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Der kleine Drache Kokosnuss – Knete wäre die bessere Wahl gewesen

15 Dez

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Der kleine Drache Kokosnuss

Kinostart: 18. Dezember 2014

Computertrick-Abenteuer // Mit den Abenteuern des kleinen Drachen Kokosnuss hat der Kinderbuchautor Ingo Siegner ein gutes Händchen gehabt. Mehr als 20 Bände umfasst die Reihe, auch als Hörspiel fein umgesetzt vom Schauspieler Philipp Schepmann. Eine Kino-Adaption ist da naheliegend. Doch obwohl die beiden Zwillingstöchter des Rezensenten sich als ausgewiesene Fans der Bücher und Hörspiele nach dem Besuch der Pressevorführung durchaus angetan zeigten, ist leider zu konstatieren: Die filmische Umsetzung ist etwas lieblos ausgefallen.

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Mit der gestrengen Fluglehrerin Proselinde ist nicht gut Kirschen essen

Wieder einmal ist der kleine Feuerdrache Kokosnuss bei der Flugprüfung durchgefallen. Auch die Unterstützung seiner beiden besten Freunde, Fressdrache Oskar und Stachelschwein Matilda hat nicht geholfen. Fluglehrerin Proselinde ist aber auch streng, und Kokosnuss‘ Eltern Magnus und Mette trauen ihrem Sohn zu wenig zu. Anders Opa Jörgen: Der beauftragt Kokosnuss, als Beweis seiner Fähigkeiten nachts das frisch abgeerntete Feuergras zu bewachen – es verleiht den Feuerdrachen die Fähigkeit, Feuer zu speien und dabei völlig unempfindlich gegen die Flammen zu sein.

Die Jagd nach dem Feuergras

Prompt wird Kokosnuss das Feuergras gestohlen. Es beginnt ein turbulentes Abenteuer, bei dem der kleine Drache und seine Freunde im Grasland auf gefährliche Schlucklöcher treffen und sich mit hungrigen Fressdrachen herumplagen müssen. Die Artgenossen von Oskar wollen das Gras als Küchengewürz verwenden und sind ganz angetan von der Nebenwirkung, Feuer pupsen zu können.

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Opa Jörgen traut Kokosnuss einiges zu

Woran hapert’s bei der Kino-Umsetzung? Die Animationen sind einigermaßen gelungen, obwohl sie vergleichsweise simpel wirken. Beim Schauen kam mir der Gedanke, dass eine Knetmasse-Stop-Motion-Umsetzung à la „Wallace & Gromit“ und „Shaun das Schaf“ eine gute Idee gewesen wäre. Echte Begeisterung entfacht die Tricktechnik von „Der kleine Drache Kokosnuss“ jedenfalls nicht.

Ein Film nur für Kinder

Die Geschichte hat einige nette Ideen zu bieten, ist insgesamt aber recht banal ausgefallen. Klar, das ist für die Kleinen und darf deshalb nicht zu komplex sein. Der Film ist sicher nicht für meine Altersgruppe gemacht, nicht mal als Familienfilm konzipiert, sondern einzig für Kinder. Zwar kann ich mich auch an manchen Kinderfilmen erfreuen, die ich mit meinen Töchtern schaue. „Der kleine Drache Kokosnuss“ hingegen war eher langweilig und löste nur selten ein Schmunzeln aus. Dann lieber daheim den neuen Band „Der kleine Drache Kokosnuss und die Reise zum Nordpol“ vorlesen oder eins der schönen Hörspiele in den CD-Player legen.

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Unterwegs im Grasland: Oskar, Kokosnuss und Matilda (v. l.)

Länge: 82 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Originaltitel: Der kleine Drache Kokosnuss
D 2014
Regie: Hubert Weiland, Nina Wels
Drehbuch: Mark Slater, Gabriele Walther, nach den Vorlagen von Ingo Siegner
Sprecher: Max von der Groeben, Claudia Michelsen, Carolin Kebekus, Dustin Semmelrogge
Verleih: Universum Film

Copyright 2014 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenbilder & Trailer: © 2014 Universum Film

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