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Archiv für den Monat Dezember 2014

The Driver – Aus dem amerikanischen Traum erwacht

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The Driver

Gastrezension von Simon Kyprianou

Actionthriller // Walter Hills „The Driver“ ist radikal auf das Wesentliche reduziert, vollkommen entschlackt, kein Bild und kein Dialog ist überflüssig. Die Handlung ist also simpel: Ein Driver (Ryan O‘Neal), also ein Fluchtwagenfahrer für Verbrecher, gerät ins Visier eines verbissenen Detectives (Bruce Dern), der alles daran setzt, ihn zu schnappen.

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Die Autos bleiben nicht lange heil

Die Figuren sind anonymisiert, untrennbar an ihre Rollen gebunden, The Driver, The Detective und The Player. Sie scheinen gefangen zu sein in diesen Rollen und in der düsteren Neoenstadt, in der Walter Hill sie einsperrt. Den ganzen Film über versuchen sie auszubrechen aus ihrem Schicksal und aus der Stadt zu fliehen, sie suchen nach Erlösung.

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Der Driver (l.), ein harter Hund …

Hill, der zuletzt Sylvester Stallone in „Shootout – keine Gnade“ eine gelungene Plattform bot, hat mit „The Driver“ eine Art Neo-Western inszeniert, ein Duell zwischen dem Driver und dem Inspector, aber ein herkömmliches Gut und Böse Schema gibt es nicht, Indentifikation oder Symphatien werden verwehrt. Die Grenzen zwischen den Fronten verwischen bis zur Unkenntlichkeit, niemand steht noch für irgendetwas, Menschlichkeit gibt es keine mehr, in Hills dreckigem Film-Noir. Nur in einem einzigen tragischen Moment lässt sich Walter Hill zu großer Sensibilität und Zärtlichkeit hinreißen.

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… trifft auf eine Femme fatale

Hills Schauplätze sind urbane Ungeheuer, unpersönliche Appartments, dreckige Straßen, schmuddlige Bars, die Stadt ist eine kaputte Welt, die ihre Bewohner abarbeitet. So sehr der Regisseur mit Genre-Stereotypen arbeitet, so unberechenbar ist „The Driver“ aber auch, so sehr stellt er Genres und Stereotypen in Frage, so sehr spielt er mit ihnen.

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Der Detective (r.) und sein Team

Die Verfolgungsjagten sind hochkinetisch und hitzig, brachial und schnell und doch übersichtlich und präzise gefilmt. Alle Verfolgungsjagten dauern recht lange, sie sind der nicht enden wollende Kampf ums rohe Überleben. Das Duell zwischen dem Detective und dem Driver ist das Duell zweier großer Schauspieler. Ryan O‘Neal und Bruce Dern, letztgenannter ist der wohl beste Schauspieler, den das New Hollywood hervorgebracht hat. Ihr konzentriertes und unerbittliches Spiel kreiert unheimlich klar konturierte, dominante Figuren und treibt den Film gnadenlos voran. Isabelle Adjani, hier noch blutjung, gibt die Femme fatale, verführerisch und sexy, und doch melancholisch und tief verletzt. Sie ist die tragischste Figur des Films, denn sie hat sich mit dem unabwendbaren Scheitern von vornherein arrangiert, hat alle Hoffnung fahren lassen.

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Verfolgungsjagd Old School – wunderschön!

So amerikanisch die Genres auch sind, die Walter Hill bedient, also der Western und der Film noir, so sehr ist „The Driver“ mit seinem radikal hoffnungslosen Ende eine Dekonstruktion dieser Genres und das Erwachen aus dem amerikanischen Traum.

