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Soul Eater – Volume 3: Folge 27–39: Mit kleinen Schritten auf die Zielgerade

23 Mai

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Sôru îtâ

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Fantasyserie // Allmählich merkt man, dass der Anime „Soul Eater“ deutlich weniger Zeit hat als die Manga-Vorlage: Die Entwicklungen in den letzten 13 Episoden wirken allesamt etwas zusammenhangslos und beliebig. Wer ist zum Beispiel dieser plötzlich ach so wichtige Eibon?

Nachdem es Medusa gelungen ist, den Kishin Asura zu erwecken, verbreitet er seinen Wahnsinn über die gesamte Welt. Das führt dazu, das ein weiterer, uralter Feind der Shibusen erwacht: die Hexe Arachne, die in den 800 Jahren ihres Exils mithilfe kleiner Spinnen über sämtliche Weltgeschehnisse im Bild geblieben ist. Sie bildet mit ihren Helfern Mosquito und Giriko die Gemeinschaft Arachnophobia, deren Ziel die Auslöschung des Shinigami ist.

Inzwischen ist „Soul Eater“ an dem Punkt angelangt, bei dem Neulinge nur noch den Kopf schütteln können. Die Geschichte hat sich schon zu sehr verstrickt, als dass man die Folgen 27 bis 39 mit einen Unwissenden gucken kann. Umso ärgerlicher, dass sich die Macher der Serie dazu verleiten gelassen haben, einzelne Kapitel des Mangas als ganze Folgen zu zeigen. Klar, die gezeigten Ereignisse haben alle einen Bezug zum späteren Verlauf der Story, aber ohne einen ähnlich gelagerten Handlungsstrang wie Kids Suche nach einem ewig fahrenden Zug wirkt die Folge merkwürdig alleinstehend und beliebig.

Wie bereits bei Volume 2 verwundert die FSK-12-Freigabe. Obwohl nicht mehr ganz so viel Blut spritzt – was den geringeren Anteil an Kämpfen geschuldet ist –, tritt durch den Wahnsinn des Kishins immer mehr der Horror-Aspekt hervor. Es ist, obwohl nur gezeichnet, ein verstörendes Bild, wenn der allmählich verrückt werdende Dr. Stein sich nackt unter den Kishin stellt und dieser ihn in einem Wasserfall aus Blut aus seinem Mund badet. Auch dass ein totgeglaubter Antagonist sich in den Körper eines kleinen Mädchens stiehlt, ist nicht unbedingt für Zwölfjährige geeignet.

Sehr cool ist die Rückkehr meines Lieblingscharakters: Der übermächtige Samurai Mifune. Da sich die kleine Hexe, die er beschützt, Arachnophobia angeschlossen hat, kommt es mehrmals zu Auseinandersetzungen mit der Shibusen. Und nachdem Mifune in der zweiten Folge der Serie eine Niederlage gegen den überheblichen Black Star einstecken musste, darf er dem jungen Heißsporn in einer Folge so richtig den Hintern versohlen. Hoffentlich fiel die letzte Auseinandersetzung der beiden nicht dem Zeitdruck des Animes zum Opfer, und wir sehen das Ende dieser Fehde in Volume 4.

Es passt, dass die letzte Folge starke Veränderungen zum Manga aufweist. Bereits hier merkt man, dass die Serie frühzeitig beendet werden musste und die Erzähler einen anderen Twist finden mussten, um den Anime zu einem befriedigenden Abschluss kommen zu lassen. Volume 3 kann dem spannenden Kampf um den Kishin in den vorherigen Episoden nicht ganz das Wasser reichen. Sie macht aber mit einem verdammt guten Cliffhanger Lust auf die letzten Konfrontationen – und das ist es, was am Ende zählt.

Zur Rezension von Volume 1 geht’s hier, zu der von Volume 2 hier und zu der von Volume 4 hier.

Veröffentlichung: 25. April 2014 als Doppel-DVD

Länge: 260 Min. (13 Folgen à 20 Min.)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sôru îtâ
JAP 2008
Regie: diverse
Drehbuch: diverse, nach einem Manga von Atsushi Ohkubo
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: polyband Medien GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Packshot: © 2014 polyband Medien GmbH

 

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