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Bildgewaltig: Die große Enzyklopädie unserer Erde 3D – Nord- und Südamerika

18 Apr

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Gastrezension von Matthias Holm

Natur-Doku // Es scheint eine Regel bei Dreier-Boxen zu sein, dass es immer einen miesen, einen nicht wirklich guten und einen vernünftigen Film gibt. Denn wie schon bei den „Marvel Classics“ ist der Qualitätsunterschied bei dieser Dokumentationsbox verdammt groß. Womöglich ist das auch nur Zufall. Allerdings haben die drei Dokus alle ein gemeinsames Merkmal: Sie bieten alle wunderbare Bilder in 3D.

Amerikas Südwesten

Der erste Film der Box bietet dem Zuschauer eine Art filmischen Reiseführer. Vom Grand Canyon bis zum Death Valley wurden Aufnahmen gemacht, die durchgehend von stimmungsvoller Musik unterlegt sind und zu denen der Off-Kommentator interessante Fakten parat hat. Allerdings strapaziert das auf Dauer ganz schön die Nerven, denn was man vor allem sieht sind Steine. Viele Bilder ähneln einander stark, da ist es schon eine willkommene Abwechslung, mal eine kleine Herde von Wapitis im Schnee zu sehen. Als Einschlafhilfe taugt der Film allemal.

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Schöne Felsen

Faszination Regenwald

Die „grüne Lunge“ der Erde besticht durch eine riesige Tier- und Pflanzenvielfalt. Während die Flora stiefmütterlich behandelt wird und nur einen kleinen Teil der Doku ausmacht, toben sich die Macher bei der Fauna aus: Da werden in allen möglichen Einstellung verschiedene Affen gezeigt, ein Tapir wird gefühlte 30 Minuten mit der Kamera verfolgt. Etwas sonderbar mutet es an, wenn Einwohner gezeigt werden, wie sie anscheinend tolle Sachen erklären, etwa den Mechanismus einer selbst gebauten Falle, während der Erzähler von komplett anderen Dingen spricht. Da war wohl jemand zu faul, das Gesprochene zu übersetzen. Für einen kleinen Überblick über den Regenwald reicht es aber.

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Die Totenkopfaffen sind flinke Regenwaldbewohner

Die Südsee

Ein ungewohnter Einstieg für eine Natur-Doku: die Explosion einer Atombombe. Auf dem Bikini-Atoll wurden bis Ende der 1950er-Jahre nukleare Sprengkörper getestet, die Auswirkungen sind bis heute spürbar. Ansonsten bietet die Dokumentation viele Informationen rund um die Marshallinseln und ihre lebhafte Unterwasserwelt. Obwohl der Film der längste der drei ist, ist er mit einer guten Mischung aus Informationen und fantastischen Unterwasserbildern der unterhaltsamste der Box.

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Wenn die radioaktive Strahlung nicht wäre, könnte man hier prima Urlaub machen

Veröffentlichung: 14. April 2014 als Blu-ray 3D (inkl. 2D-Fassung)

Länge: 214 Min.
INFO Programm gemäß § 14 JuSchG
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
D 2012
Regie: Timo Joh. Mayer, Benjamin Eicher, Norbert Vander
Zusatzmaterial: Bildergalerie, Trailer
Vertrieb: KSM GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 KSM GmbH

 

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