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Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All: Forscher gegen Mikroorganismen

11 Mai

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Science-Fiction // Über New Mexico stürzt in der Nähe der Ortschaft Piedmont eine Militärsonde ab. Nahezu alle Einwohner sterben daraufhin innerhalb von Sekunden. Nur ein Säugling und ein Säufer überleben. Die US-Regierung richtet ein unterirdisches Labor ein, in dem ein Team aus Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Jeremy Stone (Arthur Hill) die Bedrohung untersucht.

Lange vor Wolfgang Petersens „Outbreak – Lautlose Killer“ (1995) und Steven Soderberghs „Contagion“ (2011) inszenierte Robert Wise 1971 diesen sehenswerten Science-Fiction-Film über einen Mikroorganismus aus dem Weltraum und die Bedrohung durch eine tödliche Epidemie. „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ gelingt es, beklemmende Spannung auszulösen – und das ohne Effekthascherei und nahezu ohne musikalische Untermalung. Wenn die Forscher im Schutzanzug durch die unglückliche Kleinstadt gehen und allerorts Leichen finden, lässt das frösteln. In der Folge konzentriert sich der Film auf die Arbeit der Wissenschaftler. Das wirkt zwar bisweilen etwas trocken und altbacken, das permanent über dem Team schwebende Gefühl der Bedrohung gleicht das aber wieder aus. Die zurückhaltende Inszenierung bringt zudem Glaubwürdigkeit. Alles in allem kann der Film durchaus zu den Klassikern des Wissenschaftsthrillers gezählt werden.

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Ein Baby hat überlebt

Als Vorlage diente ein Roman von Michael Crichton („Jurassic Park“), der 2008 als Miniserie erneut verfilmt worden ist. Koch Media veröffentlicht „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ in feinem HD-Transfer erstmals als Blu-ray, und das sogar im Steelbook.

Regisseur Robert Wise machte sich in verschiedenen Genres einen Namen, so im Horrorfilm („The Curse of the Cat People“, „Der Leichendieb“, „Bis das Blut gefriert“) und der Science-Fiction („Der Tag, an dem die Erde stillstand“, „Star Trek – Der Film“). Für „West Side Story“ und „Meine Lieder, meine Träume“ erhielt er 1962 bzw. 1966 den Oscar für die beste Regie, für beide Filme nahm er die Trophäe als Produzent auch für den besten Film entgegen.

„Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ erhielt Oscar-Nominierungen für die Ausstattung und den Schnitt. Für visuelle Effekte zeichnete Douglas Trumbull verantwortlich, der wenig später bei „Lautlos im Weltraum“ Regie führte. Beide Filme liefen seinerzeit in den US-Kinos auch als Double Feature, insofern passt es, dass Koch Media sie gleichzeitig als Blu-ray veröffentlicht.

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Finden die Forscher ein Gegenmittel?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Robert Wise sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet

Veröffentlichung: 17. April 2014 als Blu-ray im Steelbook

Länge: 130 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Andromeda Strain
USA 1971
Regie: Robert Wise
Drehbuch: Nelson Gidding, nach einem Roman von Michael Crichton
Besetzung: Arthur Hill, David Wayne, James Olson, Kate Reid
Zusatzmaterial: Making-of (ca. 30 Minuten), Porträt des Autors Michael Crichton (ca. 13 Minuten), deutscher und amerikanischer Kinotrailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Koch Media

 

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