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Die Gewalt bricht durch

Walter Hill bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

The Driver (1978)
The Warriors (1979)
Long Riders (1980, geplant)
Die letzten Amerikaner (1981)
Straßen in Flammen (1984)
Red Heat (1988)
Shootout – Keine Gnade (2012)

Veröffentlichung: 10. Juli 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Originaltitel: The Driver
USA/GB 1978
Regie: Walter Hill
Drehbuch: Walter Hill
Besetzung: Ryan O‘Neal, Bruce Dern, Isabelle Adjani, Ronee Blakley, Matt Clark, Rudy Ramos
Zusatzmaterial: Alternativer Anfang, TV-Spots, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

Copyright 2014 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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Zum Jubiläum – Bruce Springsteen: The Promise – The Making of Darkness on the Edge of Town

Darkness-Box aus dem Schuber

Fettes Notizbuch, fetter Schuber

Die folgende Rezension ist – unbebildert – am 3. Januar 2011 anlässlich der Veröffentlichung der Box im deutschen Bruce-Springsteen-Fanforum erschienen.

Mein Fazit vorneweg: Dies ist eine eindrucksvolle Box, an der sich künftige Anniversary- und anders motivierte Veröffentlichungen welcher Musiker auch immer messen lassen müssen. Bei aller Selektion, die Springsteen im Vorfeld vorgenommen haben mag: Selten war der geneigte Musikhörer so nah dran an der Produktion eines vor mehr als 30 Jahren erschienenen Albums. Für mich wäre die Box jeden Cent wert gewesen, hätte ich sie mir kaufen müssen.

Potzblitz – eine wertige Box lag da unter dem Weihnachtsbaum. Großes Hochformat im stabilen Schuber, Notizblock-Anmutung mit Nachdruck von Springsteens Aufzeichnungen – Respekt!

Normalerweise bin ich kein Freund von Cardboard-Sleeves bei CDs. Die für diese Edition umgesetzte Lösung mit den Innenhüllen allerdings gefällt mir ausgesprochen gut. Nur bei der Doppel-CD „The Promise“ (die Outtakes) gab’s eine Klappcover-Lösung ohne Innenhüllen, die etwas rissanfällig ist. Auch das Notizbuch an sich bedarf sorgsamer Handhabung – bei der Ringbuchheftung ist sonst schnell mal ’ne Seite an- oder gar rausgerissen. Wegen meiner Töchter muss ich die Box somit konsequent unerreichbar lagern. Aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen einer ansonsten überaus gelungenen Umsetzung in puncto Design und Layout. Volle Punktzahl dafür.

Darkness-Box Innenansicht

Beispiel einer Doppelseite

Darkness on the Edge of Town – die neue Abmischung

Nun zum Inhalt in der Reihenfolge der Platzierung in der Box, beginnend also mit dem Album „Darkness on the Edge of Town“ in der neuen Abmischung. Einen Komplettvergleich hab‘ ich mir gespart, lediglich auf meiner betagten, aber zuverlässig ihren Dienst leistenden Stereoanlage (1990 gekaufter Vollverstärker Harman Kardon PM 665 Vxi nebst ebenso alten Dynaudio-Lautsprechern) ein paar Auszüge verglichen. Die neue Version klingt klarer und voller, Springsteens Stimme ist platzierter – theoretisch eine hörbare Verbesserung. Praktisch ist’s ein raues, düsteres Album, das 1978 womöglich so klingen sollte, wie es klingt. In der Making-of-Doku ist allerdings die Rede davon, wie schwer sich Springsteen bei den Aufnahmen mit dem richtigen Ton getan hat. Wie auch immer – meine alte Darkness-CD aus der Sammlung zu entfernen, war ohnehin keine Option. Ein Kaufargument ist die Klangpolitur keineswegs, aber das musste sie bei all den Goodies und Gimmicks (Anglizismen rule!) der Box auch gar nicht sein.

