Skorpion

16 Apr

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Force of Execution

Von Volker Schönenberger

Action // Gangster-Platzhirsch Mr. Alexander (Steven Seagal) hat Ärger mit dem aufstrebenden Ice Man (Ving Rhames). Der will sein Imperium übernehmen. Deshalb holt Alexander seine Nachwuchshoffnung Hurst (Bren Foster) zurück, den er nach einem missglückten Mordauftrag foltern ließ. Hurst hat sich seitdem dem Alkohol hingegeben, seine malträtierten Hände kann er nicht mehr gebrauchen – zum Kämpfen schon mal gar nicht. Sein Nachbar Oso (Danny Trejo) hilft Hurst wieder auf die Beine und macht ihn fit für die Auseinandersetzungen.

Das falsche Opfer

Dass Hurst ohne Murren und Knurren dem Mann hilft, der ihn zum Krüppel foltern ließ – nur eins der vielen Logiklöcher, die „Force of Execution“ aufbietet. Ein Beispiel ist die Anfangssequenz: Darin tarnt sich Hurst als Knastwärter und dringt in eine Strafanstalt ein, um einen Insassen umzulegen. Doch der Ice Man zeigt ihm den falschen Mann. Allein dieser Auftakt hinterlässt ein großes Fragezeichen.

Hurst ist zwar ein Wrack, kann aber dennoch kämpfen wie ein Guter – sogar ohne Verwendung seiner Hände. Damit er die im späteren Verlauf des Films auch noch einsetzen kann, haben sich die Macher des Films einen besonderen Kniff einfallen lassen: Oso treibt ein paar spezielle Skorpione auf, die Hurst in die Hände stechen und deren Gift die Heilung der geschundenen Handknochen bewirkt – nachdem Oso sie mit einem Meißel noch einmal gebrochen hat, wohlgemerkt. Noch Fragen?

Manchmal ist Schweigen Gold

Hurst gibt sich vergleichsweise wortkarg. Das wären auch die von Steven Seagal, Ving Rhames und Danny Trejo verkörperten Figuren besser gewesen. Sie sind zwar keine Plaudertaschen, entlarven mit ihren Dialogen aber aufs Deutlichste die mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten der drei Akteure. Wenn man sich von Oneliner zu Oneliner hangelt, fällt das nicht so auf, etwas mehr Schweigsamkeit hätte dem Streifen gutgetan.

Kommen wir zur Habenseite: Einige Actionsequenzen sind recht gelungen. Bren Foster kann anständig kämpfen – Seagal natürlich auch, aber er ist alt geworden. Als Freund gepflegter oder wahlweise auch brachialer C-Action kann man sich das Ding schon anschauen – aber nur, wenn man willens ist, ob der erwähnten Mängel Gnade walten zu lassen. So oder so: Mehr als einmal muss nicht sein.

Steven Seagal bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Force of Execution (2013)
Code of Honor – Rache ist sein Gesetz (2016)
Sniper – Special Ops (2016)

Danny Trejo bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Dead in Tombstone (2013)
Force of Execution (2013)
Machete Kills (2013)
Zombie Hunter (2013)
The Good, the Bad and the Dead (2015)
Hope Lost (2015)
The Night Crew (2015)
3-Headed Shark Attack – Mehr Köpfe, mehr Tote! (2015)
VANish (2015)

Veröffentlichung: 14. April 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 99 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Force of Execution
USA 2013
Regie: Keoni Waxman
Drehbuch: Richard Beattie, Michael Black
Besetzung: Danny Trejo, Steven Seagal, Ving Rhames, Noel Gugliemi, Jesus Jr., David House, Bren Foster, Jenny Gabrielle, Eric Steinig, Sarah Minnich
Zusatzmaterial: Making-of, Trailer
Vertrieb: KSM GmbH

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Packshot: © 2014 KSM GmbH

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