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Zombie Fight Club – Untote in die Arena!

15 Aug

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Zombie Fight Club

Horror-Action // Ein Hochhaus, das einer Drogengang als Zentrale dient, eine Polizeieinheit, die es stürmen will – das erinnert stark an die indonesische Action-Granate „The Raid“ von 2011. Ob das Zufall ist? In „Zombie Fight Club“ steht das Gebäude in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Und wie der Titel schon andeutet, geht der Film dann doch in eine ganz andere Richtung. Denn just während die Polizei das Gebäude stürmt, bricht aus nicht näher erklärten Gründen eine Zombie-Pandemie aus.

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Gealtert oder untot?

Wo bleibt er eigentlich, der titelgebende „Zombie Fight Club“? Nach exakt einer Stunde hat der Film einen Bruch, springt er ein Jahr weiter. Die Zivilisation in der Stadt und wo auch immer sonst noch ist zusammengebrochen. Skrupellose Banden halten im Untergrund das Zepter in der Hand, Überlebende müssen in der Arena gegen die Untoten kämpfen, damit die Kriminellen bei Brot und Spielen die gute Laune behalten und anständig wetten können.

Und – Action!

Das Motiv dieser Arenakämpfe kann man als fürs Zombiegenre einigermaßen originell nennen, dient aber nur als Aufhänger für ein paar weitere Actionszenen. Identifikationspotenzial bietet keine der ums Überleben kämpfenden Figuren. Letztlich ist der Film ohnehin nur eine Aneinanderreihung von Zombie-Action- und Gewaltszenen ohne weitergehenden Anspruch. Ein paar inszenatorische Schlampereien muss man auf diesem C-Niveau wohl hinnehmen. Eine Bewohnerin mit Kopfhörern auf den Ohren, die gerade das Mittagessen zubereitet, soll von dem seit einer ganzen Weile tobenden Inferno nichts mitbekommen haben? Das erscheint absurd. Verständlicher ist da schon der Vater, der seine zombiefizierte Tochter am Leben erhält. Seine weitere charakterliche Entwicklung hingegen – na ja. Aber man muss auch nicht alles hinterfragen.

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Ein paar Bitches dürfen nicht fehlen

Die FSK-18-Freigabe erhielt die ungeschnittene Fassung von „Zombie Fight Club“ erst im zweiten Anlauf, aber immerhin. Die Farbsättigung ist etwas herabgesetzt, die Splattereffekte sind eine Mischung aus CGI und Make-up. Das wirkt recht billig, besonders bei Schusstreffern und Explosionen, einige blutige Einstellungen, Verletzungen und Verstümmelungen gefallen aber. Dass die FSK etwas hin und her gerissen war, ist schon verständlich. Ach ja – nackte Haut gibt’s zur Genüge zu betrachten, die jungen Frauen sind durchweg leicht bekleidet.

Da der Fokus auf der Action liegt, dürften sich Untotenfans an der wenig durchdachten Geschichte nicht groß stören. „Zombie Fight Club“ ist eben ein weiterer kostengünstig produzierter Genrebeitrag, dem man mit etwas gutem Willen ein paar im Ansatz originelle Ideen zubilligen kann. Immerhin etwas.

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Sieht so ein moderner Gladiator aus?

Veröffentlichung: 31. Juli 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 91 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Mandarin
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Zombie Fight Club
HK/TW 2014
Regie: Joe Chien
Drehbuch: Joe Chien
Besetzung: Andy On, Jessica Cambensy, Michael Wong, Terence Yin, Jack Kao, Han Chang, Abby Fung
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2015 Al!ve AG / Mad Dimension

 

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