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A Million Ways to Die in the West – McFarlane im Mainstream

08 Nov

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A Million Ways to Die in the West

Von Simon Kyprianou

Westernkomödie // Seth MacFarlanes Werke wie „Ted“, „Family Guy“ und „American Dad“ konnten durchweg durch radikale, rohe Anarchie glänzen. In der Hinsicht ist „A Million Ways to Die in the West“ schon eine herbe Enttäuschung: eine seelenlose und mutlose Komödie, die nur als Star-Vehikel taugt und deren Humor einem höchstens ein müdes Grinsen entlockt.

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Albert – ein überforderter Schaffarmer

Cowboy Albert (Seth MacFarlane) fällt auf, dass der Wilde Westen ein hartes Pflaster voller Gefahren ist. Daher führt er ein eher ruhiges Leben – manche behaupten auch das eines Feiglings. Seine Freundin Louise (Amanda Seyfried) verlässt ihn daraufhin und bändelt mit dem erfolgreichen Draufgänger Foy (Neil Patrick Harris, „How I Met Your Mother“) an. Albert findet Trost in den Armen der heißen, rauen Anna (Charlize Theron), nur ist die blöderweise – wenn auch gegen ihren Willen – die Freundin des Gangsterbosses Clinch (Liam Neeson), der nun mit seiner Bande Albert an den Kragen will.

Bei dieser vielversprechenden Prämisse, dem klassischen Western-Setting, hätte man von MacFarlane eine subversive Americana-Satire erwarten können. Stattdessen liefert er eine blöde, vollends auf den Mainstream zugeschnittene Konsens-Komödie ab, deren Humor sich beinahe ausschließlich aus sexistischem Pipi-Kaka-Unsinn ergibt, der eigentlich völlig zahm und langweilig ist. Von MacFarlanes üblicher bitterböser Kreativität gibts hier leider keine Spur zu finden.

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Mit Clinch ist nicht zu spaßen

Die Stars bleiben allesamt schwer unterfordert, wirken teilweise gar gelangweilt, und MacFarlanes Regie ist im Vergleich zu „Ted“ geradezu stümperhaft schlecht. Er schleust den Film gezwungen von Pointe zu Pointe, kann nie einen schönen Filmfluss erzeugen, alles wirkt seltsam abgehackt und eher notdürftig zusammengeflickt.

„A Million Ways to Die in the West“ ist leider misslungen und passt eher zu den üblichen mutlosen Hollywood-Mainstram-Komödien, als zu MacFarlane. Hoffentlich läuft’s bei dem für den kommenden Sommer angekündigten „Ted 2“ besser.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Charlize Theron sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Liam Neeson, Ryan Reynolds und/oder Patrick Stewart in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 9. Oktober 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 116 Min. (Blu-ray), 111 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Indonesisch
Originaltitel: A Million Ways to Die in the West
USA 2014
Regie: Seth MacFarlane
Drehbuch: Seth MacFarlane, Alec Sulkin, Wellesley Wild
Besetzung: Seth MacFarlane, Charlize Theron, Liam Neeson, Amanda Seyfried, Giovanni Ribisi, Neil Patrick Harris, Sarah Silverman, Christopher Hagen, Wes Studi, Christopher Lloyd, Ryan Reynolds, Patrick Stewart
Zusatzmaterial: Alternativer Anfang, alternatives Ende, unveröffentlichte/erweiterte/alternative Szenen, Gag Reel, Spiel mir das Lied vom anderen Westen, Für eine Handvoll Dreck … in deinem Mund, Eine Menge glorreicher Halunken, Audiokommentare
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2014 by Simon Kyprianou

Fotos, Packshot & Trailer: © 2014 Universal Pictures Germany GmbH

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