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Asterix in Amerika – Obelix mag auch Truthahn

08 Mai

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Zeichentrick-Abenteuer // Mit dem Tod René Goscinnys 1977 nahm leider die Qualität der Asterix-Bände schlagartig ab. Zeichner Albert Uderzo fehlten einfach die genialen Ideen und der hintersinnige Humor des Texters Goscinny. Goscinny starb während der Arbeit an „Asterix bei den Belgiern“, der vorletzte unter seiner Mitwirkung fertiggestellte Band war „Die große Überfahrt“, Band 22, der als Vorlage für die 1994er-Zeichentrickversion „Asterix in Amerika“ diente (zwischen der Überfahrt und den Belgiern lag noch „Obelix GmbH & Co. KG“).

Cäsar will den Druiden Miraculix vom Rand der Erdscheibe ins Nichts schleudern lassen, um endlich das unbeugsame gallische Dorf besiegen zu können. Stattdessen landet Miraculix allerdings in einer neuen Welt. Ihm dicht auf den Fersen sind glücklicherweise die tapferen Krieger Asterix und Obelix. Bei ihrer Suche nach dem Druiden treffen die beiden Gallier auf sonderbares, aber wohlschmeckendes Federvieh und mit Federn geschmückte Eingeborene.

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Auf ans Ende der Welt!

„Asterix in Amerika“ gehört zweifellos zu den schwächsten Asterix-Zeichentrick-Abenteuern – über die Realverfilmungen sei ohnehin der Mantel des Schweigens gedeckt. Liegt’s daran, dass der Film unter deutscher Federführung entstanden ist und ihm somit der französische Esprit etwas abgeht? Logisch, das ist wieder Erwachsenenkritik; den beiden sechsjährigen Töchtern des Rezensenten hat der Film gut gefallen. Seit „Der kleine Drache Kokosnuss bei den Indianern“ mögen sie ohnehin Geschichten mit – Indianern.

Natürlich kann man „Asterix in Amerika“ mit dem Fazit „turbulenter Spaß für die ganze Familie“ versehen, und das wäre auch nicht falsch. Aber etwas mehr Pep, etwas mehr Witz, etwas mehr Geist, das wär’s gewesen. Die Vorlage gab das an sich her, aber der selige Goscinny konnte am Film nun mal nicht mehr mitwirken. So bleibt das Abenteuer ein Fall für Asterix-Komplettisten – aber von denen gibt es ja mehr als genug. Wer beispielsweise den Comic-Band 33 „Gallien in Gefahr“ (der mit den Außerirdischen) gekauft hat, hat keine Ausrede, auf „Asterix in Amerika“ zu verzichten.

Veröffentlichung: 10. April 2014 als Blu-ray – am selben Tag wie auch „Asterix der Gallier“, „Asterix und Kleopatra“ und „Asterix erobert Rom“.

Länge: 85 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Schwörerdeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Asterix et les Indians
D/F 1994
Regie: Gerhard Hahn
Drehbuch: Thomas Platt, Rhett Rooster, nach einem Comic von Albert Uderzo und René Goscinny
Zusatzmaterial: Alternativer Abspann für Kinofassung, Making-of, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

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Auch Indianermädchen mögen Idefix

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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