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Wolf Creek 2 – „Welcome to Australia, cocksucker!“

18 Jun

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Wolf Creek 2

Kinostart: 19. Juni 2014

Von Dirk Ottelübbert

Horrorthriller // Über dem australischen Outback brütet die Sonne. Zwei gelangweilte Highway-Bullen blitzen einen Pick-up. Der ist gar nicht zu schnell gefahren, aber „das weiß er nicht“, meinen die Cops grinsend und schmeißen die Sirene an. Sie lassen den Fahrer, einen älteren Typen mit kariertem Hemd, Schlapphut und Backenbart, strammstehen. Seine Schrottmühle müsse von der Straße, er selbst solle sich verpissen. Mit dem Wisch in der Brusttasche schaut der Alte den davonbrausenden Ordnungshütern nach.

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Psychopath Taylor legt an – und trifft immer

Wer „Wolf Creek“ (2005) kennt, weiß, was den Cops nun blüht. Denn der joviale Naturbursche und sprücheklopfende Schweinejäger Mick Taylor (John Jarratt) ist ein hinterhältiger Schlächter, ein von allen Skrupeln befreiter Serienkiller; zudem ein gewiefter Fahrer und exzellenter Schütze. Mit Jagdgewehr, Messer und dem Inhalt eines Benzinkanisters befördert Taylor die Polizisten auf nachhaltigste Weise ins Jenseits. Da ist „Wolf Creek 2“, die kompromisslose Fortsetzung des vor neun Jahren entstandenen Slashers, gerade eine Viertelstunde alt.

Taylor räumt natürlich nicht nur die aus dem Weg, welche ihm selbigen versperren und ihm Übles wollen – seine hauptsächliche „Mission“ ist die Jagd auf ausländische Rucksacktouristen. Wie zum Beispiel das Pärchen Rutger (Philippe Klaus) und Katarina (Shannon Ashlyn) aus Deutschland. Taylor „ertappt“ sie nachts beim wilden Campen. Er killt Rutger, das Mädchen flieht panisch – und läuft dem jungen Paul (Ryan Corr) vor den Jeep. Als Taylor so sein Frischfleisch zu verlieren droht, legt er Katarina um. Und nimmt danach natürlich Paul ins Visier.

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Katarina und Rutger ahnen nicht, welches Grauen auf sie wartet

Was folgt? Klarer Fall: eine endlose Hetzjagd durchs Outback. Egal, wohin das Opfer sich auch wendet – dämonengleich taucht der Psychopath immer wieder hinter dem nächsten sandigen Hügel auf. Eine echte Story gibt’s in „Wolf Creek 2“ nicht – trotz kleiner „Oops“-Effekte wie dem Umstand, dass das eingeführte Pärchen auf halber Strecke gemeuchelt wird und der Staffelstab an Paul geht. Die Inszenierung von Greg McLean, der schon Teil 1 drehte, ist kompakt und rasant – von „sauber“ mögen wir in diesem Zusammenhang nicht wirklich reden, haha. Für Fans der harten Gangart wird der Tisch – zumindest in der ungeschnittenen Fassung – reich gedeckt. Scheußliche Schusswunden, Messer-Gemetzel (Taylor zerlegt eins seiner Opfer übrigens zu den Klängen des Country-Klassikers „I Fall to Pieces“!), Highway-Action inklusive zermatschter Kängurus („Sorry, Skippy…!“) und, jaaaaa, einen Folterkeller.

Wie so viele Slasherfilme der letzten zehn Jahre ist „Wolf Creek 2“ harsch und völlig mitleidlos, sieht dem Killer über die Schulter und hält drauf auf Angst und Leid der Opfer. Weder wird mit dem Grauen kokettiert, noch im Mindesten auf Empathie gesetzt. Ein spannendes, wüstes und sehr, sehr grimmiges Vergnügen. „Wolf Creek 2“, ab 18 Jahren freigegeben, wird bei uns im Kino und auf DVD nur in geschnittener Fassung zu sehen sein.

Länge: 103 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
AUS 2013
Originaltitel: Wolf Creek 2
Regie: Greg McLean
Drehbuch: Greg McLean, Aaron Sterns
Besetzung: John Jarratt, Ryan Corr, Shannon Ashlyn, Philippe Klaus, Shane Connor, Chloé Boreham
Verleih: New KSM Cinema

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Im Keller des Killers: der geschundene Paul

Copyright 2014 by Dirk Ottelübbert
Filmplakat & Fotos: © 2014 New KSM Cinema

 

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