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Aftermath – Strahlentod im Keller

19 Jun

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Aftermath

Von Volker Schönenberger

SF-Endzeitdrama // Mit seinem Debüt als junger John Connor in „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ machte Edward Furlong 1991 nachhaltig auf sich aufmerksam. Später drehte er in John Waters’ „Pecker“ (1998) die Titelrolle und überzeugte an der Seite von Edward Norton in „American History X“ (1998). Dann jedoch geriet seine Karriere aufgrund unsteten Lebenswandels ins Stocken. Mittlerweile dreht er zwar wieder vergleichsweise viel, meist jedoch eher im Bereich der B-Movies, gern auch unter dem umstrittenen Trash-Papst Uwe Boll („Siegburg“, „Darfur“, „Assault on Wall Street“).

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Ist das schon die Strahlenkrankheit?

„Aftermath“ ist auch so ein B-Movie, gedreht mit kleinem Budget, weshalb sich die Handlung auf wenig Raum beschränkt – hier: der Keller eines Farmhauses. Der Atomkrieg ist ausgebrochen, ein paar Überlebende versuchen in eben diesem Keller der Strahlung zu umgehen. Unter ihnen: der junge Arzt Hunter (C. J. Thomason), der mürrische Bauer Brad (Edward Furlong) und dessen hochschwangere Frau Angie (Christine Kelly). Nicht nur die Strahlung bringt Gefahr, auch Spannungen innerhalb der Gruppe verursachen Unruhe. Und draußen lauern Unbekannte.

Lasst alle Hoffnung fahren!

„Aftermath“ ist ein gut gespieltes, ruhiges Endzeitdrama mit einigen Eruptionen der Gewalt und Zeit für die Ausarbeitung der Figuren und Beziehungen. Hoffnung kommt kaum einmal auf, sie wäre auch trügerisch. Selbst „The Road“ mit Viggo Mortensen entlässt den Zuschauer wenigstens mit einem Hauch von Zukunft, das ist hier nicht der Fall. Die Apokalypse erreicht eben auch den letzten Keller der Menschheit. Das ist deprimierend, aber was ist am Atomkrieg schon lebensbejahend?

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Brad ist verzweifelt

Der Film hätte auch gut in der Zeit von „The Day After – Der Tag danach“ entstehen können, der 1983 in der letzten Hochphase des Kalten Kriegs einfach vor den Folgen einer Auseinandersetzung warnte, die mit Nuklearwaffen ausgetragen wird. Diese Warnung gelingt „Aftermath“ auf eine eher kammerspielartige Weise ebenfalls auf sehenswerte Art und Weise. Überzeugend.

Veröffentlichung: 27. März 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Aftermath
USA 2012
Regie: Peter Engert
Drehbuch: Christian McDonald
Besetzung: Edward Furlong, C. J. Thomason, Monica Keena, Andre Royo, Christine Kelly, Jessie Rusu, Ross Britz, Kennon Kepper
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: WVG Medien GmbH

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Die Gruppe wehrt sich

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2015 WVG Medien GmbH

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Eine Antwort zu “Aftermath – Strahlentod im Keller

  1. Mic

    2015/06/21 at 14:13

    Der klingt sehr interessant. Danke für den Tipp!

     

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