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Kingsman – The Secret Service: Kick-Ass trifft auf 007

09 Mrz

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Kingsman – The Secret Service

Kinostart: 12. März 2015

Gastrezension von Andreas Eckenfels

Actionkomödie // Eine hübsche Anekdote über die Besetzung von Sean Connery im ersten 007-Abenteuer „James Bond jagt Dr. No“ brachte Comic-Autor Mark Millar und Regisseur Matthew Vaughn zu ihrer zweiten Zusammenarbeit nach „Kick-Ass“: „Dr. No“-Regisseur Terence Young wollte Connery unbedingt für die Rolle des britischen Superagenten. Autor Ian Fleming hatte dagegen eher einen Typen wie David Niven oder James Mason im Sinn. Vor den Dreharbeiten musste Young den raubeinigen Schotten also in einen überzeugenden Gentleman verwandeln. So schleppte der Regisseur Connery zu einem guten Schneider, führte ihn in feine Restaurants aus und brachte ihn bei, wie sich ein Gentleman-Spion wie James Bond zu benehmen hat. Die Idee zu „Kingsman – The Secret Service“ war geboren!

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Gentleman Harry Hart …

Bootcamp für Nachwuchs-Agenten

Nach dem Mord an Top-Spion Lancelot (Jack Davenport) ist die britische Geheimorganisation „Kingsman“ auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Während alle Agenten-Kollegen junge Kandidaten aus den besten Kreisen vorschlagen, hat Harry Hart (Colin Firth), Deckname Galahad, einen anderen vielversprechenden Rekruten im Gepäck: Straßenjunge Gary „Eggsy“ Unwin (Taron Eggerton). Der Vater des mehrfach vorbestraften Schulabbrechers war einst selbst ein „Kingsman“, starb im Einsatz, rettete Harry aber das Leben. Nun soll Eggsy seine Chance im harten Trainingslager für Nachwuchs-Agenten erhalten. Viel Arbeit für Harry: Er muss dem unangepassten Teenie nicht nur Manieren beibringen, sondern auch gleichzeitig den verrückten Internet-Milliardär Valentine (Samuel L. Jackson) stoppen. Der plant natürlich nichts Geringeres, als die Weltherrschaft an sich zu reißen …

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… macht aus Rabauke Eggsy …

Hommage und Frischzellenkur

Man kann es eigentlich kurz machen: Ja, „Kingsman – The Secret Service“ ist für James Bond das, was „Kick-Ass“ für Superhelden war. Ein wildes Action-Spektakel das mit vielen irren Ideen und schwarzem Humor dem guten alten 007 eine Frischzellenkur verpasst. Dabei vergisst Matthew Vaughn („X-Men: Erste Entscheidung“) aber nie, was uns an den alten Agentenstreifen von James Bond über „Mit Schirm, Charme und Melone“ bis hin zu „Mini-Max“ so begeisterte: kultivierte Gentleman-Spione, die viel Wert auf einen schicken Anzug legen und immer den richtigen Spruch auf Lager haben; coole Spezialausrüstung wie kugelsichere Regenschirme, Pfeile verschießende Uhren und Ringe, die Stromstöße verpassen. Dazu ein wahnsinniger Bösewicht samt einer mysteriösen Gehilfin, die mit ihren im wahrsten Sinne des Wortes messerscharfen Beinen Gegnern gern mal akrobatisch die Gliedmaßen abtrennt.

Stilsicher und gewaltig

Mit Colin Firth, Michael Caine und Mark Strong hat „Kingsman – The Secret Service“ die Elite der britischen Schauspielkunst zu bieten, die sichtlich Spaß bei der Arbeit hatte. Dazu der fiese Samuel L. Jackson, der seinem bösen Valentine ein skurriles Lispeln als Markenzeichen verpasst, und der Nachwuchsstar Taron Eggerton, dem es allerdings noch etwas an Profil fehlt.

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… jemanden, der mit dem Boss der Kingsmen Brandy schlürft

Die Optik ist genau so stylisch, wie bei „Kick-Ass“: Schnell geschnittene und überzeichnete Comic-Action, in denen ordentlich geballert und geprügelt wird, gern auch mal aus der Ego-Perspektive oder in Zeitlupe. Fans haben schon genau nachgezählt: In einer bleihaltigen Sequenz macht Colin Firth ganz allein 79 Menschen fertig!

„Kingsman – The Secret Service“ ist somit ein würdiger Nachfolger zu „Kick-Ass“, kommt dabei zwar etwas glatter und weniger rotzfrech daher, macht aber das enttäuschende zweite Superhelden-Abenteuer um Hit-Girl und Co. komplett vergessen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Michael Caine, Colin Firth, Samuel L. Jackson und/oder Mark Strong sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 129 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Kingsman: The Secret Service
GB 2014
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn nach den Comics „The Secret Service“ von Mark Millar und Dave Gibbons
Besetzung: Colin Firth, Samuel L. Jackson, Michael Caine, Taron Egerton, Mark Strong, Mark Hamill
Verleih: 20th Century Fox

Copyright 2015 by Andreas Eckenfels

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2015 20th Century Fox

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