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Origin – Spirits of the Past: Hübsche, plumpe Öko-Botschaft

27 Mai

Origins-Cover

Gin-iro no kami no Agito

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Science-Fiction // 300 Jahre in der Zukunft sieht es düster aus für die Menschheit: Nach einem fehlgeschlagenen Experiment auf dem Mond wurde die Erde von intelligenten Pflanzen überwuchert. In Neutralstadt hat man sich inzwischen mit dem „Wald“ arrangiert. Doch als der junge Agito in einer Kammer das Mädchen Toola findet und sie aus ihrem langen künstlichen Tiefschlaf weckt, scheint das langsam aufgebaute Gleichgewicht zu kippen. Denn auch die Menschen, die den Wald zurücktreiben wollen, haben es auf Toola abgesehen.

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Agito erweckt Toola …

Obwohl der Film bereits neun Jahre auf dem Buckel hat, sieht „Origin – Spirits of the Past“ in seinen gezeichneten Sequenzen hervorragend aus. Die Welt wurde mit viel Liebe zum Detail entworfen, vor allem macht es Spaß, die Ruinen der „alten“ Zivilisation mit Agito zu erkunden. Leider fallen die per CGI eingefügten Kriegsmaschinen komplett heraus, ihnen sieht man die Computer-Herkunft allzu deutlich an.

Zu wenige Überraschungen

Die Geschichte entwickelt sich leider nach altbekannten Strickmustern, es gibt kaum Überraschungen. Auch ist es ärgerlich, wie plump der Film den Zuschauern seine ökologische Botschaft vermittelt. Auch wenn es in meinen Augen unfair ist, die Filme zu vergleichen, aber hier war „Prinzessin Mononoke“ einfach differenzierter und bediente sich nicht einfacher Schwarz-Weiß-Charakterisierung.

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… und zeigt ihr seine Heimat …

Genauso oberflächlich geht „Origin – Spirits of the Past“ leider auch die Regeln und Figuren seiner Welt an. Ich hätte gern mehr über manche Nebenfiguren und den Wald erfahren. Warum leben bestimmte Geschöpfe dort? Weshalb sind manche Menschen in Tiefschlaf versetzt worden? Und so weiter und sofort. Aus der Grundidee hätte man problemlos eine ganze Serie stricken können.

Ansehnliche Action

Auch so bietet der Film angenehme Unterhaltung für einen Abend. Die Actionsequenzen in der zweiten Hälfte sind ansehnlich und der Zuschauer wird auch nicht überfordert. Am Ende bleibt eben nur etwas Enttäuschung über einige verpasste Möglichkeiten.

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… die Neutralstadt

Veröffentlichung: 22 Mai 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Japanisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Gin-iro no kami no Agito
JAP 2006
Regie: Keiichi Sugiyama
Drehbuch: Nana Shiina, Naoko Kakimoto
Zusatzmaterial: Der Wunsch nach einem außergewöhnlichen Look, Die Harmonie von Bild und Ton, Die Premiere in Japan, und dann – nach Asien, Interviews, Trailer,
Vertrieb: Universum Film

Copyright 2015 by Matthias Holm
Fotos & Packshots: © 2015 Universum Film

 

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