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Der Rasenmähermann – Vom zurückgebliebenen Gärtner zum Cyber-Killer

23 Jan

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The Lawnmower Man

SF-Horror // Der ultimative Soldat – das ist das Ziel der Arbeit von Dr. Lawrence Angelo (Pierce Brosnan), der für die US-Regierung arbeitet. Mittels virtuellen Realitäten und experimentellen Drogen will er die menschliche Leistungsfähigkeit immens steigern. Der geistig auf dem Stand eines Kindes zurückgebliebene Gärtnergehilfe Jobe (Jeff Fahey) kommt Angelo als Versuchskaninchen gerade recht. Tatsächlich verbessern sich Jobes Lernvermögen und geistige Fähigkeiten enorm, er entwickelt sogar telekinetische und telepathische Kräfte. Nachdem er jedoch ohne Angelos Wissen eine Alternativsubstanz verabreicht bekommt, steigert sich auch seine Aggressivität …

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Dr. Angelo findet sein Versuchskaninchen

Ein Klassiker! Ein Klassiker?

In Horrorfankreisen gilt „Der Rasenmähermann“ als Klassiker. Angesichts der seinerzeit visionären Idee ist das bis zu einem gewissen Grad auch gerechtfertigt, wobei viele Handlungselemente wenig originell sind, seien es stereotype Figuren wie der ehrgeizige Wissenschaftler, dessen gute Absichten missbraucht werden, sei es die Rache des Gedemütigten. Die technische Umsetzung ist gelungen, wenn auch heute nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit.

Gehobene Schauspielkunst wird weniger geboten, das ist aber zu vernachlässigen. Allerdings wirken die Horrorbestandteile doch recht harmlos, sodass „Der Rasenmähermann“ alles in allem nicht als wirklich großer Horrorfilm durchgeht. Der 1992 entstandene Streifen steht visuell noch sehr in den 80er-Jahren, glücklicherweise sind die Virtual-Reality-Elemente ansprechend genug, dass man gern bei der Stange bleibt. Insofern kann die Sichtung Freunden gepflegten SF-Horrors ans Herz gelegt werden. Wer „Der Rasenmähermann“ als Klassiker bezeichnet, möge das gern tun, für mich ist er das nicht.

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Sex im Cyberspace – nicht ohne Risiko

Stephen King was not amused

Mad Dimension bewirbt den Film mit der Notiz „Nach einer Kurzgeschichte von Stephen King“ auf dem Cover. Das verwundert etwas, hat der Film doch kaum etwas mit der gleichnamigen Kurzgeschichte des Horror-Schriftstellers zu tun, was King seinerzeit veranlasst hatte, seinen Namen per Gerichtsentscheid aus den Credits und der Werbung des Films entfernen zu lassen.

Die 2004 (Warner Home Video) bzw. 2010 (Lighthouse Home Entertainment) erschienenen DVDs mit dem 142 Minuten langen Director’s Cut sind im Handel vergriffen, aber problemlos preiswert zu erhalten. Die nun von Mad Dimension veröffentlichte Kinofassung hat aber selbst ein paar Längen, auch ohne Sichtung des Director’s Cuts erscheint sie völlig ausreichend. Das Bild der Blu-ray ist frisch, scharf und konturiert – eine gelungene HD-Umsetzung. Mit „Der Rasenmähermann 2 – Beyond Cyberspace“ folgte vier Jahre später eine entbehrliche Fortsetzung.

Veröffentlichung: 25. Juli 2014 als Blu-ray, 30. Januar 2015 als DVD

Länge: 108 Min. (Blu-ray), 107 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: The Lawnmower Man
GB/USA/JAP 1992
Regie: Brett Leonard
Drehbuch: Brett Leonard, Gimel Everett
Besetzung: Jeff Fahey, Pierce Brosnan, Jenny Wright, Mark Bringelson, Geoffrey Lewis, Jeremy Slate, Dean Norris
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Mad Dimension / Al!ve AG

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Jobe wird zum virtuellen Wesen

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Mad Dimension / Al!ve AG

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