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Ein tödlicher Traum – Somewhere in Time: Zeitreise per Selbsthypnose

13 Sep

Ein_toedlicher_Traum-Cover

Somewhere in Time

Fantasy-Melodram // „Das Pendel des Todes“, „Der Omega-Mann“, „I Am Legend“ – nur drei der vielen Filme, für die der großartige Schriftsteller Richard Matheson als Autor des Drehbuchs oder der Romanvorlage verantwortlich zeichnet. Zumindest bei uns nicht ganz so bekannt sind sein Roman „Bid Time Return“ und dessen Verfilmung „Ein tödlicher Traum – Somewhere in Time“.

Superman geht auf Zeitreise

In seinem ersten Film nach dem ihn zum Star machenden „Superman“ (1978) spielt Christopher Reeve den Theaterschriftsteller Richard Collier, der sich in einem altehrwürdigen Hotel in das Foto einer schönen Frau verliebt – Elise McKenna (Jane „Dr. Quinn“ Seymour). Bald bemerkt er, dass es sich bei Elise McKenna um die alte Frau (Susan French) handeln muss, die ihm acht Jahre zuvor eine alte Taschenuhr zugesteckt und ihn gebeten hatte, zu ihm zurückzukehren. Ein Buch über eine Zeitreise-Theorie lässt in ihm die Überzeugung wachsen, ins Jahr 1912 reisen und die junge Elise treffen zu können. Ein erster Zeitreiseversuch scheitert, doch dann entdeckt er einen Beweis, dass es ihm gelungen sein muss.

Eine tragische Liebe

In einer Nebenrolle als Elises Manager: Christopher Plummer („Meine Lieder, meine Träume“). Schauspielerisch hat der Film allerdings nicht allzu viel zu bieten. Christopher Reeves Spiel wirkt etwas hölzern, auch Jane Seymour überzeugt eher durch ihre Anmut als durch Schauspielkunst. „Ein tödlicher Traum – Somewhere in Time“ wartet allerdings mit gediegener Ausstattung, Romantik und auch Tragik auf und ist altmodisch im positiven Sinne, auch wenn in der einen oder anderen Szene die Grenze zum Kitsch ganz nah ist.

Mit Autosuggestion in eine andere Zeit

Zeitreisen mittels Gedankenkraft und Autosuggestion in einer alten Umgebung – diese Theorie hat 1970 bereits der Science-Fiction-Autor Jack Finney in seinem wunderschönen Roman „Das andere Ufer der Zeit“ entwickelt. So ist es vielleicht kein Zufall, dass der Autor des im Film genannten Buches über Zeitreisen den Namen Gerald Finney trägt. Gut möglich, dass sich Richard Matheson für seinen Roman von Finney inspirieren ließ – oder dass beide von J. B. Priestleys Essay „Man and Time“ beeinflusst waren. Die Idee zu der Romanze kam Matheson jedenfalls, als er auf einer Reise ein Foto der Schauspielerin Maude Adams erblickte.

Erstmals auf DVD und Blu-ray

Bei uns vormals nur als VHS erschienen, besticht die Edition des Labels Filmjuwelen durch ein üppiges Booklet nebst Schuber. Das Bild der Blu-ray wirkt nach HD-Maßstäben nicht auf höchstem Level, bisweilen ist es von einem leichten Schleier überzogen (was auch ein Stilmittel sein mag), gelegentlich ist es körnig. Das macht aber nichts, ein mehr als 30 Jahre alter Film muss nicht aussehen, als sei er vor zwei Jahren gedreht worden.

Fangemeinde erst mit der Zeit

Seinerzeit bei Publikum und Kritik nur leidlich erfolgreich, hat „Ein tödlicher Traum – Somewhere in Time“ über die Jahre zumindest in den USA eine nicht allzu große, aber treue Gefolgschaft erhalten. Schön, dass die zwar etwas biedere, aber nichtsdestoweniger hoffnungslos romantische Zeitreise-Liebesgeschichte nun bei uns eine würdige Veröffentlichung erfahren hat.

Veröffentlichung: 29. August 2014 als Blu-ray, 7. Juni 2013 als DVD

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Somewhere in Time
USA 1980
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Richard Matheson, nach seinem eigenen Roman
Besetzung: Christopher Reeve, Jane Seymour, Christopher Plummer, Teresa Wright, Bill Erwin, George Voskovec, William H. Macy
Zusatzmaterial: Making-of: Back to „Somewhere in Time“ (63 Min., inkl. Interviews mit Christopher Reeve, Jane Seymour und anderen Mitgliedern von Cast & Crew), Inside insite, Bildergalerie, Kinotrailer, Trailershow, 24-seitiges Booklet, Schuber
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Packshot: © 2014 Al!ve AG / Filmjuwelen

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Eine Antwort zu “Ein tödlicher Traum – Somewhere in Time: Zeitreise per Selbsthypnose

  1. gabelingeber

    2014/09/18 at 11:06

    Super – danke für diesen Tip!! Finneys Buch gehört zu meinen Lieblings-Zeitreiseromanen. Und Matheson ist ja auch kein Unbekannter…!
    Toller Blog, by the way. Hab‘ Dich gerade in meine Blogroll aufgenommen und freue mich aufs Lesen.

     

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