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Outpost 37 – Die letzte Hoffnung der Menschheit: Die nächste Alien-Invasion!

27 Feb

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Outpost 37

SF-Action // 2021 – es gab eine Invasion auf der Erde. 2022 – die (außerirdischen) Heavys zogen ab und ließen Tausende ihrer Soldaten zurück. 2023 – die USDF errichtete Außenposten, um alle Heavys auf der Erde zu vernichten. Zehn Jahre später waren die Außenposten, die uns verteidigt hatten, verkleinert oder aufgelöst. Die wenigen, die übrig blieben, sind unterbesetzt und unterfinanziert.

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Die Soldaten geraten unter …

Nach diesen Texttafel-Erläuterungen zu Beginn des Films steigt die Handlung mit einem Filmteam ein, das sich zum im Iran gelegenen Außenposten 37 aufmacht, um den Alltag der US-Soldaten zu dokumentieren – einen vermeintlich langweiligen Alltag, sind die verbliebenen außerirdischen Heavys nach dem Rückzug der Invasionsmacht doch von ihrem Nachschub abgeschnitten. Doch von wegen: Es beginnt mit Angriffen der iranischen Einwohner, die sich die Soldaten damit erklären, dass die Iraner die Verteidigungstruppen der US Defense Force (USDF) lange genug als Eindringlinge hingenommen hätten. Dann treten wieder Heavys auf den Plan.

Found Footage funktioniert

Auf einem billigen, bisweilen etwas trashigen Niveau unterhält „Outpost 37 – Die letzte Hoffnung der Menschheit“ als Alien-Action durchaus. Zwar gibt es wenig nennenswerte Charakterzeichnung der Soldaten und die Bilder der außerirdischen Invasion zu Beginn sind budgetbedingt klar als computergeneriert erkennbar; aber immerhin geht es mit handfesten Feuergefechten gut zur Sache und die Handlung hat sogar Spannung zu bieten, sodass man gern bei der Sache bleibt. Die wacklige Found-Footage-Kamera stört obendrein nicht im Übermaß, sondern liefert vereinzelt sogar interessante Bildgestaltung, vor allem in der zweiten Hälfte des Films.

Der erste Heavy taucht im Bild erst nach mehr als einer halben Stunde auf und ist einigermaßen ansprechend gestaltet – ein Mann im Kostüm, am Computer aufgepimpt. Das ist nicht am technischen Maximum, sieht allerdings ansprechend aus. Regisseur Jabbar Raisani ist da seine Erfahrung mit Spezialeffekten zugute gekommen, die er als Visual Effects Supervisor unter anderem bei „Fantastic Four“, „Superman Returns“ und diversen „Game of Thrones“-Folgen gesammelt hat.

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… feindliches Feuer

Regisseur drückt sich vorm Erzählen

Ärgerlich ist allerdings die Faulheit beim Erzählen, mit der Raisani in seinem in Südafrika entstandenen Langfilm-Debüt vorgeht: Es bleibt nicht bei den Texttafeln zu Beginn, auch während des weiteren Verlaufs gibt es immer wieder Einblendungen. Zudem werden als Teil der Fake-Doku Interviewausschnitte der Soldaten gezeigt, die dem Zuschauer berichten, was Raisani nicht in Bilder fassen konnte oder wollte. Das mag teilweise dem schmalen Geldbeutel geschuldet sein, lässt aber den Verdacht aufkeimen, dass sich der Regisseur mit einem Anderthalbstünder etwas übernommen hat – bis dahin hatte er lediglich zwei Kurzfilme inszeniert.

Bleibt zu hoffen, dass sich Raisani als visueller Geschichtenerzähler in seinem nächsten Film „Capturing the Dead“ etwas mehr zugetraut hat. Im Interview hat der Regisseur verraten, dass sich die Handlung um ein junges Ehepaar in einer abgelegenen Hütte und einen Virus dreht. Auch nicht gerade der Gipfel der Originalität, aber obwohl „Outpost 37“ viel Luft nach oben hat, ist der SF-Actionfilm doch unterhaltsam genug. Wir dürfen für „Capturing the Dead“ also hoffen.

Veröffentlichung: 27. Februar 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Outpost 37
GB/RSA 2014
Regie: Jabbar Raisani
Drehbuch: Blake Clifton, Jabbar Raisani
Besetzung: Adrian Paul, Reiley McClendon, Rick Ravanello, Douglas Tait, Joe Reegan, Matthew Holmes, Nic Rasenti
Zusatzmaterial: Making-of, Deleted Scenes
Vertrieb: WVG

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Kampfpause

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2015 WVG

 

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