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Lake Placid – Schnappi in Groß

08 Dez

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Lake Placid

Von Volker Schönenberger

Horror // Krokodile haben dem Genre des Tier-Horrors nicht ganz so viele Vertreter beschert wie Haifische, ein paar bemerkenswerte Beiträge gibt es dennoch: In „Der Horror-Alligator“ wurde 1980 ein Mini-Exemplar in Chicago die Toilette heruntergespült, woraufhin es dank Chemikalien in der Kanalisation zu einem veritablen Monster heranwuchs. In den australischen „Black Water“ und „Rogue – Im falschen Revier“ (beide 2007) versuchten sich ein paar Gejagte vor einem gefräßigen Biest auf Bäume bzw. eine Flussinsel zu retten – mit teils suboptimalem Erfolg.

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Jack (l.) und Hank jagen das Biest

„Lake Placid“ zog drei entbehrliche Fortsetzungen nach sich und gehört mit seinen komödiantischen Elementen und der guten Besetzung wie die oben genannten Filme zu den gelungenen Beiträgen. Es beginnt mit einem Taucher, der in der Provinz von Maine von einem Tauchgang nur zur Hälfte zurückkehrt. Ein ungewöhnlich großer Zahn im Körper des Toten stellt sich als der eines riesigen Krokodils heraus. Ein Team begibt sich auf die Jagd nach dem mörderischen Biest, darunter Wildaufseher Jack Wells (Bill Pullman), County Sheriff Hank Keough (Brendan Gleeson) und die New Yorker Paläontologin Kelly Scott (Bridget Fonda). Bald gesellt sich auch der ebenso reiche wie exzentrische Krokodilfan Hector Cyr (Oliver Platt) zu dem Trupp.

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Waghalsig: Millionär Hector

„Lake Placid“ bringt Spaß. Das liegt zum einen an der überzeugend gestalteten Kreatur, die zwar lange nicht zu sehen ist, dann aber umso imposanter. Ihre Attacken sind zudem fesselnd inszeniert und durchaus angetan, die Schweißdrüsen in den Händen zu aktivieren. Mit ansprechenden See- und Waldbildern gedreht, nimmt sich der Film zudem nicht allzu ernst. Spitzzüngige Wortgefechte und die prominente und sympathische Besetzung sind ebenfalls als Pluspunkte zu bewerten.

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Auch ein Helikopter ist ein Leckerli

Punktuell hat der Film einige knackige Splatter-Effekte zu bieten, Stichwort: der halbierte Taucher zu Beginn. Später kostet ein Bootstrip einen Polizisten den Kopf. Das sind aber nur wenige Gewaltspitzen, niemand erwarte ein blutiges Gemetzel.

Auf DVD ist „Lake Placid“ schon lange erhältlich, nun erstmals auf Blu-ray. Die HD-Umsetzung ist anständig, die DVD muss man dafür allerdings nicht entsorgen. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Bill Pullman sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

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Kelly und Jack kommen sich näher

Veröffentlichung: 5. Dezember 2014 als Blu-ray, 5. März 2001 als DVD

Länge: 82 Min. (Blu-ray), 79 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Lake Placid
USA 1999
Regie: Steve Miner
Drehbuch: David E. Kelley
Besetzung: Bill Pullman, Bridget Fonda, Oliver Platt, Brendan Gleeson, Betty White, Meredith Salenger, Mariska Hargitay
Zusatzmaterial: Making-of, Featurette „Bei den Dreharbeiten“, Interviews mit Bill Pullman, Bridget Fonda, Oliver Platt, Brendan Gleeson, Betty White und Regisseur Steve Miner, deutscher Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Universum Film

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Universum Film

 

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