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Freezer – Rache eiskalt serviert: Auf Eis gelegt

23 Apr

Freezer-Cover

Gastrezension von Matthias Holm

Thriller // Kühlräume sind kalt. Verdammt kalt. In dem Thriller „Freezer – Rache eiskalt serviert“ wird dieser simple Fakt benutzt, um den Protagonisten zu foltern. Leider hat das Kammerspiel zu viele Schwächen, um diese Tortur richtig unterhaltsam zu machen.

Robert (Dylan McDermott) hat sich seinen Geburtstag mit Sicherheit anders vorgestellt. Er wacht nämlich in einem Kühlraum auf, umgeben von Schweinehälften. Zu allem Überfluss kommen zwei russische Mafiosi (Milan Malisic, Andrey Ivchenko) durch die Tür und behaupten, Robert hätte ihnen acht Millionen Dollar geklaut. Sie kündigen ihm an, er werde in dem Kühlraum sterben, sofern er nicht mit der Sprache rausrücke, wo er das Geld versteckt hat. Robert muss also versuchen, aus seinem kühlen Sarg zu entkommen, ohne dass es die beiden Schläger und deren Komplizin Alissa (Yuliya Snigir) mitbekommen.

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Das russische Stereotyp (l.): groß, breit gebaut, brutal

Ein gutes Kammerspiel braucht zwei Dinge: gute Schauspieler, denen der Zuschauer gern zusieht, und eine Geschichte, die sich mit einem geschickten Spannungsaufbau zum Ende hin steigert. Beim ersten Punkt muss sich „Freezer“ nichts vorwerfen: Dylan McDermott ist als sympathisches Arschloch gut gecastet und auch die anderen sieben Schauspieler setzen zwar keine Maßstäbe in Schauspielkunst, sind aber ebenfalls keine Totalausfälle.

Woran „Freezer – Rache eiskalt serviert“ letzten Endes scheitert, ist seine Geschichte und ihre mangelnde Entwicklung. Über die gesamte Laufzeit bleibt der Ablauf gleich: Tür geht auf, Robert wird gefragt, wo das Geld ist. Er sagt, er wisse es nicht, woraufhin er verprügelt wird, Tür geht zu. In der Zwischenzeit hat Robert genügend Zeit, um nach verschiedenen Auswegen zu suchen und sich warm zu halten – und wenn schon Schweinehälften da sind, darf auch ein Rocky-Zitat nicht fehlen.

Erst gegen Ende fängt der Film an, den ein oder anderen Twist aus dem Hut zu zaubern. Sie wirken allerdings alle an den Haaren herbeigezogen. Wer bis dahin durchgehalten hat, wird nicht einmal mit einer überzeugenden Auflösung belohnt – sie stellt eher die Logik des gerade Gesehenen in Frage. So macht der Thriller stimmungstechnisch und schauspielerisch alles richtig, versaut es aber letzten Endes durch die blöde Story.

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Ja, das ist Carlisle aus der „Twilight“-Saga

Veröffentlichung:
17. April 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 82 Min. (Blu-ray), 79 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Freezer
USA 2014
Regie: Mikael Salomon
Drehbuch: Tom Doganoglu, Shane Weisfeld
Besetzung: Dylan McDermott, Peter Facinelli, Yuliya Snigir, Andrey Ivchenko, Milan Malisic,
Zusatzmaterial: Hinter den Kulissen, Interviews
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 EuroVideo Medien GmbH

 

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