The Promise – die Outtakes

Der zweifellos kontroverseste Teil der Box – die Outtakes auf einer Doppel-CD mit dem Titel „The Promise“. Nun also doch: Ich bin enttäuscht! Keinesfalls enttäuscht von den Songs, denn da hatte ich nichts weiter erwartet als Outtakes. Wohl aber enttäuscht von Herrn Springsteen und seinen Mitstreitern Landau, Little Steven etc., die im Zuge der Veröffentlichung nicht müde geworden sind, die herausragende Qualität der Titel zu betonen. Sie hätten lediglich nicht zur Stimmung auf dem Album gepasst, Springsteen hätte einer der größten Popsongschreiber überhaupt werden können etc. Man kann das als Marketing-Gesülze abhaken, das oft mit solchen Veröffentlichungen einhergeht. Aber warum hat er nicht einfach gesagt: „Leute, ich veröffentliche diese Outtakes, weil ich euch mit dieser Box einen echten und ehrlichen Einblick in die Produktion von ’Darkness on the Edge of Town’ geben möchte. Es sind ein paar Perlen dabei, aber auch die eine oder andere Essiggurke. Bei der Auswahl der Titel mussten wir etliche Male schmunzeln, was wir da zusammenmusiziert haben.“ Oder glaubt Bruce tatsächlich, was er über die Qualität der Outtakes sagt? Das mag sein – er hat immerhin zuletzt ein Album namens „Working on a Dream“ veröffentlicht und wohl auch für gut befunden. Was soll’s – er ist der Boss, aber wo ich bin, ist oben.

Zu einigen Titeln seien mir ein paar Anmerkungen erlaubt. Diverse Songs (z. B. die Racing- und Candy’s-Room-Varianten, „The Promise, The Way, Spanish Eyes, Rendezvous“) kenne ich bereits seit 20 Jahren – sie sind auf zwei Vinyl-Bootlegs mit Outtakes enthalten, die schon lange meine Sammlung schmücken: die Doppel-LP „Rendezvous“ und eine Picture-LP ohne Titel (mir zumindest nicht bekannt, da im neutralen Cover erworben).

Darkness-Box Doppel-CD The Promise

Doppel-CD „The Promise“ mit den Outtakes

„Racing in the Street ’78“: Diese Version zeigt einerseits, dass es richtig war, 1978 die andere Variante zu veröffentlichen, was auch die Live-Entwicklung von „Racing in the Street“ zu einer der großen Konzertpreziosen bestätigt; andererseits belegt sie die Klasse des Songs, der auch in einem anderen Kleid ganz wunderbar funktioniert.

„Someday (We’ll Be Together)“: Natürlich kann man diesen Song gut finden – über streitbare Geschmacksverirrungen ist zur Genüge schwadroniert worden. Aber man sollte sich selbst gegenüber so ehrlich sein, dies dann als „guilty pleasure“ zu identifizieren. Zur Inspiration höre ich ihn gerade noch einmal – da rollen sich mir die Fußnägel auf! Schnell ausmachen – aber den Refrain muss ich mir doch noch geben (mitdenfingernaufdemtischherumtrommel). Da ist er. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGHHHHHH!

Schwitz (kalt) – als Neutralisator kurz mal die Winterland-Version von „The Promised Land“ angeschmissen … Puh – das war knapp. Der Ohrenschmalz war bereits dabei, eine betonartige Konsistenz zu entwickeln. „The dogs on main streets howl“ haben ihn beruhigt. Weiter im Text.

„One Way Street“: Ich mag den Klack-Sound, den Schlagzeuger erzeugen, indem sie mit einem ihrer Sticks leicht auf den Kesselrand schlagen (wenn das Geräusch denn bei „One Way Street“ so erzeugt wurde). Bei diesem Titel mildert er etwas das Schnulzenhafte des Orgel-Gewabers ab. Auch Springsteens Gesang gefällt durchaus. In der Summe somit für mich ein Song, der zwar 1978 zu Recht außen vor blieb, als Outtake-Veröffentlichung aber kein Ärgernis ist.

„Because the Night“: Einer der rar gesäten Höhepunkte des „The Promise“-Doppelalbums. Aber das war vorher klar.

„The Brokenhearted“: Eine weitere „Someday“-Schnulze. Das geht zu weit! Von wegen brechende Herzen – erbrechende Gehörgänge.

