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The Raid 2 – Nach Indonesien, der Action wegen

23 Jul

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The Raid 2: Berandal

Kinostart: 24. Juli 2014

Action // „The Raid“ schlug unter den Actionfans ein wie eine Bombe. Eine solch kompromisslose Kombination aus Kampfkunst und Schießerei-Action mit derart hohem Body Count – das gab’s vorher kaum einmal zu sehen. Bemerkenswert auch, dass ein solches Werk von einem walisischen Drehbuchautor und Regisseur in Indonesien gedreht wurde.

Nun kommt die Fortsetzung in unsere Kinos – und sie steht dem Vorgänger in nichts nach. Der Titel ist allerdings irreführend: Raid steht im Englischen für Angriff, Razzia, Überfall, Kommandounternehmen. Das war „The Raid“ 2011 eindeutig – der Film war von Anfang bis Ende nichts anderes als eine groß angelegte Attacke einer vielköpfigen Polizeieinheit auf ein Hochhaus, in dem es vor Gangstern wimmelte. Die Fortsetzung ist deutlich epischer angelegt und knüpft unmittelbar ans Ende von „The Raid“ an.

Undercover in den Knast

Zu sehr sind Indonesiens Gesellschaft, Politik und Polizei vom organisierten Verbrechen durchdrungen, als dass offene Ermittlungen zum Erfolg führen könnten. So erklärt sich Polizist Rama (Iko Uwais) widerstrebend bereit, als verdeckter Ermittler die Organisation von Gangsterboss Bangun (Tio Pakusodewo) zu infiltrieren. Dafür muss er allerdings erst einmal in den Knast, wo Banguns Sohn Uco (Arifin Putra) einsitzt. Einige harte Auseinandersetzungen später hat Rama unter dem Namen Yuda Ucos Vertrauen gewonnen, was ihm nach seiner Entlassung einen Platz in Banguns Bande einbringt.

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Hinter Gittern: Rama alias Yuda

Das Setting strotzt nicht gerade vor Originalität, sondern erinnert an diverse fernöstliche Gangster-Epen. Was „The Raid 2“ aber in puncto Storytelling an Eigenständigkeit fehlt, macht der Actionfilm in den Bereichen visueller Wucht, Kampf-Choreografie und Gewalt locker wett. Regisseur Gareth Evans kommen dabei unter anderem die Martial-Arts-Fähigkeiten seines Hauptdarstellers Iko Uwais und anderer Darsteller zugute, die absolute Cracks in der indonesischen Kampfkunst Pencak Silat sind.

Mörderisch: Hammer Girl und Baseball Bat Man

Zu den gewalttätigen Höhepunkten des an Höhepunkten nicht armen Werks gehören die Auftritte der mörderischen Geschwister: Bei Baseball Bat Man (Very Tri Yulisman) und dem gehörlosen Hammer Girl (Julie Estelle) sind die Namen Programm! Überhaupt sind die Kampfszenen so fulminant, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt. Ein Sturm wütender Häftlinge auf eine Toilettenkabine – klasse. Eine Massenschlägerei auf dem schlammigen Knast-Innenhof – großartig. Ein Schlagabtausch in einem Pkw während einer rasenden Verfolgungsjagd – herausragend. Und erst der Kampf in der Küche – ohne Worte. Freut euch drauf!

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Gnadenlos: Kampf im Knasthof

Logikmängel sind bei derlei kraftvollen Actionfilmen oft zu bemerken und müssen an dieser Stelle nicht als Kritikpunkt erörtert werden. Einer sei als Kuriosum genannt: Normalerweise sind schwer kriminelle Bandenmitglieder gern und gut mit Schusswaffen ausgestattet. Das ist auch in diesem Fall meist so. Doch wenn eine zünftige Schlägerei oder sonstige Metzelszene ohne Schusswechsel auf dem Programm steht, scheinen die Ganoven leichtsinnigerweise ihre Knarren zu Hause gelassen zu haben. Am augenfälligsten ist das in einer – grandiosen – Szene, in der Hammer Girl mit ihren zwei Spitzhämmern in der U-Bahn eine Gruppe junger Schnösel-Gangster aufmischt. Die zücken zur Verteidigung flugs – jeweils kleine Messer. Unterlassen wir den Spoiler, wer die Szenerie aufrechten Ganges verlässt. All diese Szenen laufen übrigens dem Vernehmen nach ungeschnitten bei uns im Kino – und auch für die Heimkino-Auswertung können wir uns anscheinend auf die ganze Pracht freuen.

Alle Action-Fans ins Kino!

Wem soll man „The Raid 2“ ans Herz legen? Fans von „The Raid“? Ein Selbstgänger, die warten schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Ab ins Kino mit euch! Freunden knackiger Kampfkunst-Action? Hinterher! Connaisseuren fernöstlicher Gangsterepen? Lasst die anderen zusammenrücken, für euch ist auch noch Platz! Hartgesottenen Genießern brachialer Gewaltfilme? Ihr steht doch sowieso schon in der Schlange! Freunden cineastischen Arthaus-Kinos? Kommt schon – versucht’s wenigstens mal!

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Mörderisch: Hammer Girl

Länge: 148 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Originaltitel: The Raid 2: Berandal
INDO/USA 2014
Regie: Gareth Evans
Drehbuch: Gareth Evans
Besetzung: Iko Uwais, Yayan Ruhian, Julie Estelle, Arifin Putra, Tio Pakusodewo, Oka Antara, Alex Abbad, Cecep Arif Rahman, Very Tri Yulisman, Donny Alamsyah
Verleih: Studiocanal

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Brenzlig: Verfolgungsjagd

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Filmplakat & Fotos: © 2014 Studiocanal

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Ein Kommentar

Verfasst von - 2014/07/23 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Eine Antwort zu “The Raid 2 – Nach Indonesien, der Action wegen

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