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5 Zimmer, Küche, Sarg – Die perfekte WG?

28 Okt

What-Shadows-Plakat

What Do We Do in the Shadows

Kinostart: 30. Oktober 2014

Von Matthias Holm

Gruselkomödie // Bei „Dracula Untold“ habe ich mich darüber beschwert, was aus den einst so furchteinflößenden Geschöpfen der Nacht geworden ist. Jetzt kommt „What We Do in the Shadows“ – den Titel nehme ich lieber als den unsäglichen deutschen – daher und macht sich über das Vampirsein auch noch lustig. Allerdings zeigt er dadurch auch viel mehr Liebe zu den Blutsaugern als manch anderer Vampirfilm der vergangenen Jahre.

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Herausforderung: Ankleiden ohne Spiegelbild

Vampirische Wohngemeinschaft

Vladislav (Jemaine Clement) wohnt in einer ungewöhnlichen WG. Sowohl er als auch seine Mitbewohner Deacon (Jonathan Brugh) , Viago (Taika Waititi) und Petyr (Ben Fransham) sind allesamt Vampire. Das heißt aber nicht, dass sie nicht die selben Probleme haben wie andere Wohngemeinschaften. So hat Deacon zum Beispiel seit fünf Jahren nicht abgewaschen, obwohl er laut Putzplan dran ist. Eines Nachts verwandelt der mehrere tausend Jahre alte Petyr den jungen Nick, der nun ebenfalls in die WG zieht und mit seinem Freund Stu seinen Mitbewohnern die Wunder der modernen Technik zeigt. Allerdings müssen Vladislav, Deacon und Viago ihm beibringen, dass es vielleicht keine gute Idee ist, überall damit zu prahlen, ein Vampir zu sein.

Found Footage passt

Der Film ist im beliebten Found-Footage-Stil gedreht worden. Obwohl ich kein Fan davon bin, ständiges Kamerawackeln aushalten zu müssen, passt es bei „What We Do in the Shadows“ gut rein, schließlich will das Filmteam die Vampire bei ihren Vorbereitungen auf einen Ball der Untoten filmen. Die Mitbewohner verkörpern alle eine Entwicklungsstufe des Vampirfilms, so ist es kein Zufall, dass Petyr so aussieht wie Nosferatu und Deacon an die coolen Vampire aus „Fright Night“ und „The Lost Boys“ erinnert.

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Die versammelte Wohngemeinschaft – und Stu (r.)

Sehr witzig sind die Probleme der Vampire in der modernen Welt. Zum Beispiel ist es ziemlich schwer für Vampire, in Clubs reinzukommen – schließlich muss der Türsteher sie vorher erst hineinbitten. Ein weiteres Problem ist das Essen, wie es Neu-Vampir Nick am eigenen Leib erfährt. Hier muss man sich schon über die FSK-Freigabe ab 12 Jahren wundern. Denn obwohl man keine expliziten Gewaltszenen sieht, spritzt doch eine ganze Menge Blut.

Keine Minute zu lang

Die kurze Spielzeit von 86 Minuten wurde ideal gewählt. Wäre der Film länger geworden, hätten sich wohl oder übel einige langweilige Stellen eingeschlichen. So aber kann der Zuschauer sehen, mit was für Problemen sich ein Vampir in der heutigen Zeit auseinander setzen muss – und man amüsiert sich dabei prächtig.

Länge: 86 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: What We Do in the Shadows
NZ 2014
Regie: Jemaine Clement, Taika Waititi
Drehbuch: Jemaine Clement, Taika Waititi
Besetzung: Jemaine Clement, Taika Waititi, Jonathan Brugh, Cori Gonzalez-Macuer, Stuart Rutherford, Ben Fransham
Verleih: Weltkino Filmverleih GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Filmplakat & Fotos: © 2014 Weltkino Filmverleih GmbH

 

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