„Candy’s Boy“: Guilty pleasure vor dem Herrn! Seltsamerweise kann ich diesen Titel inklusive Instrumentalteil im letzten Drittel durchaus mal hören – aber nur, wenn’s keiner mitkriegt. Ein Kuriosum zum Schmunzeln. Letztlich hab‘ ich schon vor 20 Jahren die Augenbrauen hochgezogen, als das Ding auf dem Plattenteller rotierte.

„Save my Love“: Immerhin ein treibender Song – und damit meine ich nicht harntreibend. In Ordnung, nicht mehr und nicht weniger.

„Fire“: Altbekannt, immer wieder gern genommen. Aber da geht’s doch um Sex, verschwitzte Leiber im Auto, Körperflüssigkeiten (zumindest den Wunsch nach ihrem Austausch) – etwas mehr Leidenschaft hätte Springsteen ruhig hineinlegen können. Ich ziehe die Version auf „Live 1975–1985“ vor.

Darkness-Box Blu-ray The Promise Making-of

Blu-ray mit dem Making-of „The Promise“

„Spanish Eyes“: Noch so’n Kleistersong. Immerhin besser als fast alles auf „Working on a Dream“.

„It’s a Shame“: Ein Song mit einem echten Gitarrenriff zu Beginn – welch seltener Genuss auf diesem Album. Gar nicht schlecht.

„Come On (Let’s Go Tonight)“: Die Alternativversion zu „Factory“ passt perfekt in diese Box, die uns ja Aufschluss über den Entwicklungsprozess von „Darkness on the Edge of Town“ geben soll. Ich bevorzuge das Original, weil’s ein etwas düstereres Bild des Arbeiterdaseins entwirft. Aber da der Titel ohnehin zu meinen Favoriten zählt, ist „Come On“ definitiv als Pluspunkt zu werten.

„Talk to Me“: Sehr schön, passt aber eindeutig besser zu Southside Johnny als auf „Darkness on the Edge of Town“. Insofern hat Bruce alles richtig gemacht.

„Breakaway“: Heilandsack! Der rote Schnulzenfaden nimmt einfach kein Ende. Zum Ärgernis wird dieser Schlager spätestens, wenn das unsägliche „Shalalala“ der Background-Sängerinnen einsetzt.

„The Promise“: der Allgemeinheit spätestens seit der CD „18 Tracks“ bekannt, Vinyl-Bootleg-Sammlern alter Schule latürnich schon viel länger. Gilt gemeinhin als einer der großen Springsteen-Songs, die es nie auf ein reguläres Album geschafft haben. Springsteen selbst sagt in der „The Promise“-Doku, dass er ihn im Nachhinein vielleicht doch aufs Darkness-Album gepackt hätte. Ein schönes Lied, zu meinen Favoriten in Springsteens Schaffen hat der Titel aber nie aufgeschlossen.

„City of Night“: Ein feiner Groove, ein versöhnlicher Ausklang. Aber halt! Was ist das? Nach ein paar Sekunden Pause geht’s weiter. Der Sinn sogenannter „hidden tracks“ hat sich mir nie erschlossen. Ah – „The Way“. Einer meiner langjährigen Outtake-Favoriten (rotimgesichtanlauf). Auf dem Vinyl-Bootleg „Rendezvous“ eiert das Saxophon leider fürchterlich. Schön, den Titel nun endlich in ganzer Pracht hören zu können. Herrlich, dieses sanft dahinschmelzende Saxophon. Hat sich hier irgendjemand negativ über Schnulzen geäußert?

Die von mir nicht erwähnten Songs sind zu belanglos, um erörtert zu werden. Bekanntermaßen haben es diverse Darkness-Outtakes zwei Jahre später auf „The River“ geschafft. Ähnlichkeiten sind tatsächlich vorhanden. Wären einige der schlechten „The River“-Songs durch nun auf „The Promise“ verwurstete Titel ersetzt worden, hätte das dem Album sicher nichts getan. Wären jedoch einige der guten „The River“-Songs ersetzt worden – nicht auszudenken.

