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I Survived a Zombie Holocaust – „Braindead“-Epigone mit Pfiff

02 Sep

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I Survived a Zombie Holocaust

Von Volker Schönenberger

Horrorkomödie // Eine Zombiekomödie aus Neuseeland – da war doch was? 1992 schuf Peter Jackson („Der Herr der Ringe“) mit „Braindead“ eine der irrwitzigsten Untoten-Schlachtplatten überhaupt, die bei uns unverständlicherweise mit Indizierungen und Beschlagnahmen zu kämpfen hatte. Bei dem Kult, der sich über die Jahre um „Braindead“ entwickelte, war es nur logisch, dass enthusiastische Filmemacher Jackson in seiner Heimat nacheifern. Regiedebütant Guy Pigden ist einer von ihnen.

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„Tonight They Come“ – und Action!

Pigden verlegt seine Zombie-Pandemie an den Set eines – Zombiefilms! Was Lionel Cosgrove in „Braindead“, ist in „I Survived a Zombie Holocaust“ Wesley (Harley Neville) – unser Held. Der angehende Drehbuchautor Wesley trifft als sogenannter „Runner“ am Drehort von „Tonight They Come“ in der Provinz ein: als Mädchen für alles. Dort muss er sich mit dem mies gelaunten Regisseur SMP (Andrew Laing) herumplagen, und auch die anderen Mitglieder der Crew begrüßen ihn nicht gerade euphorisch.

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Charakterdarstellerin

Genüsslich weidet Regisseur Pigden einige Filmcrew-Klischees aus: Da ist die divenhafte Hauptdarstellerin Jessica Valentine (Reanin Johannink), die doch nur wegen ihrer makellosen Oberweite beim Film gelandet ist, der selbstverliebte Hauptdarsteller Adam Harrison (Mike Edward), der immer wieder betont, nicht schwul zu sein. Regie-Assistent Richard (Simon Ward) gibt die schlechte Stimmung seines Chefs nahtlos an seine Untergebenen weiter. Das zieht sich etwas, ist aber einigermaßen unterhaltsam anzuschauen.

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Wesley muss Requisiten schleppen – es sind doch Requisiten, oder?

Bevor die Protagonisten einsehen, dass tatsächliche Zombies auf der Bildfläche erschienen sind und nicht nur Komparsen in Make-up, ist es zu spät zur Flucht. Das führt zu einigen amüsanten Verwechslungen. Die handgemachten blutigen Effekte sind deftig geraten und machen viel Spaß, auch wenn der Film nicht ganz so spektakulär geraten ist wie „Braindead“. Schön auch, dass „I Survived a Zombie Holocaust“ es ungeschnitten durch die FSK geschafft hat.

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Der Regisseur ist sauer

„Braindead“ bleibt natürlich unerreicht, aber das reizvolle Zombiefilm-im-Zombiefilm-Setting ist die Sichtung wert. Ob es Guy Pigden gelingt, wie einst Peter Jackson vom Trashfilmer zum Blockbuster-Regisseur zu werden, bleibt abzuwarten. Seine Darsteller werden sicher nicht zu großen Stars werden, aber das war ja auch denen aus „Braindead“ nicht beschieden.

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Der klägliche Rest an Überlebenden

Veröffentlichung: 28. August 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 104 Min. (Blu-ray), 100 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: I Survived a Zombie Holocaust
NZ 2014
Regie: Guy Pigden
Drehbuch: Guy Pigden
Besetzung: Harley Neville, Jocelyn Christian, Ben Baker, Reanin Johannink, Simon Ward, Mike Edward, Andrew Laing, Mark Neilson, Patrick Davies, Harry Love
Zusatzmaterial: Kinotrailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2015 Al!ve AG / Mad Dimension

 

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