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All Cheerleaders Die – Back to Life, bitch!

11 Dez

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All Cheerleaders Die

Gastrezension von Matthias Holm

Horror // Cheerleader haben im Film oft den Status der Zicken inne, vor allem im Genre der Teenie-Komödie. Wenn wir dann ins Horror-Genre gucken, sind sie es meist, die als erstes vom Killer/Monster/Alien getötet werden. „All Cheerleaders Die“ nimmt sich nun dieser Gruppe an und macht aus den Gejagten untote Jäger.

Bewerbung als Cheerleaderin

Bei dem Versuch von Maddy (Caitlin Stasey), ein Video über ihren Schuljahrgang zu drehen, stirbt auf tragische Weise die Anführerin der Cheerleader, die sich selbst „Bitches“ nennen. Kurz vor Ende der Sommerferien bewirbt sich Maddy bei den nun von Tracy (Brooke Butler) angeführten Cheerleadern. Bald darauf eskaliert eine Feier der Mädchen mit den Footballspielern. Deren Anführer Terry (Tom Williamson) rastet aus und drängt Tracys Auto von von der Straße ab – es landet im Fluss. Maddy, Tracy und die Schwestern Martha und Hanna kommen ums Leben.

Wie in jedem Teenie-Horrorfilm, der etwas auf sich hält, gibt es einen Gothic-Teenager. Hier ist es Leena (Sianoa Smit-McPhee), die mit ihren magischen Steinen die vier Mädchen wieder zum Leben erweckt. Doch die Nebenwirkungen sind für keinen vorauszusehen …

Zurück von den Toten

Sobald die Mädchen wieder unter den Lebenden weilen, nimmt der Film Fahrt auf und wandelt geschickt zwischen absurden und brutalen Situationen hin und her. Bis dahin braucht er gut die Hälfte seiner Laufzeit. Dass es dabei nicht zu langweilig wird, ist dem Drehbuch zu verdanken. Was wie ein normaler Teenie-Streifen beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem kleinen Drama. Die zentrale Frage hierbei ist, warum Maddy plötzlich bei den Cheerleadern mitmachen will – und dafür sogar ihrer Freundin Leena aus dem Weg geht. Diese Frage wird erst am Ende des Films beantwortet, als sich das Übernatürliche schon gegen die Mädchen wendet.

Hier zeigt sich der größte Minuspunkt des Films: Zwar sind die Mädchen übermenschlich stark, nachdem sie aus ihrem nassen Grab entstiegen sind, aber zu richtigen Jägerinnen werden sie nicht. Lieber lassen die Regisseure Lucky McKee und Chris Sivertson die starken Teenagerinnen schnell wieder in die Genre-typische Opferrolle fallen. Das ist schade, wäre doch mit mordenden Cheerleaderinnen als starken Mädchen-Figuren so viel mehr drin gewesen.

Jung und sexy

Aber sei es drum. Auch wenn dieser Kniff mir persönlich nicht so gut gefällt, weiß „All Cheerleaders Die“ über seine komplette Laufzeit zu unterhalten. Allerdings musste ich nach der Sichtung erst einmal das Alter der Schauspielerinnen googeln – sie werden in einigen Szenen doch äußerst lasziv in Szene gesetzt. Wer also auf halb bekleidete Teenies steht und einen interessanten, weil anderen Horror-Film sucht, sollte „All Cheerleaders Die“ eine Chance geben.

Veröffentlichung: 4. Dezember 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: All Cheerleaders Die
USA 2013
Regie: Lucky McKee, Chris Sivertson
Drehbuch: Lucky McKee, Chris Sivertson
Besetzung: Caitlin Stasey, Sianoa Smit-McPhee, Brooke Butler, Tom Williamson, Amanda Grace Cooper, Reanin Johannink, Chris Petrovski, Leigh Parker
Zusatzmaterial:
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2014 by Matthias Holm
Packshots: © 2014 Koch Media

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