Darkness-Box Blu-ray Konzert 2009

Blu-ray mit der Full-Album-Performance von 2009

So – das waren die Outtakes. Nun zu den Goodies:

The Promise: The Making of Darkness on the Edge of Town

Die hochinteressante Doku bietet einen Mix aus Archivmaterial von den Aufnahmen des Albums und neuen Interviews mit etlichen Beteiligten. Schön, dass sogar Mike Appel zu Wort kommt. Sehr ins Detail geht bei der Thematisierung des Rechtsstreits Springsteen vs. Appel niemand, aber das musste man nach all den Jahren auch nicht mehr erwarten. Der Schwerpunkt des Films liegt auf dem Produktionsprozess, und das ist gut so. Ich bin ein absoluter Laie, was Komponieren, Instrumentieren, Spielen, Aufnehmen, Singen etc. angeht, beschäftige mich auch selten mit diesen Aspekten der Musik. Dennoch spannend, was ich da zu sehen bekam – etwa die Probleme, die Springsteen über Tage und länger mit dem Drumsound von Max Weinberg hatte. Ein schöner Einblick in Springsteens Arbeitsweise, der verdeutlicht, woher der Spitzname Boss kommt. Wer jenseits des Daseins als Springsteen-Fan wissen möchte, wie ein Album entsteht, bekommt mit „The Promise“ einiges geboten – inklusive dessen, wie Springsteen heute darüber denkt. Daumen hoch!

Full Performance of Darkness on the Edge of Town, Asbury Park, 2009

Vereinzelt war die Ansicht zu hören und zu lesen, Springsteen wirke bei diesem Konzert ohne Publikum etwas gelangweilt. Für mich nicht nachvollziehbar – konzentriert ist das richtige Wort. Man kann doch das Stageacting der Musiker nicht mit einem Stadionkonzert vor 30.000 Zuschauern vergleichen. Außerdem: Hätte die Idee Springsteen gelangweilt, hätte er das Album wohl kaum in der Form auf die Bühne gebracht. In Asbury Park ging’s am 13. Dezember 2009 nicht um große Gesten, sondern große Songs. Springsteen und Band sind sichtlich darauf bedacht, die Essenz von „Darkness on the Edge of Town“ einzufangen. Das gelingt vorzüglich und macht die Blu-ray optisch und klanglich zu einem Hochgenuss. Stichwort Blu-ray: Klar, ausreizen tut die Aufnahme die HD-Möglichkeiten nicht, das war wohl auch nicht der Plan. Die herausgefilterten Farben und das gelegentlich etwas krisselig wirkende Bild unterstützen die Musik jedoch wunderbar. Speziell bei Nahaufnahmen kommt zudem doch das eine oder andere Mal HD-Feeling auf. Auch die Interpretation der Klassiker ist über jeden Zweifel erhaben. Fazit: Alles richtig gemacht!

Darkness-Box Blu-ray Konzert 1978

Blu-ray mit Bootleg-Aufnahmen

Holmdel Rehearsals

Die Aufnahmen aus Springsteens damaligem Haus (Ranch?) passen gut in die Box und sind aus historischer Sicht interessant.

Livemitschnitte 1976 bis 1978 inkl. Konzert in Houston 1978

In technischer Hinsicht bescheiden – macht nix. Bootlegsammler sind ohnehin abgehärtet, da darf der Boss sowas als Dreingabe auch mal raushauen. An der musikalischen Genialität und der Bühnenperformance der E Street Band gibt es auch bei dieser Aufnahme nicht den Hauch eines Zweifels.

Abschließend noch einmal ein Resümee: Dieses Box-Set ist ein Referenzprodukt, was Jubiläumsveröffentlichungen von Klassikeralben angeht. Der hohe Preis macht es in erster Linie für Fans interessant – was allerdings bedauerlich ist.

