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Das Haus der langen Schatten – Vier Horror-Altstars geben sich die Ehre

25 Jul

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House of the Long Shadows

Horrorkomödie // Stelldichein der Horror-Granden: Dass die Hammer-Films-Darsteller Christopher Lee und Peter Cushing gemeinsam drehen, war 1983 keine Sensation: „Das Haus der langen Schatten“ war ihr 24. und letzter gemeinsamer Film. Bemerkenswert allerdings, dass mit Vincent Price („Die Verfluchten“, „Das Pendel des Todes“) der US-Großmeister des klassischen Grusels zu den beiden stieß, obendrein auch John-Ford-Darsteller John Carradine. Der hat im Lauf seiner Karriere ebenfalls den einen oder anderen Horrorfilm bereichert, darunter mit Minirollen in „Die schwarze Katze“ (1934) und „Frankensteins Braut“ (1935) und immerhin als Graf Dracula unter anderem in „Frankensteins Haus“ (1944) und „Draculas Haus“ (1945).

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Zur Ruhe gebettet – zur letzten?

Ein Roman vom Kaliber von „Wuthering Heights“ – jung und großmäulig, wie er ist, glaubt Nachwuchs-Autor Kenneth Magee (Desi Arnaz jr.) fest, dass er schreiben kann wie Emily Brontë. Um 20.000 Dollar wettet er: Innerhalb von 24 Stunden will er ein Werk von Weltliteratur-Format fertigstellen. Ein vermeintlich verlassenes Anwesen in Wales soll ihm als Refigium und Inspiration dienen.

Das grausige Geheimnis der Grisbanes

Kurz nach dem Eintreffen stellt Kenneth fest, dass er nicht allein ist: Hausbesitzer Lord Grisbane (John Carradine) und seine Tochter Victoria (Sheila Keith) wohnen nach wie vor dort. Bald darauf treffen Lionel (Vincent Price) und Sebastian (Peter Cushing) ein, die Söhne des Lords, obendrein Mary Norton (Julie Peasgood), Sekretärin von Kenneths Verleger, sowie mit Corrigan (Christopher Lee) ein geheimnisvoller Herr, der sich am Kauf des Anwesens interessiert zeigt. Im Lauf des Abends enthüllen die Grisbanes den Anwesenden ein düsteres Familiengeheimnis. Dem jungen Schriftsteller steht eine Nacht des Grauens bevor.

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Kenneth verguckt sich in Mary

Regisseur Pete Walker begann seine Laufbahn Ende der 1960er-Jahre mit billigen Sexploitation-Filmen wie „School for Sex – Rund ums Bett“ und „Der Porno-Graf von Schweden“ (beide 1969). „Das Haus der langen Schatten“ markiert seine 17. Regiearbeit und seinen letzten Film – vermutlich auch seinen besten. Der amüsante und herrlich altmodische Grusler überzeugt durch Doppelbödigkeit mit einigen schönen Sterbeszenen.

Nach einem Roman von Earl Derr Biggers

Koch Media hat den Film bereits 2012 bei uns auf Blu-ray und DVD veröffentlicht. Nun hat Ascot Elite Home Entertainment eine Neuauflage herausgebracht, die vermutlich keine spürbare Verbesserung darstellt – Bild und Ton sind anständig, mehr aber auch nicht. Nach einem Roman von Earl Derr Biggers und dessen Bühnen-Umsetzung inszeniert, lässt sich „Das Haus der langen Schatten“ als liebevolle Hommage an die klassischen Filme der vier oben erwähnten Horror-Altmeister genießen. Nachhaltig beeindruckend ist das nicht, aber es ist schön, die Herren Price, Lee, Cushing und Carradine einmal gemeinsam in einem Film zu sehen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Peter Cushing, Christopher Lee und/oder Vincent Price sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 23. Juni 2015 als Blu-ray und DVD (Ascot Elite Home Entertainment), 28. September 2012 als Blu-ray und DVD (Koch Media)

Länge: 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: House of the Long Shadows
GB 1983
Regie: Pete Walker
Drehbuch: Michael Armstrong, nach dem auf Earl Derr Biggers’ Roman „Seven Keys to Baldpate“ basierenden Theaterstück von George M. Cohan
Besetzung: Vincent Price, Christopher Lee, Peter Cushing, John Carradine, Desi Arnaz jr., Richard Todd, Louise English, Norman Rossington, Sheila Keith
Zusatzmaterial: Bildergalerie, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

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Gruppenbild der Horror-Granden

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2015 Ascot Elite Home Entertainment

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