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Annabelle – Grusel-Puppe ohne Persönlichkeit

17 Feb

Annabelle-Cover

Annabelle

Von Andreas Eckenfels

Horror // Mit „Conjuring – Die Heimsuchung“ schuf „Saw“-Regisseur James Wan einen der intensivsten Gruselschocker der vergangenen Jahre. Nun erzählt er – vom Regiestuhl auf die Produzentenposition gewechselt – in „Annabelle“ eine weitere übernatürliche und angeblich wahre Geschichte aus den Akten der legendären Dämonologen Ed und Lorraine Warren.

Woher hat Annabelle ihren üblen Ruf?

Die Puppe mit den großen Augen, den roten Bäckchen und Zöpfen hatte bereits in „Conjuring – Die Heimsuchung“ einen kleinen, aber schwer verstörenden Gastauftritt, bei dem wohl jede QVC-Verkäuferin kreischend aus dem TV-Studio flüchten würde. In der Ursprungsgeschichte erfahren wir nun, warum die Puppe so einen teuflischen Ruf hat.

Überfall der Satanisten

Die schwangere Mia Form (Annabelle Wallis) ist überglücklich, als sie von ihrem Gatten John (Ward Horton) ein ganz besonderes Geschenk erhält: eine äußerst seltene Vintage-Puppe, die Mia in ihrer großen Sammlung noch gefehlt hat. Doch die Freude an „Annabelle“ währt nicht lange: In einer grausamen Nacht überfallen zwei Mitglieder eines Satanskults das Paar in seinem Haus. Die Polizei kommt glücklicherweise rechtzeitig – die Täter werden erschossen. Eine Satanistin stirbt mit Annabelle im Arm.

Nach dem Vorfall häufen sich merkwürdige Ereignisse im Hause von Familie Form. Selbst ein Umzug aus dem Vorort in einen städtischen Appartement-Komplex bringt keine Besserung. Langsam macht sich in Mia eine üble Vorahnung breit: Ist Annabelle vielleicht für die merkwürdigen Geschehnisse verantwortlich?

Von der Kamera auf den Regiestuhl

Für „Annabelle“ übergab James Wan den Regieposten an John R. Leonetti. Als Kameramann sowohl bei „Dead Silence“, „Conjuring – Die Heimsuchung“ als auch bei „Insidous“ und „Insidious – Chapter 2“ kennt er sich visuell bestens in Wans dämonischen Welten aus. Zudem nahm Leonetti in „Chucky 3“ schon einmal eine der bekanntesten Puppen der Filmgeschichte vor die Linse.

Auch wenn nach der krassen Anfangssequenz die bekannte Grusel-Klaviatur mit knarrenden Türen, verzerrter Musik und plötzlich anspringenden Elektrogeräten gespielt wird, sorgt ausgerechnet die Hauptfigur nur für milden Schrecken. Annabelle besitzt keinerlei Eigenleben und entwickelt nie eine Art Persönlichkeit. Mit schrägen und langen Nahaufnahmen auf das Puppengesicht stellt Leonetti ständig die Erwartungshaltung der Zuschauer auf die Probe. Aber Annabelle bleibt reglos, weder Kopf noch Augen bewegen sich. Die Porzellanpuppe starrt ins Nichts.

Die Puppe ist hässlich

Die Frage, wer sich so ein hässliches Teil zu Dekorationszwecken ins Zimmer stellen würde, lasse ich hier mal außen vor. Immerhin sorgen zwei Schockmomente für ordentlich Gänsehaut: In Erinnerung bleiben eine Blitzverwandlung und eine Fahrstuhlszene, die wie viele andere Storyelemente auf Roman Polanskis Klassiker „Rosemaries Baby“ anspielt.

Veröffentlichung: 19. Februar 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 99 Min. (Blu-ray), 95 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Audiodeskription für Blinde: Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch und Italienisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch
Originaltitel: Annabelle
USA 2014
Regie: John R. Leonetti
Drehbuch: Gary Dauberman
Besetzung: Ward Horton, Annabelle Wallis, Alfre Woodard, Tony Amendola, Kerry O’Malley, Brian Howe, Eric Ladin, Gabriel Bateman
Zusatzmaterial: Der Fluch von Annabelle, nur Blu-ray: Blutige Tränen der Besessenheit, Die Puppen des Teufels, Ein dämonischer Prozess, nicht verwendete Szenen, Wendecover
Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2015 by Andreas Eckenfels
Packshot: © 2015 Warner Home Video

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