Copyright 2011/2014 by Kotelette

 

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Fullmetal Alchemist – Brotherhood: Vol. 2 (Episode 9-16): Intrigen und Homunkuli

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Hagane no renkinjutsushi

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Action-Serie // Nur knapp sind die Elric-Brüder aus dem einstürzenden Forschungszentrum 5 entkommen – und das auch nur mit der Hilfe der Leute mit dem Uroboros-Tatoo. Um mehr über den Stein der Weisen zu erfahren, reisen sie zu ihrer Meisterin. Auf ihrem Weg helfen sie mit Winry bei einer Geburt und treffen auf Greed, der ebenfalls ein Uroboros-Tatoo trägt. Er erklärt, was es damit auf sich hat – er ist ein Homunkulus, ein künstlich erschaffener Mensch. Währenddessen ziehen in Central dunkle Wolken auf: Der Führer droht dem Fullmetal Alchemist und Major Armstrong und ein liebender Familienvater gräbt zu tief in den Geheimnissen der Regierung …

Nah an der Vorlage

Bereits beim ersten Volume war ich überrascht über die Geschwindigkeit der Geschichte. Doch nun musste ich sogar wirklich nachschauen, zu welchem Zeitpunkt des Mangas das Treffen mit der Meisterin Izumi Curtis wirklich stattfand, war es doch nach meinem Empfinden erst viel später. Doch tatsächlich halten sich die Macher immer noch sehr nahe an die Vorlage, selbst eine Episode über die Ausbildung von Edward und Alphonse findet sich. Wie verzweigt der Plot wirklich ist, fällt einem auch erst auf, wenn man versucht, die Geschichte einem Außenstehenden zu erklären.

Gute deutsche Synchronisation

Ein Lob geht auch an die deutsche Synchronfassung. Obwohl ich lieber bei den japanischen Stimmen bleibe, wurden in der deutschen Version gute und bekannte Stimmen gecastet. Die berühmteste ist vermutlich die von David Nathan, der in der Serie Roy Mustang spricht. Bekannt wurde er unter anderem als deutsche Stimme von Johnny Depp und Christian Bale, Anime-Fans kennen ihn als Piccolo aus „Dragonball Z“ oder Yami Bakura aus „Yu-Gi-Oh!“. Auch die Elric-Brüder sind prominent besetzt, so wird Edward von David Turba gesprochen, der deutschen Stimme von Shia LaBeouf, Alphonse von Wanja Gerrick, den man als „Star Wars“-Star Hayden Christensen sowie Jared Padalecki („Supernatural“) kennt.

Die Blu-ray ist vorzuziehen

Wie so häufig bei Animationsfilmen rate ich zur Blu-ray. Das Bild sieht so viel besser und schärfer aus, dass man beim Wechsel auf DVD-Qualität mit der Nase rümpft. Wer bereits die ersten acht Episoden der Reise der Elric-Brüder verfolgt hat, kommt um die Weiterführung der Geschichte nicht herum.

Veröffentlichung: 1. Dezember 2014 als Blu-ray und Doppel-DVD

Länge: 196 Min. (Blu-ray), 188 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Hagane no renkinjutsushi
JAP 2009
Regie: Yasuhiro Irie
Drehbuch: Hiroshi Ōnogi, nach einem Manga von Hiromu Arakawa
Zusatzmaterial: 2 Mini-Clips (animierte Omakes/Bonus-Sketche), Opening-Song „Again“ von Yui, Closing-Song „Uso“ von Sid, kompletter Song „Let it Out“ von Miho Fukuhara mit FMA:B-Clip, Trailer, Bildergalerie, Booklet mit Episodenguide, umfangreiches Booklet mit Rohzeichnungen (Making-of der Serie), Charakter-Settings und Charakterbeschreibungen, Omakes (Bonus-Sketche), Verpackung: Digipack im Schuber mit Hochprägung und Silberglanzfolie
Vertrieb: KSM GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Packshot: © 2014 KSM GmbH

 

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