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Into the Woods – Singen bis zum Happy End

17 Feb

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Into the Woods

Kinostart: 19. Februar 2015

Gastrezension von Matthias Holm

Fantasy-Musical // Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) können keine Kinder bekommen, so sehr sie es auch versuchen. Doch eines Tages steht eine Hexe (Meryl Streep) in ihrem Laden. Sie erzählt dem Bäcker, dass dessen Vater ihr einst magische Bohnen entwendet hat – und sie daraufhin die Familie mit dem Fluch der Kinderlosigkeit belegte. Um diesen Fluch zu brechen, muss der Bäcker innerhalb von drei Tagen einige Gegenstände einsammeln. Auf seiner Reise trifft er verschiedene Märchengestalten wie Cinderella (Anna Kendrick), Rapunzel (Mackenzie Mauz) und Jack (Daniel Huttlestone), mit dem der Bäcker seine angeblich magischen Bohnen gegen eine Kuh tauscht.

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Wer würde dieser Hexe misstrauen?

Wie man sieht, handelt es sich bei „Into the Woods“ um eine Mischung aus verschiedenen Märchen. Die Idee ist nicht neu. Das dem Film zugrunde liegende Musical hatte im Dezember 1986 Uraufführung in San Diego, im November 1987 auf dem Broadway. Sein Schöpfer Stephen Sondheim zeichnet auch für die Vorlage zu „Sweeny Todd“ verantwortlich. Und auch in der Welt der Graphic Novels gibt es eine „Fables“-Reihe, in der unter anderem der große böse Wolf als Detektiv im Noir-Stil Kriminalfälle lösen muss.

Es wird nach Herzenslust geträllert

Aha – eine Musical-Verfilmung! Dafür sollte man diesem Genre eher zugeneigt sein. Im Gegensatz zu anderen Vertretern wie zum Beispiel „Moulin Rouge“ und „Mamma Mia“ wird in „Into the Woods“ fast durchgängig gesungen – der Film erinnert dabei eher an die 2012er-Fassung von „Les Misérables“.

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Cinderella verliert – natürlich – ihre Schuhe

Die Gesangseinlagen sind so gut inszeniert, dass sie fast durchweg Spaß machen. Sämtliche Schauspieler sind sichtlich mit Spaß bei der Arbeit, allen voran glänzen Meryl Streep und Anna Kendrick immer wieder. Auch Chris Pine beweist eine angenehme Singstimme – er tritt als Cinderellas Prinz in Erscheinung.

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Rotkäppchen muss durch den Wald

Dennoch vermag der Film es nicht, so richtig zu fesseln. Dem Leinwandgeschehen mangelt es an echten Höhepunkten. Die Geschichte plätschert vor sich hin, gelegentlich überschneiden sich die Märchen, aber den Zuschauer packen und mitreißen kann das alles leider nicht. Dann kann einem der Gesang auch schnell auf den Geist gehen – und das kommt übrigens von einem Musical-Liebhaber.

Schade um die nette Grundidee und die schöne Ausstattung – Produktionsdesign und Kostümdesign sind nicht ganz zu Unrecht Oscar-nominiert. Zudem hat sich Meryl Streep ihre alljährliche Nominierung abgeholt. Aber durch seinen dahindümpelnden Plot bleibt „Into the Woods“ nur Durchschnittskost.

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Auf der Suche nach Cinderella: der Prinz

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Meryl Streep sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Johnny Depp und/oder Chris Pine in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 125 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Originaltitel: Into the Woods
USA 2014
Regie: Rob Marshall
Drehbuch: James Lapine, nach einer Vorlage von Stephen Sondheim
Besetzung: Anna Kendrick, Meryl Streep, Chris Pine, Johnny Depp, James Corden, Emily Blunt, Lilla Crawford, Lucy Punch, Christine Baranski, Tammy Blanchard
Verleih: Walt Disney Studios Motion Picture Germany

Copyright 2015 by Matthias Holm

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2014 Disney Enterprises Inc.

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