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X-Men – Zukunft ist Vergangenheit: Fulminant

20 Mai

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X-Men – Days of Future Past

Kinostart: 22. Mai 2014

Fantasy-Action // New York City, die nicht allzu weit entfernte Zukunft: Die Stadt ist ein Trümmerfeld, einstmals stolz emporragende Wolkenkratzer sind Ruinen. Im Schutt: Leichenberge – Menschen wie Mutanten. Szenenwechsel: Moskau. Ein Unterschlupf der Mutanten wird angegriffen. Es sind grauenerregende Kreaturen (später lernen wir, dass sie Sentinels genannt werden), künstliche Monstren mit entsetzlichen Kräften und ohne jede Gnade. Die Mutanten setzen all ihre Fähigkeiten ein, um den Angriff abzuwehren.

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Wolverine – auch im Jahr 1973 gern übellaunig

Diese Actionsequenz zu Beginn von „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ wird in den Kinosälen reihenweise feuchte Handabdrücke auf den Armlehnen hinterlassen. Sie ist mit sensationell nur unzureichend beschrieben. Also volle Aufmerksamkeit von Anfang an!

In der Folge schicken Professor Xavier (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) Logan (Hugh Jackman) alias Wolverine in die Vergangenheit, genauer: ins Jahr 1973. Möglich wird das dank der besonderen Fähigkeit der Mutantin Kitty Pryde (Ellen Page): Sie teleportiert Logans Bewusstsein in sein jüngeres Ich. Seltsam? Aber so steht’s geschrieben … Wolverines Mission dreht sich um ein Projekt des Wissenschaftlers Dr. Bolivar Trask (Peter Dinklage). Dafür benötigt der Mutant mit dem guten Heilfleisch die Hilfe des jungen Xavier (James McAvoy) ebenso wie die Unterstützung des jungen Magneto Erik Lehnsherr (Michael Fassbender). Das erweist sich als schwieriger als gedacht. Obendrein mischt auch die Gestaltwandlerin Raven alias Mystique (Jennifer Lawrence, „American Hustle“) mit und droht, die Mission im Alleingang zum Scheitern zu bringen.

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Dr. Trask fürchtet die Mutanten

Wolverine – Weg des Kriegers“ war eher ein Intermezzo ohne direkte inhaltliche Einordnung in die Chronologie der X-Men-Reihe. „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ schließt an „X-Men – Erste Entscheidung“ an und toppt beide Vorgänger spielend. Wenn’s um die Blockbuster des Jahres geht, verspeisen die X-Men „Godzilla“ zum Frühstück. Und auch der vom Blogger mit Spannung erwartete „Planet der Affen – Revolution“ wird sich warm anziehen müssen, um dieses Niveau zu erreichen.

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Magneto schwebt in der Zukunft …

Es ist die Kombination aus atemraubenden visuellen Effekten, einer großartigen Geschichte und herausragenden Schauspielern, die „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ zu einem grandiosen Kinoerlebnis macht. Story und Figuren gehen bei Filmen mit derartig beeindruckenden Bildern und Actionsequenzen gern mal unter. Nicht in diesem Fall: Die Zeitreise in die frühen 70er ist klasse, die dortigen Ereignisse sind jederzeit fesselnd und interessant, auch die gelegentlichen Szenen in der Zukunft überzeugen nicht nur visuell, sie dienen aber eher als Aufhänger.

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… wie in der Vergangenheit

Kommen wir zu den Schauspielern: Patrick Stewart und Ian McKellen haben vergleichsweise wenig Leinwandzeit, auch die tolle Ellen Page („The East“) agiert lediglich als Katalysator, um die Zeitreise möglich zu machen. Dafür dürfen mit James McAvoy („Drecksau“) und Michael Fassbender („12 Years a Slave“) zwei der derzeit besten aktuellen Stars ihr Können ausspielen. Und dann ist da auch noch „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage. Der sieht zwar – ganz die 70er – aus wie ein verhinderter Pornostar, ist aber als Antagonist eine starke Figur. Von Hugh Jackmans Charisma, seinen Muskelpaketen und seinem knackigen Hintern (Nacktszene!) ganz zu schweigen. Logan muss wieder einiges einstecken und all seine Heilkräfte aufbieten, darf aber mit seinen Knochenklingen im Gegenzug einige Schurken ins Jenseits befördern (im Jahr 1973 ja noch ohne Adamantium).

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Mystique wählt den Alleingang

3D ist ein nettes, aber verzichtbares Gimmick. In den Trailern gibt’s übrigens einmal mehr viel zu viel zu sehen. Ich verzichte auf die Einbettung unter dieser Rezension und rate dringend von der Sichtung eines Trailers ab. Und ja: Den obligatorischen – klitzekleinen – Ausblick auf den nächsten Teil gibt’s auch diesmal wieder, leider erst ganz am Ende des Abspanns. Das Franchise geht also weiter, Regisseur Bryan Singer hat mit „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ die Messlatte für die kommenden „X-Men – Apocalypse“ (2016) und „Wolverine 3“ (2017) denkbar hoch gelegt.

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Können sich Xavier (l.) und Erik zusammenraufen?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Michael Fassbender, Hugh Jackman und/oder James McAvoy sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet, Filme mit Jennifer Lawrence und/oder Ellen Page in der Rubrik Schauspielerinnen.

Länge: 134 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: X-Men – Days of Future Past
USA/GB 2014
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Simon Kinberg
Besetzung: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Peter Dinklage, Patrick Stewart, Ian McKellen, Ellen Page
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Filmplakat & Fotos: © 2014 Twentieth Century Fox

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